Oral HIstory Interview mit Christine Schnecker, 1. Termin
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Oral HIstory Interview mit Christine Schnecker an zwei Terminen
Katalogzettel
Information
Inhalt
Gesprächsthemen: Österreichischer Staatsvertrag – Alltag – russische Besatzung – Besatzungssoldaten – BDM – Besatzungszone – amerikanische Besatzung – Denunzierung – Mödling – Stadtentwicklung – Stadtgeschichte – Kino – Läuse – Flöhe – Schule – Schülerin – Alkohol – Ball – Fasching – Genossenschaftswohnung – Wohnungssuche – berufstätige Mutter – Vereinbarkeit von Familie und Beruf - Geburt – Stillen - Lungenentzündung – Nahtoderfahrung – Ehemann – Mutterberatung - Gewalt in der Kindheit – Enkelkinder – Kind – Kindheit ohne Vater – Vater – Zweiter Weltkrieg – Kriegsgefangene – Geschäfte – arisch – Entnazifizierung – Nazi – Repression – Russen – SS – Front – Nachhilfe – Verwandtschaft – Geschwister – Armut – Hunger – Mord – Altersbeschwerden – Plünderungen – Flucht – Vergewaltigung – Aberglaube – Religion – Busreisen – Bauernhof – Renovierung – Familie – Tante – Lohnauszahlung – Hausmädchen – Verein der Hausmädchen – Ausflug – Heuriger – Herzinfarkt – Tod des Ehepartners – Tod eines Kinder – Verbauung – HTL Mödling – Sabotage – Munitionsfabrik – Kaserne – USIA-Betrieb – Freiheit – Faschismus – Antisemitismus – Partei – NSDAP – Nationalsozialismus – Arbeit – Freizeit – Baden – Impfen – Mutterkreuz - Führer – Luftangriff – Luftschutzkeller – Fliegeralarm – „Kuckuck“ – Zuckerkrankheit – Mutterrolle – Juden – Burgenland – Freundschaft – Wiederaufbau – Ostern - Gewalt
ZUSAMMENFASSUNG DES INTERVIEWS / KURZBIOGRAFIE
Christine Schnecker, geboren 1932 in Baden bei Wien, wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Oftmals musste sie die Mutterrolle für ihre Geschwister einnehmen. Der „Anschluss“ Österreichs stellte einen Umbruch in dem Leben von ihr und ihrer Familie dar, unter anderem auch durch Repressionen aufgrund der kritischen Haltung ihrer Mutter gegenüber dem NS-Regime. Der Krieg und vor allem das Jahr 1944 mit den vielen Luftangriffen war prägend für Christine. Der Krieg prägte auch ihren Schulalltag. Sie erzählt auch von den Impfaktionen und den Läusen. Während der russischen Besatzungszeit gab Christine zunächst den Kindern eines russischen Majors Deutsch-Nachhilfe und arbeitete dann als Hausmädchen bei einem Tiefbauunternehmer. Durch diese Anstellung kam sie zum Verein für Hausmädchen. Nach ihrer Zeit als Hausmädchen putzte sie Büroräume in einer großen Firma. Danach war sie im Schülerheim der HTL Mödling und 18 Jahre am Buffet der HTL beschäftigt. Ihren Mann lernte sie bei einem Zwischenfall mit einem russischen Soldaten kennen. Nach der Geburt ihres Sohnes litt sie an einer Brust- und einer Lungenentzündung, die zu einem Nahtod-Erlebnis führten. Die Wohnungssuche stellte sich als beschwerlich da für die junge Familie. Mit ihrer Cousine und Schwägerin unternahm Christine viele Busreisen, ihre Pension verbrachte sie gemeinsam mit ihrem Mann mit der Renovierung eines Bauernhofs im Burgenland, nahe dessen Familie. Bälle und Feste wie etwa Fasching waren für Christine wichtig, auch ging sie gern ins Kino. Eine wichtige Rolle spielt die Veränderung Mödlings über die Jahre, das Verschwinden von Geschäften, die Verbauung und die immer weniger angebotenen Veranstaltungen.
Christine Schnecker, geboren 1932 in Baden bei Wien, wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Oftmals musste sie die Mutterrolle für ihre Geschwister einnehmen. Der „Anschluss“ Österreichs stellte einen Umbruch in dem Leben von ihr und ihrer Familie dar, unter anderem auch durch Repressionen aufgrund der kritischen Haltung ihrer Mutter gegenüber dem NS-Regime. Der Krieg und vor allem das Jahr 1944 mit den vielen Luftangriffen war prägend für Christine. Der Krieg prägte auch ihren Schulalltag. Sie erzählt auch von den Impfaktionen und den Läusen. Während der russischen Besatzungszeit gab Christine zunächst den Kindern eines russischen Majors Deutsch-Nachhilfe und arbeitete dann als Hausmädchen bei einem Tiefbauunternehmer. Durch diese Anstellung kam sie zum Verein für Hausmädchen. Nach ihrer Zeit als Hausmädchen putzte sie Büroräume in einer großen Firma. Danach war sie im Schülerheim der HTL Mödling und 18 Jahre am Buffet der HTL beschäftigt. Ihren Mann lernte sie bei einem Zwischenfall mit einem russischen Soldaten kennen. Nach der Geburt ihres Sohnes litt sie an einer Brust- und einer Lungenentzündung, die zu einem Nahtod-Erlebnis führten. Die Wohnungssuche stellte sich als beschwerlich da für die junge Familie. Mit ihrer Cousine und Schwägerin unternahm Christine viele Busreisen, ihre Pension verbrachte sie gemeinsam mit ihrem Mann mit der Renovierung eines Bauernhofs im Burgenland, nahe dessen Familie. Bälle und Feste wie etwa Fasching waren für Christine wichtig, auch ging sie gern ins Kino. Eine wichtige Rolle spielt die Veränderung Mödlings über die Jahre, das Verschwinden von Geschäften, die Verbauung und die immer weniger angebotenen Veranstaltungen.