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Oral History Interview mit Kurt R. an zwei Terminen

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Oral History Interview mit Kurt R, 1. Termin
Geboren 1944 in Großbetschkerek (heute Zrenjanin/Banat): Jugoslawiendeutscher Herkunft/Donauschwaben, Flucht nach Österreich, Aufwachsen im DP-Lager Haid, Maschinenbauer u.a. in Steyr-Werken und Voest, internationale Montageeinsätze, LKW-Fahrer, Vater, Pensionist
Mitwirkende: R., Kurt [Interviewte/r] , Pessl, Lisa [Interviewer/in]
Datum: 2025.11.15 [Aufnahmedatum / Beginn]
Ort: Leonding [Aufnahmeort]
Schlagworte: Gesellschaft ; Interview ; Alltag ; Familie ; Arbeitsbedingungen ; Zweiter Weltkrieg ; Bildung und Schulwesen ; Christentum ; Religion ; Freikirchen ; Faschismus und Nationalsozialismus ; Freizeit ; Globalisierung und multinationale Konzerne ; Industrie ; Industrieländer ; Ingenieurswissenschaften ; Kalter Krieg ; Kinder und Jugend ; Reise ; Soziales ; Technik ; Zweite Republik ; Asyl ; 20. Jahrhundert - 40er Jahre ; 20. Jahrhundert - 50er Jahre ; 20. Jahrhundert - 60er Jahre ; 20. Jahrhundert - 70er Jahre ; 20. Jahrhundert - 80er Jahre ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; 21. Jahrhundert - Nullerjahre ; 21. Jahrhundert - 10er Jahre ; 21. Jahrhundert - 20er Jahre
Typ: audio
Inhalt: Gesprächsthemen: Alltag – Familie - deutsche Minderheit – Volksdeutsche – Banat – Donauschwaben - Jugoslawien - Kollaboration - Flucht – Flüchtlinge - Assimilierung / Assimilation - Barackenlager – Übergangslager- Displaced Persons (DP) – Steyr – Armut - Kindheit – Geschwister - Schule – amerikanische Besatzung - Lehre - Maschinenbau - Techniker - Steyr-Daimler-Puch-Werke - Steyr-Werke – voestalpine – VÖEST – Familiengründung – Kinder – Heirat – Ehefrau – Pfingstbewegung – Freikirche - Christentum – gottgläubig - Montage - Montageleiter / Montageleiterin - Reisemonteur / Reisemonteurin – Reise – Osteuropa – DDR - Westdeutschland - Rumänien – Grenzkontrolle – Ausreise - Verwandtschaft - Eiserner Vorhang – Fall des Eisernen Vorhangs – Grenzöffnung - Schulgeld - Kindererziehung – Geldsorgen – Überstunden – Arbeit - Arbeiterschicht – Schichtarbeit - Arbeiten im Ausland – Arbeitsbedingungen – Japan – China – Europa – Spanien – Polen - Achtzigerjahre - Arbeit im Alter – Firma - Konkurs - Jobwechsel - Lastkraftwagen / LKW - LKW-Fahrer – Pension - Einfamilienhaus – Eigenheim – Hausbau - NS-Aufarbeitung - Zweiter Weltkrieg - Mitläufer / Mitläuferin – Familiengeschichte – Nationalsozialismus - Enkelkinder – Aufwachsen – Zufriedenheit - Nachkriegszeit , Zusammenfassung des Interviews / Kurzbiografie
Kurts Familie (Mutter, Großeltern und Schwester) floh 1944 vor der russischen Armee als deutsche Minderheit von Großbetschkerek (Bana) nach Österreich. Die Familie wurde in Oberösterreich in verschiedenen Lagern untergebracht, zuerst im Auffanglager Steyr-Münichholz, dann bei Familien, nach Ende des Kriegs im DP-Lager Haid. Kurt erinnert sich sehr positiv an seine Kindheit im DP-Lager. Seine Mutter lernte dort ihren neuen Mann kennen, der ebenfalls Donauschwabe war. Sie heirateten und die Familie zog aus dem Lager nach Steyr. Dort besuchte Kurt die Pflichtschule. Er wollte weiter in die HTL gehen, was sich die Familie aber nicht leisten konnte. Kurt begann eine Lehre bei den Steyr-Werke, wechselte danach zur Voest und arbeitete als Servicetechniker im Maschinenbau.
Über die Freie Christengemeinde, Teil der Pfingstbewegung, in der er in seiner Jugend aktiv war, lernte er seine künftige Frau kennen. Das junge Paar zog nach Linz, gründete eine Familie mit drei Töchtern. Seine Frau übernahm den Haushalt, während Kurt längere Arbeitsschichten und Überstunden schob. Mehrmals verbrachte Kurt für die Drehband- und Großmaschinenmontage mehrere Monate in Osteuropa. Bei einer Montage in Polen hatte Kurt auch Polnisch gelernt.
1986-87 war Kurt Montageleiter in Nordchina, bei der fast ein Jahr lang eine Hohlkörperfertigungsanlage und eine Kanonenrohrfertigungsanlage montiert wurden. Kurt reiste auch bei seinem nächsten Job bei Maschinenbaufirma Salvagnini in verschiedene Länder, berichtet über die langen Reisetage und die starke Arbeitsauslastung, die in seinen Jobs vorausgesetzt wurde. Er erzählt von beruflichen Reisen nach Spanien und Japan. Nachdem diese Niederlassung von Salvagnini fast Konkurs ging, arbeitete Kurt R. 10 Jahre bei einer Transportfirma und fuhr mit LKWs durch ganz Europa, bevor er schließlich in Pension ging.
Oral History Interview mit Kurt R., 2. Termin
Geboren 1944 in Großbetschkerek (heute Zrenjanin/Banat): Jugoslawiendeutscher Herkunft/Donauschwaben, Flucht nach Österreich, Aufwachsen im DP-Lager Haid, Maschinenbauer u.a. in Steyr-Werken und Voest, internationale Montageeinsätze, LKW-Fahrer, Vater, Pensionist
Mitwirkende: R., Kurt [Interviewte/r] , Pessl, Lisa [Interviewer/in]
Datum: 2025.12.05 [Aufnahmedatum / Beginn]
Ort: Leonding [Aufnahmeort]
Schlagworte: Gesellschaft ; Interview ; Alltag ; Familie ; Arbeitsbedingungen ; Zweiter Weltkrieg ; Bildung und Schulwesen ; Christentum ; Religion ; Freikirchen ; Faschismus und Nationalsozialismus ; Freizeit ; Globalisierung und multinationale Konzerne ; Industrie ; Industrieländer ; Ingenieurswissenschaften ; Kalter Krieg ; Kinder und Jugend ; Reise ; Soziales ; Technik ; Zweite Republik ; Asyl ; 20. Jahrhundert - 40er Jahre ; 20. Jahrhundert - 50er Jahre ; 20. Jahrhundert - 60er Jahre ; 20. Jahrhundert - 70er Jahre ; 20. Jahrhundert - 80er Jahre ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; 21. Jahrhundert - Nullerjahre ; 21. Jahrhundert - 10er Jahre ; 21. Jahrhundert - 20er Jahre
Typ: audio
Inhalt: Gesprächsthemen: Alltag – Familie - deutsche Minderheit – Volksdeutsche – Banat – Donauschwaben - Jugoslawien - Kollaboration - Flucht – Flüchtlinge - Assimilierung / Assimilation - Barackenlager – Übergangslager- Displaced Persons (DP) – Steyr – Armut - Kindheit – Geschwister - Schule – amerikanische Besatzung - Lehre - Maschinenbau - Techniker - Steyr-Daimler-Puch-Werke - Steyr-Werke – voestalpine – VÖEST – Familiengründung – Kinder – Heirat – Ehefrau – Pfingstbewegung – Freikirche - Christentum – gottgläubig - Montage - Montageleiter / Montageleiterin - Reisemonteur / Reisemonteurin – Reise – Osteuropa – DDR - Westdeutschland - Rumänien – Grenzkontrolle – Ausreise - Verwandtschaft - Eiserner Vorhang – Fall des Eisernen Vorhangs – Grenzöffnung - Schulgeld - Kindererziehung – Geldsorgen – Überstunden – Arbeit - Arbeiterschicht – Schichtarbeit - Arbeiten im Ausland – Arbeitsbedingungen – Japan – China – Europa – Spanien – Polen - Achtzigerjahre - Arbeit im Alter – Firma - Konkurs - Jobwechsel - Lastkraftwagen / LKW - LKW-Fahrer – Pension - Einfamilienhaus – Eigenheim – Hausbau - NS-Aufarbeitung - Zweiter Weltkrieg - Mitläufer / Mitläuferin – Familiengeschichte – Nationalsozialismus - Enkelkinder – Aufwachsen – Zufriedenheit - Nachkriegszeit , Zusammenfassung des Interviews / Kurzbiografie
Kurts Familie (Mutter, Großeltern und Schwester) floh 1944 vor der russischen Armee als deutsche Minderheit von Großbetschkerek (Bana) nach Österreich. Die Familie wurde in Oberösterreich in verschiedenen Lagern untergebracht, zuerst im Auffanglager Steyr-Münichholz, dann bei Familien, nach Ende des Kriegs im DP-Lager Haid. Kurt erinnert sich sehr positiv an seine Kindheit im DP-Lager. Seine Mutter lernte dort ihren neuen Mann kennen, der ebenfalls Donauschwabe war. Sie heirateten und die Familie zog aus dem Lager nach Steyr. Dort besuchte Kurt die Pflichtschule. Er wollte weiter in die HTL gehen, was sich die Familie aber nicht leisten konnte. Kurt begann eine Lehre bei den Steyr-Werke, wechselte danach zur Voest und arbeitete als Servicetechniker im Maschinenbau.
Über die Freie Christengemeinde, Teil der Pfingstbewegung, in der er in seiner Jugend aktiv war, lernte er seine künftige Frau kennen. Das junge Paar zog nach Linz, gründete eine Familie mit drei Töchtern. Seine Frau übernahm den Haushalt, während Kurt längere Arbeitsschichten und Überstunden schob. Mehrmals verbrachte Kurt für die Drehband- und Großmaschinenmontage mehrere Monate in Osteuropa. Bei einer Montage in Polen hatte Kurt auch Polnisch gelernt.
1986-87 war Kurt Montageleiter in Nordchina, bei der fast ein Jahr lang eine Hohlkörperfertigungsanlage und eine Kanonenrohrfertigungsanlage montiert wurden. Kurt reiste auch bei seinem nächsten Job bei Maschinenbaufirma Salvagnini in verschiedene Länder, berichtet über die langen Reisetage und die starke Arbeitsauslastung, die in seinen Jobs vorausgesetzt wurde. Er erzählt von beruflichen Reisen nach Spanien und Japan. Nachdem diese Niederlassung von Salvagnini fast Konkurs ging, arbeitete Kurt R. 10 Jahre bei einer Transportfirma und fuhr mit LKWs durch ganz Europa, bevor er schließlich in Pension ging.

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Titel Oral History Interview mit Kurt R. an zwei Terminen
Titelzusatz Geboren 1944 in Großbetschkerek (heute Zrenjanin/Banat): Jugoslawiendeutscher Herkunft/Donauschwaben, Flucht nach Österreich, Aufwachsen im DP-Lager Haid, Maschinenbauer u.a. in Steyr-Werken und Voest, internationale Montageeinsätze, LKW-Fahrer, Vater, Pensionist
Urheber/innen und Mitwirkende R., Kurt [Interviewte/r]
Engels, Isabelle [Interviewer/in]
Österreichische Mediathek [Produzent]
Datum 2025.11.15 [Aufnahmedatum]
2025.12.05 [Aufnahmedatum]
Ort Leonding [Aufnahmeort]
Schlagworte Gesellschaft
Typ audio

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