Monolog des Mephistopheles
Katalogzettel
| Titel | Monolog des Mephistopheles |
| Titelzusatz |
Aus: Faust. Der Tragödie Erster Teil |
| Spieldauer | 00:01:10 |
| Mitwirkende |
Lewinsky, Joseph [Rezitator/in]
[GND
]
Berliner Gramophone [Label] |
| Datum |
1901 [Aufnahmedatum] |
| Ort |
Wien
Hannover [Produktionsort] |
| Schlagworte | Literatur ; Theater ; Kultur ; Drama ; Österreichisch-Ungarische Monarchie ; Publizierte und vervielfältigte Aufnahme |
| Örtliche Einordnung |
Österreich-Ungarn
Deutschland, Deutsches Reich |
|
20. Jahrhundert - Nullerjahre
|
|
| Typ | audio |
| Format |
SCS [Schallplatte, Schellack] |
| Nummern |
141095 [Bestellnummer] 1422 B B 2 z [Matrizennummer] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | Österreichische Mediathek, 222-04806_a_b01_k02 |
| Medienart | Mp3-Audiodatei |
Information
Inhalt
Studierzimmer
Mephistopheles (in Fausts langem Kleide):
Verachte nur Vernunft und Wissenschaft,
Des Menschen allerhöchste Kraft,
Laß nur in Blend- und Zauberwerken
Dich von dem Lügengeist bestärken,
So hab ich dich schon unbedingt –
Ihm hat das Schicksal einen Geist gegeben,
Der ungebändigt immer vorwärts dringt,
Und dessen übereiltes Streben
Der Erde Freuden überspringt.
Den schlepp ich durch das wilde Leben,
Durch flache Unbedeutenheit,
Er soll mir zappeln, starren, kleben,
Und seiner Unersättlichkeit
Soll Speis und Trank vor gier'gen Lippen schweben;
Er wird Erquickung sich umsonst erflehn,
Und hätt er sich auch nicht dem Teufel übergeben,
Er müßte doch zugrunde gehn!
Mephistopheles (in Fausts langem Kleide):
Verachte nur Vernunft und Wissenschaft,
Des Menschen allerhöchste Kraft,
Laß nur in Blend- und Zauberwerken
Dich von dem Lügengeist bestärken,
So hab ich dich schon unbedingt –
Ihm hat das Schicksal einen Geist gegeben,
Der ungebändigt immer vorwärts dringt,
Und dessen übereiltes Streben
Der Erde Freuden überspringt.
Den schlepp ich durch das wilde Leben,
Durch flache Unbedeutenheit,
Er soll mir zappeln, starren, kleben,
Und seiner Unersättlichkeit
Soll Speis und Trank vor gier'gen Lippen schweben;
Er wird Erquickung sich umsonst erflehn,
Und hätt er sich auch nicht dem Teufel übergeben,
Er müßte doch zugrunde gehn!