Oral History Interview mit Sabina P.
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Katalogzettel
| Titel | Oral History Interview mit Sabina P. |
| Titelzusatz |
Geboren 1970 in Pula (Kroatien): Kindheit und Jugend in Kroatien, Studium in Italien, Migration nach Wien, Kindergartenpädagogin, Lehrerin an einem inklusiven Schulzentrum, Mutter Kooperation mit dem Institut für Slawistik an der Universität Wien im Konversatorium "Nur zu Gast? Migrationsgeschichte(n) sammeln & erzählen" |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
P., Sabina [Interviewte/r]
Pastoors, Paula [Interviewer/in] Szymczyk, Monika [Tonregie] |
| Datum |
2026.05.19 [Aufnahmedatum] |
| Ort |
Wien [Aufnahmeort]
|
| Schlagworte | Gesellschaft ; Alltag ; Arbeitsbedingungen ; Bildung und Schulwesen ; Kinder und Jugend ; Ethnie ; Familie ; Feiertag ; Fernsehen ; Fernsehserie ; Asyl ; Frauen ; Krieg ; Germanistik und Literaturwissenschaften ; Interview ; Marxismus und Kommunismus ; Migration ; Minderheiten ; Psychologie ; Publizistik und Kommunikationswissenschaften ; Religion ; Sozialismus und Sozialdemokratie ; Sprache ; Tod ; Universität |
| Örtliche Einordnung |
Kroatien
Italien |
|
20. Jahrhundert - 70er Jahre
20. Jahrhundert - 80er Jahre 20. Jahrhundert - 90er Jahre 21. Jahrhundert - Nullerjahre 21. Jahrhundert - 10er Jahre 21. Jahrhundert - 20er Jahre |
|
| Typ | audio |
| Format |
DANSA [Digitale Ansichtskopie Audio] DARCHA [Digitale Archivkopie Audio] |
Information
Inhalt
Gesprächsthemen: Alltag – Alter – angloamerikanische Literatur – Anpassung – Arbeit – Arbeitsalltag – Ausbildung – Autodidakt – Bücher – Bruder – Code-Switching – Computer – Corona – Deutsch – Deutsch lernen – Deutschkurs – Deutschland – Dialekt – Didaktik – Diplom – Diplomarbeit – Dolmetschen – Dorf – Dorfleben – Dresden – Ehe – Eltern – Englisch – Erinnerung – Erziehung – Essen – Familie – Fernsehen – Fischen – Florenz – Frauen – Freundschaft – Gastfreundschaft – Generationen – Gebärdensprache – Gemeinschaft – Geschichten – Glottologie – Graz – Großeltern – Großmutter – Großvater – Gymnasium – Haus – Heimat – Heirat – Hochzeit – Hochschule – Identität – Inklusion - Integration – Interview – Insel – Istrien– Italien – Italienisch – italienische Minderheit – Jugend – Jugoslawien – Jugoslawienkrieg – Kindergarten – Kinder – Kindererziehung – Kindheit – Kirche – Kommunikation – Kommunismus – Kontakt – Krieg – Kroatien – Kroatisch – Kultur – Kulturschock - Lehrerin – Lernen – Lesen – Leben – Lebensgeschichte – Literatur – Liebe – Minderheiten – Meer – Mehrsprachigkeit – Migration – Minderheit – Mutter – Mutterschaft Muttersprache – Nachbarschaft – Österreich – Post – Pädagogik – Pension – Podcast – Pula – Reisen – Religion – Russisch – Schule – Schulerfahrungen – Schüler – Schulsystem – Sozialismus – Sprache – Sprachbarriere – Studenten – Studium – Tod – Trauer – Trauma – Translanguaging - Universität – Vater – Venezianisch – Weihnachten – Werte – Wien – Wohnung – Zukunft – Zugehörigkeit
ZUSAMMENFASSUNG DES INTERVIEWS / KURZBIOGRAFIE
Sabina P. wurde 1970 in Pula im damaligen Jugoslawien geboren und wuchs als Angehörige der italienischen Minderheit in der mehrsprachigen Region Istrien auf. Sie besuchte zunächst eine kroatischsprachige Volksschule und anschließend ein italienischsprachiges Gymnasium. Ihre Kindheit beschreibt sie als glücklich und von einem starken familiären Zusammenhalt geprägt. Besonders prägend waren die Sommer bei ihren Großeltern auf der Insel Cres sowie die Geschichten ihres väterlichen Großvaters, der durch seine Lebenserfahrungen, seine Wissbegierde und seine Erzählungen zu einem wichtigen Vorbild für sie wurde.
Nach der Matura studierte sie in Florenz angloamerikanische Literatur. Die Studienzeit bedeutete für sie einen wichtigen Schritt in die Selbstständigkeit und eröffnete ihr internationale Perspektiven. Zugleich erlebte sie von dort aus den Zerfall Jugoslawiens und den Krieg in ihrer Heimat, was von großer Sorge um ihre Familie begleitet war.
1998 zog sie gemeinsam mit ihrem heutigen Mann zunächst nach Graz und kurz darauf nach Wien. Die Anfangszeit war durch fehlende Deutschkenntnisse, kulturelle Unterschiede und Abhängigkeit von ihrem sozialen Umfeld geprägt, gleichzeitig aber auch von Offenheit und Zuversicht.
Nach der Heirat lernte sie Deutsch und begann sich in Österreich ein neues Leben aufzubauen. Beruflich startete sie als englischsprachige Kindergartenpädagogin. Parallel dazu absolvierte sie Aus- und Weiterbildungen im Bereich der Elementarpädagogik und inklusiven Pädagogik und eignete sich auch Grundlagen der Gebärdensprache an. Nach mehreren Jahren im Kindergarten wechselte sie schließlich in die Schule, wo sie heute als Lehrerin arbeitet und insbesondere die inklusive Arbeit mit Kindern als bereichernd erlebt.
Rückblickend betrachtet Sabina P. ihre Lebenswege zwischen Kroatien, Italien und Österreich als prägend für ihre Offenheit gegenüber Menschen, Sprachen und Kulturen. Für die Zukunft wünscht sie sich vor allem Gesundheit, innere Ruhe, das weitere Erlernen der Gebärdensprache sowie mehr Respekt, Wertschätzung und Dialog in der Gesellschaft.
Sabina P. wurde 1970 in Pula im damaligen Jugoslawien geboren und wuchs als Angehörige der italienischen Minderheit in der mehrsprachigen Region Istrien auf. Sie besuchte zunächst eine kroatischsprachige Volksschule und anschließend ein italienischsprachiges Gymnasium. Ihre Kindheit beschreibt sie als glücklich und von einem starken familiären Zusammenhalt geprägt. Besonders prägend waren die Sommer bei ihren Großeltern auf der Insel Cres sowie die Geschichten ihres väterlichen Großvaters, der durch seine Lebenserfahrungen, seine Wissbegierde und seine Erzählungen zu einem wichtigen Vorbild für sie wurde.
Nach der Matura studierte sie in Florenz angloamerikanische Literatur. Die Studienzeit bedeutete für sie einen wichtigen Schritt in die Selbstständigkeit und eröffnete ihr internationale Perspektiven. Zugleich erlebte sie von dort aus den Zerfall Jugoslawiens und den Krieg in ihrer Heimat, was von großer Sorge um ihre Familie begleitet war.
1998 zog sie gemeinsam mit ihrem heutigen Mann zunächst nach Graz und kurz darauf nach Wien. Die Anfangszeit war durch fehlende Deutschkenntnisse, kulturelle Unterschiede und Abhängigkeit von ihrem sozialen Umfeld geprägt, gleichzeitig aber auch von Offenheit und Zuversicht.
Nach der Heirat lernte sie Deutsch und begann sich in Österreich ein neues Leben aufzubauen. Beruflich startete sie als englischsprachige Kindergartenpädagogin. Parallel dazu absolvierte sie Aus- und Weiterbildungen im Bereich der Elementarpädagogik und inklusiven Pädagogik und eignete sich auch Grundlagen der Gebärdensprache an. Nach mehreren Jahren im Kindergarten wechselte sie schließlich in die Schule, wo sie heute als Lehrerin arbeitet und insbesondere die inklusive Arbeit mit Kindern als bereichernd erlebt.
Rückblickend betrachtet Sabina P. ihre Lebenswege zwischen Kroatien, Italien und Österreich als prägend für ihre Offenheit gegenüber Menschen, Sprachen und Kulturen. Für die Zukunft wünscht sie sich vor allem Gesundheit, innere Ruhe, das weitere Erlernen der Gebärdensprache sowie mehr Respekt, Wertschätzung und Dialog in der Gesellschaft.