Oral History Interview mit Wolfgang Matzke, 2. Termin
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Oral History Interview mit Wolfgang Matzke an zwei Terminen
Katalogzettel
Information
Inhalt
Gesprächsthemen: Heidenreichstein – Waldviertel – Familie – Kindheit – Geschwister – Napola – Nationalsozialismus – Stift Lambach – Krieg – Kriegsbeginn – Zweiter Weltkrieg – Bombardierung – Bombe / Bomben – Luftangriff – Bombenhagel – Vater – Kriegsgefangenschaft – russische Kriegsgefangenschaft –Kriegsgefangenenlager Tomsk – Russisch – Dolmetschen – Waidhofen an der Thaya – BOKU / Universität für Bodenkultur Wien – Diplom – Diplomprüfung – Gartenbau – Gartenbauer / Gartenbauerin – Gartenbauingenieur / Gartenbauingenieurin – Gartenbaustudium – Gartengestaltung – Gärtner/GärtnerIn – Gärtnerlehre – Bundesgärten – Schönbrunn – Stipendium – Fullbright-Stipendium – Ausland – Auslandsösterreicher - Auslandsstipendium - Forschungsstipendium – USA – Schiffsreise – Auslandssemester – Auslandsstudium – Columbus – Ohio State University – Fraternity – Heirat – Vaterschaft – Auswanderung – Auswanderer / Auswanderin – Baumschule Christenson – Gartenbauschule – Erwachsenenbildung – Erwachsenenbildner / Erwachsenenbildnerin – Elternhaus – Karl Rühlmann – Insekten - Nutztiere – Besatzungszeit – russische Besatzung / sowjetische Besatzung – Plünderungen – Angst – Andrei Andrejewitsch Wlassow – Schulweg – Sommerjob – Bauernhof – Landwirtschaft - Landarbeit – Praktikum – Auslandspraktikum – Wheatcroft Brothers – Lowes‘ Brothers – Queen Elizabeth Rosen – Rosenveredelung – Begräbnis – Florist/Floristin – Arbeitsbedingungen – Mindestlohn – Hauskauf – Messe – Gartenschau – Gewächshaus – Führerschein – Kinderzimmer – Heizen – Gemüseanbau – Grabeland – Baumbestand – Obstbäume – Hamstern – Feldpost – Esperanto – NSDAP – Kindheit – Jugend – Freizeit – „Fensterln“ – Großeltern – Bad Traunstein – Haustiere – Lazarett – Blinddarmentzündung – Blinddarmentzündung - Operation – Hitlerjugend – Deutsche Jugend – Nationalsozialismus – Kindheit in Nationalsozialismus – „Die Vier im Jeep“ – Studentenwohnheim – Emigration – Reise / Reisen – Reisetagebuch – American Football – Amerikanischer Traum – Kulturschock – Feiern – Fortgehen – Urlaub – Roadtrip – Brief – Briefkontakt – Heimweh – „Willkommenskultur“ – Kulturaustausch – BBQ – Grillen – Kalter Krieg – Zeichen – Fotografie – Arbeitsweise – Arbeitsmoral – Kooperation – Weiterbildung – Englisch – Sprachen - Mehrsprachigkeit – Archivierung – Filmarchiv - Segregation – Schwarze – Weiße – Diskriminierung - Bürgerrechtsbewegung – Hebamme –Krankenpfleger/Krankenpflegerin – Feste – Weihnachten – Halloween – Veränderungen – Chor – „Chor der Begegnung“ – Kalksburg - Jesuitenschule Kalksburg – B.R.O.T. Kalksburg – Wohnprojekt – Gemeinschaft -– Kino – Unterhaltung – Weihnachtsbriefe – Arbeitslosigkeit – Lebensmittelmarken – Nahrung - Mangelernährung – Überschusslieferungen – Tauschhandel – CARE-Paket – Afrika – „Books for Trees“ –Vegetation – Kolonialismus – Antikolonialismus - Natur – Flora – Fauna – Schildlaus – Doppelstaatsbürgerschaft – Green Card
ZUSAMMENFASSUNG DES INTERVIEWS / KURZBIOGRAFIE
Wolfgang Matzke wurde am 6.Dezember 1933 in Wien als ältestes von drei Geschwistern geboren, seine Mutter stammte aus Heidenreichstein und besaß dort ein Haus, sein Vater war Finanzbeamter, ursprünglich aus Bad Traunstein (NÖ). Er wuchs in Heidenreichstein auf, wo er auch die Volkschule besuchte und hatte dort eine schöne Kindheit, wovon er viel draußen verbrachte. Während der Zeit des Nationalsozialismus waren seine Eltern bekennende NSDAP-Anhänger, sodass er während den Kriegsjahren zu einer Napola Schule ging, ehe er nach Kriegsende an ein Realgymnasium in Waidhofen an der Thaya wechselte. Hier machte er 1952 seine Matura. 1952 bis 1957 studierte er in Wien an der BOKU Gartenbau, anschließend arbeitete er bei den Bundesgärten in Schönbrunn, wo er auch eine Gärtnerlehre absolvierte.
Unzufrieden mit seinem Posten entschied Matzke sich, sich weiterzubilden und studierte von 1959 bis 1961 an der Ohio State University in Columbus (USA) mit einem Fullbright- und Forschungsstipendium. Kurz vor seiner Abreise lernte er seine Ehefrau Rosemarie kennen und holte sie in die USA nach, wo sie heirateten. Die erste gemeinsame Tochter kam ebenfalls in den USA zur Welt. Nach der Rückkehr nach Österreich arbeitete Matzke als Vertragslehrer bei der HBLVA für Gartenbau in Wien, zu dieser Zeit wurde die zweite Tochter geboren.
1964 entschieden sich Wolfgang Matzke und seine Familie in die USA zurückzukehren, wo sie in Columbia und Lithopolis in Ohio lebten. Matzke arbeitete bei zwei Firmen als Landscape Salesman sowie als Gartengestalter. Nach Bedenken, dass sie in den USA nicht „alt werden wollen“ entschied sich die Familie 1982 nach Österreich zurückzukehren, wo Wolfgang Matzke bei der Baumschule Christenson arbeitete. Anschließend folgte eine Anstellung als Vertragslehrer und Leiter der Abteilung „Zierpflanzen im Freiland“ an der HBLVA für Gartenbau in Wien. Seine letzte Vertragsarbeit war als Lektor an der Universität für Bodenkultur in Wien.
Zum Zeitpunkt des Interviews ist Wolfgang Matzke seit über 20 Jahren pensioniert, er hält aber weiterhin Vorträge und Vorlesungen. Er pflegte seine Frau bis zu ihrem Tod 2015 und lebt seither in der B.R.O.T Wohngemeinschaft in Kalksburg, wo er sich aktiv um die Bepflanzung und gärtnerische Instandhaltung der Anlage kümmert. Auch ist er ehrenamtlich bei Projekten wie „Books for Trees“, sowie bei der Gemeinschaft zur Instandhaltung der Perchtoldsdorfer Heide aktiv und singt zudem im Chor der Begegnung in Wien Liesing. Seine beiden Töchter sind erwachsen und haben Familie, die ältere lebt in Österreich, die jüngere in den USA.
Wolfgang Matzke wurde am 6.Dezember 1933 in Wien als ältestes von drei Geschwistern geboren, seine Mutter stammte aus Heidenreichstein und besaß dort ein Haus, sein Vater war Finanzbeamter, ursprünglich aus Bad Traunstein (NÖ). Er wuchs in Heidenreichstein auf, wo er auch die Volkschule besuchte und hatte dort eine schöne Kindheit, wovon er viel draußen verbrachte. Während der Zeit des Nationalsozialismus waren seine Eltern bekennende NSDAP-Anhänger, sodass er während den Kriegsjahren zu einer Napola Schule ging, ehe er nach Kriegsende an ein Realgymnasium in Waidhofen an der Thaya wechselte. Hier machte er 1952 seine Matura. 1952 bis 1957 studierte er in Wien an der BOKU Gartenbau, anschließend arbeitete er bei den Bundesgärten in Schönbrunn, wo er auch eine Gärtnerlehre absolvierte.
Unzufrieden mit seinem Posten entschied Matzke sich, sich weiterzubilden und studierte von 1959 bis 1961 an der Ohio State University in Columbus (USA) mit einem Fullbright- und Forschungsstipendium. Kurz vor seiner Abreise lernte er seine Ehefrau Rosemarie kennen und holte sie in die USA nach, wo sie heirateten. Die erste gemeinsame Tochter kam ebenfalls in den USA zur Welt. Nach der Rückkehr nach Österreich arbeitete Matzke als Vertragslehrer bei der HBLVA für Gartenbau in Wien, zu dieser Zeit wurde die zweite Tochter geboren.
1964 entschieden sich Wolfgang Matzke und seine Familie in die USA zurückzukehren, wo sie in Columbia und Lithopolis in Ohio lebten. Matzke arbeitete bei zwei Firmen als Landscape Salesman sowie als Gartengestalter. Nach Bedenken, dass sie in den USA nicht „alt werden wollen“ entschied sich die Familie 1982 nach Österreich zurückzukehren, wo Wolfgang Matzke bei der Baumschule Christenson arbeitete. Anschließend folgte eine Anstellung als Vertragslehrer und Leiter der Abteilung „Zierpflanzen im Freiland“ an der HBLVA für Gartenbau in Wien. Seine letzte Vertragsarbeit war als Lektor an der Universität für Bodenkultur in Wien.
Zum Zeitpunkt des Interviews ist Wolfgang Matzke seit über 20 Jahren pensioniert, er hält aber weiterhin Vorträge und Vorlesungen. Er pflegte seine Frau bis zu ihrem Tod 2015 und lebt seither in der B.R.O.T Wohngemeinschaft in Kalksburg, wo er sich aktiv um die Bepflanzung und gärtnerische Instandhaltung der Anlage kümmert. Auch ist er ehrenamtlich bei Projekten wie „Books for Trees“, sowie bei der Gemeinschaft zur Instandhaltung der Perchtoldsdorfer Heide aktiv und singt zudem im Chor der Begegnung in Wien Liesing. Seine beiden Töchter sind erwachsen und haben Familie, die ältere lebt in Österreich, die jüngere in den USA.