B2P128 Härte, Glück und Landwirtschaft - Der Bauer Seppy Natter (Brasilien)
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Bauer to the People B2P
Katalogzettel
| Titel | B2P128 Härte, Glück und Landwirtschaft - Der Bauer Seppy Natter (Brasilien) |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Geiger, Wilhelm [Interviewer/in]
|
| Datum |
2025.10.12 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Gesellschaft ; Ernährung ; Nahrung ; Podcast |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP2 [Dateiformat: MP2] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | E53-07129 |
| Gesamtwerk/Reihe | Bauer to the People B2P |
Information
Inhalt
[Senderinformation] Für das heutige Gespräch war ich in Dreizehnlinden (Treze Tílias) in Santa Catarina, im Süden Brasiliens. Dort habe ich Seppy Natter getroffen. Seppy ist Bauer im Ruhestand und blickt auf ein Bauernleben zwischen Tiroler Wurzeln und brasilianischem Alltag zurück.
Wir reden über den Betrieb, den er von seinem Vater übernommen und auch schon wieder an seinen Sohn übergeben hat.
Der Vater hat währenddessen seinen Mittagsschlaf gehalten – er ist fast 101 Jahre alt und als Kind von Vorarlberg nach Brasilien ausgewandert. Damals war die Region, wo heute Dreizehnlinden und der Betrieb sind, nur Wald.
Ich bin wirklich froh über dieses Gespräch. Gut, ich freue mich über alle Gespräche, die ich führen darf. Das Besondere an diesem Gespräch ist aber die unglaubliche Offenheit des ruhigen, kleinen, fast unscheinbaren Mannes, der hier vor mir sitzt und so völlig frei von Filtern und ganz direkt von seinem Leben und seiner Arbeit erzählt.
Und so lernen wir viel über die Entwicklung des Betriebes mit dem Fokus auf Milchkühe – der Hof melkt heute rund 300–330 Kühe und liefert etwa 13–14.000 Liter pro Tag. Parallel betreibt die Familie eine kleine Sennerei mit Rohmilchkäse. Zielmarke:
Wir sprechen auch über Ackerbau, Schweinemast in Integrationssystemen (zuletzt ca. 1.800 Tiere über Partner) und die Herausforderungen dieser Arbeit. Bio spielt in der Region noch kaum eine Rolle, Krankheiten wie „Tristeza" fordern die Kälberaufzucht.
Auf diese Weise bekommen wir einen Einblick in die Realität von Seppys Lebens- und Arbeitswelt und auch in die Entscheidungen, die man trifft und teilweise auch treffen muss – und wie er zum Leben steht. Seppy erzählt offen von der Übergabe an den Sohn, von Agrotourismus-Plänen und davon, was Österreich von Brasilien lernen kann – und umgekehrt.
Also ein sehr persönliches Gespräch, wie ich finde, in dem man in und zwischen den Zeilen aber auch ein gutes Gespür für Brasilien, einen Teil seiner Landwirtschaft und einen Ort erhält, der Tiroler Geschichte atmet.
Vielen Dank für das Vertrauen, lieber Seppy, und euch viel Freude beim Reinhören!
INFOS ZUR FOLGE
Gemeinde Dreizehnlinden
www.trezetilias.sc.gov.br
Dreizehnlinden auf Wikipedia
de.wikipedia.org/wiki/Treze_Tílias
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Wir reden über den Betrieb, den er von seinem Vater übernommen und auch schon wieder an seinen Sohn übergeben hat.
Der Vater hat währenddessen seinen Mittagsschlaf gehalten – er ist fast 101 Jahre alt und als Kind von Vorarlberg nach Brasilien ausgewandert. Damals war die Region, wo heute Dreizehnlinden und der Betrieb sind, nur Wald.
Ich bin wirklich froh über dieses Gespräch. Gut, ich freue mich über alle Gespräche, die ich führen darf. Das Besondere an diesem Gespräch ist aber die unglaubliche Offenheit des ruhigen, kleinen, fast unscheinbaren Mannes, der hier vor mir sitzt und so völlig frei von Filtern und ganz direkt von seinem Leben und seiner Arbeit erzählt.
Und so lernen wir viel über die Entwicklung des Betriebes mit dem Fokus auf Milchkühe – der Hof melkt heute rund 300–330 Kühe und liefert etwa 13–14.000 Liter pro Tag. Parallel betreibt die Familie eine kleine Sennerei mit Rohmilchkäse. Zielmarke:
Wir sprechen auch über Ackerbau, Schweinemast in Integrationssystemen (zuletzt ca. 1.800 Tiere über Partner) und die Herausforderungen dieser Arbeit. Bio spielt in der Region noch kaum eine Rolle, Krankheiten wie „Tristeza" fordern die Kälberaufzucht.
Auf diese Weise bekommen wir einen Einblick in die Realität von Seppys Lebens- und Arbeitswelt und auch in die Entscheidungen, die man trifft und teilweise auch treffen muss – und wie er zum Leben steht. Seppy erzählt offen von der Übergabe an den Sohn, von Agrotourismus-Plänen und davon, was Österreich von Brasilien lernen kann – und umgekehrt.
Also ein sehr persönliches Gespräch, wie ich finde, in dem man in und zwischen den Zeilen aber auch ein gutes Gespür für Brasilien, einen Teil seiner Landwirtschaft und einen Ort erhält, der Tiroler Geschichte atmet.
Vielen Dank für das Vertrauen, lieber Seppy, und euch viel Freude beim Reinhören!
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Gemeinde Dreizehnlinden
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Dreizehnlinden auf Wikipedia
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