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Oral History Interview mit Gertraud Bogner, 3. Termin, Audio

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Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Oral history Interview mit Gertraud Bogner an drei Terminen, Audio und Video

Information

Inhalt

Gesprächsthemen: Rohrendorf bei Krems – Niederösterreich – Eltern – Kindheit – Land – Schule – Volksschule – Gymnasium – Bildung – Schule für den physiotherapeutischen Dienst – Heilgymnastik – Heilgymnastin – Medizin – Physikalische Medizin – physikalische Therapie - Krankenhaus – Kamptal – Gars am Kamp – Schloss Buchberg – Buchberg am Kamp – Wirtschafswunder – Dieter Bogner – Freundschaft – Beziehung – Italien – Kunst – Ravenna – Künstler – Moderne Kunst – zeitgenössische Kunst – Kunstgeschichte – Fremdenführerin – Fremdenführerausbildung – Reisen – Tourismus – Fremdenverkehr – Frankreich – Paris – Heirat – Ehe – Studium – Ethnologiestudium – Ethnologin – Ethnologie – Völkerkunde – Universität – Fotografieren – Foto – Hildegard Joos – Harald Joos – Verein „Exakte Tendenzen“ – Künstlergruppe – Kunsthistorikerin – Kunstsammlerin – Kunstsammlung – Sammeln – Ausstellung – Kunstförderung – Grita Insam – Kunsttheorie – Feldforschung – Nordafrika – Algerien – Afrika – Sahara – Tamanrasset – Tuareg – Dissertation – Völkerkundemuseum – Museum – Wohnung – Wien – Raumkunst – Architektur – Kunstinstallation – Wohnen – Dora Maurer – Dieter Ronte – Kunstraum Buchberg – Kunst-Symposium – John Hilliard – Bürgerinitiative „Rettet das Kamptal“ – Zivilgesellschaft – Bürgerinitiative – Friedrich Polleroß – Umwelt – Ökologie – Umweltschutz – Umweltbewegung – Protest – Demonstration – Kraftwerksbau – Hainburg – Besetzung der Hainburger Au – Natur – Thomas Kaminsky – Museumsquartier – Umbau – Bauen – Erhard Busek – Grünbewegung – Jörg Haider – FPÖ – Freiheitliche Partei Österreichs – Nationalsozialismus – Vergangenheitsbewältigung – NS-Aufarbeitung – Kurt Waldheim – Waldheim-Affäre – Dan Graham – Peter Weibel – Grenze – Ostöffnung – Fall des Eisernen Vorhangs – Fall des Kommunismus – Kalter Krieg – Ost-West-Konflikt – Atomkraft – Atomkraftwerk – Tschernobyl – Katastrophe von Tschernobyl – Nuklearkatastrophe von Tschernobyl – Energie – Heizen – Kleinkraftwerk – Konstruktivismus – Konkrete Kunst – Konzeptkunst - freiberuflich – Selbständigkeit – Vermittlungsarbeit – Kulturvermittlung – Kulturvermittlerin - Kunstvermittlung - Stanislav Kolibal – Museologie – Museologe - Kuratorin – Renate Goebl – ECM „Exhibition and Cultural Communication Management“ – Institut für Kulturwissenschaft – Friedrich Kiesler - „Friedrich-Kiesler-Stiftung“ – Stiftung – Denkmalamt – Renovierung – Restaurierung – Dorit Margreiter – Publikation – Buch – Dokumentation - Katalog – mumok / Museum modernen Kunst Stiftung Ludwig Wien – Edelbert Köb – Eva Badura – Schenkung – Andrea Hubin – Nikita Kadan – Ukraine - Musik – Literatur – Klangforum Wien – Komposition – Kompositionsauftrag - „Schwarzes Archiv“ – Archiv – Archivierung – „Musiktage Donaueschingen“ – Katharina Knoll – Nizza – Nebenwohnsitz – Zweitwohnsitz - Frankreich - Jorrit Thornquist - Übergabe – Gastgeberin – Frauenrolle – Buchhaltung – Büro – Agnes Husslein – Belvedere – Galerie Belvedere – Thomas Drozda – Minister – Corona – Covid 19 – Pandemie – Park – Garten – Helmut Zobernig – Kulturpolitik – Spiele – Hausfrau - Haushalt – Konflikte – Essen – Kirche – Kirchenmusik – Großmutter – Ferien – Sommer – russische Besatzung – Hochwasser – Feldpost – Brief - Touristen – Gewerbe – Tour - Tourguide – Schwester – Nichte – Weltmuseum – Kulturgut - Kulturgüter – Entwicklungshilfe - Studienreise - Silberschmiede – Schmiede – Zeichnung – Ludwig Zöhrer – Arabisch -
Gary Woodley – Mainstream
ZUSAMMENFASSUNG DES INTERVIEWS / KURZBIOGRAFIE
Das Interview mit der Kunstsammlerin, Kuratorin und Kulturvermittlerin Gertraud Bogner (geb. 1948) wurde anlässlich der Ausstellung „Die 80er-Jahre“ auf der Schallaburg (2026) geführt. Beispielsweise werden die Proteste gegen das geplante Kraftwerk bei Hainburg, oder die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit Österreichs in der Kunst thematisiert. Für sie persönlich waren die 80er-Jahre geprägt durch die Gründung und dem Aufbau des „Kunstraum Schloss Buchberg“ am Kamp. Dort entstand ein experimenteller Ort für Ausstellungen, Symposien und Kunstprojekte – insbesondere im Bereich geometrisch-abstrakter, konstruktiver und konzeptueller Kunst – zu jener Zeit eine Nische im österreichischen Kulturbetrieb.
Wie es zu diesem „Lebensprojekt“ von ihr und ihrem Mann Dieter Bogner kam, und wie es sich bis heute entwickelt hat, bildet einen roten Faden durch das Interview.
GB wuchs mit ihrer Schwester und ihren Eltern in einem kleinen Ort bei Krems (Niederösterreich) auf. Der Vater war Schuldirektor, die Familie lebte in einer Wohnung im Schulgebäude – ein prägendes Element ihrer Kindheit. Die Mutter widmete sich Haushalt und Garten. Nach der Matura absolvierte G.B. am AKH Wien eine Ausbildung zur Heilgymnastin und arbeitete auch in diesem Bereich.
Früh entwickelte sie ein Interesse an außereuropäischen Kulturen und entschied sich Ethnologie und der Kunstgeschichte zu studieren. Um sich das Studium zu finanzieren, arbeitet sie einige Jahre als Fremdenführerin in Wien.
Studienreisen führten sie und ihren späteren Ehemann, den Kunsthistoriker und Museologen Dieter Bogner, nach Italien, Frankreich und Nordafrika. Für ihre Dissertation betrieb sie Feldforschung in einer Silberschmiede der Tuareg in Algerien. Eine interessante, prägende Erfahrung, die aber auch zur kritischen Reflexion der ethnologischen Praxis führte und in der Entscheidung mündete, sich der eigenen Kultur, insbesondere der zeitgenössischen Kunst, zuzuwenden.
Im Interview wird deutlich, wie sie sich diese Thematik zu eigen machte und sich ihre Rolle in der zeitgenössischen Kunst erarbeitete. Heute ist sie eine international gut vernetzte Akteurin. Charakteristisch für Gertraud Bogner ist, dass sie stets den persönlichen Kontakt zu Künstler:innen sucht und pflegt.
Das Ehepaar Bogner gründete in den 1990er Jahren eine Firma für Museumsplanung, die sie auch zu interessanten Auslandsreisen führte. 2010 übergaben sie ihre umfangreiche Kunstsammlung dem Museum moderner Kunst (mumok) als Schenkung.
Besonders deutlich wird im Gespräch Gertraud Bogners bis heute anhaltende Neugierde und ihre Freude an der Vermittlung.
Zum Zeitpunkt der letzten Phase des Interviews war Gertraud Bogner intensiv mit der Arbeit an einer neuen Publikation über den Kunstraum Buchberg beschäftigt.

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