Oral History Interview mit Thomas Huemer, Video
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Oral History Interview mit Thomas Huemer, Audio und Video
Katalogzettel
Information
Inhalt
Gesprächsthemen: Bad Ischl – Salzkammergut – Österreich – Eltern – Kindheit - Volksschule – Gymnasium – Medizinstudium – Universität – Akademiker – Medizin – Gesundheitswesen – Arzt – Facharzt – Mediziner – Nuklearmedizin – Interne Medizin – Turnus – Praxis – Ordination – Kassenpraxis – Selbständigkeit – Heirat – Ehe – Kinder – Vater – Erziehung – Rebellion – Wehrmachtsausstellung – NS-Aufarbeitung – Vergangenheitsbewältigung – Tod – Sterben – Verlust – Gewalt – Gewalt in der Familie – Neulandschule – Religion – römisch-katholische Kirche – Katholizismus – Christentum – Nationalismus – Antiamerikanismus – Realgymnasium – Jörg Haider – Sport – Fechten – Rechtsextremismus – Burschenschaft – Suizid – Selbstmord – Geschwister – NSDAP – Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei – Politik – Familienkonflikt – Generationenkonflikt – Klage – Gerichtsverfahren – Lawinenunglück – Antisemitismus – Thaur – Kriegsverbrechen – Krieg – Zweiter Weltkrieg – Motorrad – Tourismus – Fremdenverkehr – Katrin-Seilbahn – Glaube – Balkan – Deutsche Wehrmacht – Weihnachten – Brauch – Brauchtum – Krippenbau – Weihnachtskrippe – Krippenbauer – Adolf Hitler – Arisierung – Enteignung – Judenverfolgung – Holocaust – Shoah – Völkermord – Genozid
Thomas Huemer wurde in Bad Ischl geboren und war Arzt für Interne Medizin und Nuklearmedizin. Sein Vater war ehemaliges Mitglied der NSDAP und seine rechte Gesinnung spürbar. Huemer wuchs unter strengen und elitären Bedingungen auf, empfand seine Kindheit aber als schön. Vor allem wegen der Sportmöglichkeiten und schönen Umgebung in Bad Ischl und dem Salzkammergut. In seiner Schulzeit wechselte er in eine Landschule, die auf rechtem katholischem Gedankengut aufbaute. Er war dort in einer Klasse mit Jörg Haider und kam in Kontakt mit schlagenden Burschenschaften da er Fechter war. Sein Leben prägten tragische Ereignisse wie der Suizid seines Bruders. Seine Einstellung orientierte sich grundsätzlich aber in die linke Richtung. Nachdem er seine Matura im Realgymnasium abschloss, studierte er Medizin in Innsbruck und lebte und arbeitete lange in Thaur mit seiner Frau und seinen vier Kindern. Huemer kehrte nach Ischl zurück, um die Praxis seines Vaters zu übernehmen, obwohl er Tirol präferierte. Er baute die private Praxis zu einer Kassenpraxis um. Die Arbeit forderte ihn sehr, er machte sie aber gerne. Prägend war für ihn, als sein Vater ihm am Sterbetag seine Kriegsverbrechen im Zweiten Weltkrieg gestand. Das machte für ihn noch mehr deutlich, dass über diese Ereignisse, vor allem auch in Ischl, gesprochen werden muss. Aufarbeitung ist für ihn von großer Bedeutung und sehr wichtig. Er bedauert das Schweigen Bad Ischls über die Enteignungen und Arisierungen in der NS-Zeit.
Das Interview behandelt Huemers medizinische Laufbahn, die Zeit in der Landschule und seine Eindrücke über Jörg Haider. Die Vergangenheit seines Vaters und seiner Familie sowie die NS-Vergangenheit in Bad Ischl spielen ebenfalls eine große Rolle. Im Vordergrund stehen auch Strategien zur Aufarbeitung und Bewältigung.
Das Interview behandelt Huemers medizinische Laufbahn, die Zeit in der Landschule und seine Eindrücke über Jörg Haider. Die Vergangenheit seines Vaters und seiner Familie sowie die NS-Vergangenheit in Bad Ischl spielen ebenfalls eine große Rolle. Im Vordergrund stehen auch Strategien zur Aufarbeitung und Bewältigung.