Oral History Interview mit Amra M.
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Information
Inhalt
Gesprächsthemen: 70er bis 20er – Alsergrund – Achtzigerjahre – Altes AKH Wien – Akzeptanz – Allgemeinwissen – Alltag – Alte Donau – Altern – alternativer Lebensstil – Anderssein – Angst – Arbeit – Arbeiten im Ausland – Arbeiter – Arbeiten mit Kind – Arbeitsalltag – Arbeitsbedingungen – Arbeitsbewilligung – Arbeitsmigration – Arbeitskollege – Arbeitsweg – Architekturbüro – Assimilation – Asyl – Asylunterkunft – Asylantrag – Aufenthaltsgenehmigung – Aufnahmetest – Ausbildung – Ausland – Ausstellung – autoritäre Erziehung – Baby – Bachelor – Backen – Balkan – Balkankrieg - Basketball – Bäuerin – Bekleidung und Mode – Beruf – Berufsalltag – berufstätige Mutter – Berufswechsel – Berufswahl – Beziehung – Bibliothek – bildende Kunst – Bildung – Biolebensmittel – Bloggen – Bosnierin – Bosnien und Herzegowina – Bosnienkrieg – B/K/S – bosnische Muslime – Bus – Bücher – Community – Corona-Pandemie – Deutsch als Fremdsprache – Deutschkurs – Diaspora – Diktaturen und totalitäre Regime – Diskriminierung – Dolmetschen – Dorfgemeinschaft – Dreher – Ehe – Ehemann – Einfamilienhaus – Eltern – Elternrolle - Elternhaus – Emotionslosigkeit – Erinnerung – Erwachsenwerden – Erziehungsmethoden – Essen – ethnischer Konflikt – Ex-Jugoslawien – familiäre Gewalt – Familiengründung – Flucht – finanzielle Situation – Fleischhauer – Flüchtlinge – Flüchtlingsunterkunft – Follower – Freimaurerei – Freizeit – Freundeskreis – Freunde der Bildenden Künste – Food-Blog – Freundschaft – Frisur – Fürsorglichkeit – Gastarbeiter – Geburt – Gedicht – Gemeinschaft – Genozid – Geschwister – Großeltern – Großmutter – Großvater – Großloge – Hausbau – Heimat – Heuriger – Hilfe – Hobbyköchin – Hochzeit – HTL – Individualität – Integration – Intellektualität – Internet – Interkulturalität – Interview – Jugendkultur – Jugendrebellion – Jugoslawien – Jugoslawienkrieg – Karriere – Karenz – Kennenlernen – Kinder mit Migrationshintergrund – Kindererziehung – Kontaktabbruch – kinderfreundlich – Klassengemeinschaft – Köchin – Kochen – Kommunismus – Koranschule – konfessionslos – Konzert – Kreativität – Kriegsflüchgling – Kriegsbeginn – Krisenbewältigung – Küche – Kultur – kultureller Austausch – kulturelle Identität – Kulturveranstaltungen – Kulturverein – Kunst – Kunstwerk – ländlicher Raum – Lebenseinstellung – Lebensfreude – Lebensmittel – Lebensqualität – Lebensveränderung – Lehrer – Lernen – Lesen – Liebe – Literatur – Literaturwettbewerb – Literaturwissenschaft – Männerbund – Marxismus und Kommunismus – Medien – Mentale Stärke – Migrantin – migrantische Community – Migration – Migrationshintergrund – Minderheiten – Mittelschicht – Mode – Motorrad – Museum – Muslime – Mutter – Nachbarschaft – Nahrungsmittel – nationale Identität – Natur – Neuanfang – öffentlicher Verkehr – öffentlicher Raum – ÖH-Mitarbeiterin – ÖH – Osteuropa – Italien – Partnerschaft – Pension – Piercings – politische Bildung - politische Lage - Polizei – Propaganda - psychologische Hilfe – Psychotherapie – Radio – Re-Emigration - Rechtsberatung – Reisen - Religionsgemeinschaft – Religionsunterricht - religiöse Feste - Retrospektive - Schach – Scheidung – Rückkehr – Schule - Schulsystem - Schwangerschaft – Sigmund-Freud-Park – selbstbestimmt leben – Selbstverwirklichung – Selbstfindung – Sohn – Sparsamkeit – Spiele – Sport – Südbahnhof – Sportverein – Sprache – Sprachbarriere – Sprachkurs – Sprachwissenschaftsstudium – Sprachwissenschaftlerin – Stadt Wien – städtischer Raum – Stephansdom – Sterben – strenge Regeln – Studentin – Studentenleben – Studium – Tante – Tattoo – Therapie – Theater – Tochter – Tod – Traditionen – Traum – Trauma – Traumberuf – Übersetzerin – Übersetzen – Umzug – Universität – Universität Wien – unreligiös – Unterricht – Unterrichtsmethodik – Urlaub – Vater – vegetarisch – Veränderung – Vergangenheitsbewältigung – verheiratet – Visoko – Völkermord – Volksschule – Vorurteile – Wissen – Wissenschaft – Wohnsituation – Zugehörigkeit – Zufriedenheit – Zuhause
ZUSAMMENFASSUNG DES INTERVIEWS / KURZBIOGRAFIE
Amra M. wurde im ehemaligen Jugoslawien, im heutigen Bosnien und Herzegowina, geboren. Sie verbrachte ihre Kindheit größtenteils bei ihren Großeltern, da ihre Eltern in Deutschland erwerbstätig waren. Ihre Jugend war von schwierigen familiären Verhältnissen, aber auch von der Entdeckung ihrer Leidenschaft für Literatur und Bildung geprägt. Sie besuchte eine HTL, spielte Basketball und pflegte enge Freundschaften, von denen einige bis heute bestehen. In den letzten Sommerferien vor Ausbruch des Bosnienkrieges lernte sie ihren heutigen Ehemann kennen.
1992 floh sie mit ihrer Familie aus Bosnien nach Wien, wo sie am damaligen Südbahnhof ankam. Da es ihr anfangs in Wien jedoch nicht gefiel, zog sie bald zu Familienfreunden nach Norddeutschland. Dort lernte sie Deutsch, schloss neue Freundschaften und begann ein Studium der Slawistik. Nachdem ihr heutiger Ehemann aus Bosnien nach Wien geflohen war, kehrte auch sie nach Wien zurück.
In Wien setzte Amra ihr Studium fort und arbeitete als Übersetzerin für die Österreichische Hochschüler:innenschaft. Später war sie bei der Architektenkammer tätig, bevor sie ihre heutige Stelle als Sekretärin bei der Großloge von Österreich antrat. Gemeinsam mit ihrem Ehemann baute sie sich ein neues Leben auf und zog drei Kinder groß, die heute erwachsen sind. Die Familie lebt mehrsprachig. In ihren Erzählungen reflektiert sie sowohl die Herausforderungen ihrer eigenen Kindheit als auch ihre Erfahrungen als Mutter und Migrantin. Heute bezeichnet sie sich selbst als Österreicherin mit Migrationshintergrund, da sie sich in Österreich stets zugehörig gefühlt hat.
Parallel dazu entwickelte sie ihre Leidenschaft für Kunst, Kultur und Kulinarik weiter. Während der Corona-Pandemie gründete sie einen erfolgreichen Food-Blog, über den sie sich mit der Wiener Food-Szene und einer internationalen Online-Kochgemeinschaft vernetzt. Ein selbstbestimmtes Leben ist Amra M. bereits seit ihrer Jugend besonders wichtig.
Zum Zeitpunkt des Interviews lebt Amra seit drei Jahrzehnten in Wien und schätzt die hohe Lebensqualität der Stadt. Sie engagiert sich kulturell, reist gerne und träumt davon, eines Tages als Private Chef zu arbeiten. Sie ist stolz auf ihre Kinder und darauf, gemeinsam mit ihrem Ehemann ein selbstbestimmtes Leben aufgebaut zu haben.
Amra M. wurde im ehemaligen Jugoslawien, im heutigen Bosnien und Herzegowina, geboren. Sie verbrachte ihre Kindheit größtenteils bei ihren Großeltern, da ihre Eltern in Deutschland erwerbstätig waren. Ihre Jugend war von schwierigen familiären Verhältnissen, aber auch von der Entdeckung ihrer Leidenschaft für Literatur und Bildung geprägt. Sie besuchte eine HTL, spielte Basketball und pflegte enge Freundschaften, von denen einige bis heute bestehen. In den letzten Sommerferien vor Ausbruch des Bosnienkrieges lernte sie ihren heutigen Ehemann kennen.
1992 floh sie mit ihrer Familie aus Bosnien nach Wien, wo sie am damaligen Südbahnhof ankam. Da es ihr anfangs in Wien jedoch nicht gefiel, zog sie bald zu Familienfreunden nach Norddeutschland. Dort lernte sie Deutsch, schloss neue Freundschaften und begann ein Studium der Slawistik. Nachdem ihr heutiger Ehemann aus Bosnien nach Wien geflohen war, kehrte auch sie nach Wien zurück.
In Wien setzte Amra ihr Studium fort und arbeitete als Übersetzerin für die Österreichische Hochschüler:innenschaft. Später war sie bei der Architektenkammer tätig, bevor sie ihre heutige Stelle als Sekretärin bei der Großloge von Österreich antrat. Gemeinsam mit ihrem Ehemann baute sie sich ein neues Leben auf und zog drei Kinder groß, die heute erwachsen sind. Die Familie lebt mehrsprachig. In ihren Erzählungen reflektiert sie sowohl die Herausforderungen ihrer eigenen Kindheit als auch ihre Erfahrungen als Mutter und Migrantin. Heute bezeichnet sie sich selbst als Österreicherin mit Migrationshintergrund, da sie sich in Österreich stets zugehörig gefühlt hat.
Parallel dazu entwickelte sie ihre Leidenschaft für Kunst, Kultur und Kulinarik weiter. Während der Corona-Pandemie gründete sie einen erfolgreichen Food-Blog, über den sie sich mit der Wiener Food-Szene und einer internationalen Online-Kochgemeinschaft vernetzt. Ein selbstbestimmtes Leben ist Amra M. bereits seit ihrer Jugend besonders wichtig.
Zum Zeitpunkt des Interviews lebt Amra seit drei Jahrzehnten in Wien und schätzt die hohe Lebensqualität der Stadt. Sie engagiert sich kulturell, reist gerne und träumt davon, eines Tages als Private Chef zu arbeiten. Sie ist stolz auf ihre Kinder und darauf, gemeinsam mit ihrem Ehemann ein selbstbestimmtes Leben aufgebaut zu haben.