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Oral History Interview mit Peter Haumer, 3. Termin

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Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Oral History Interview mit Peter Haumer an vier Terminen

Katalogzettel

Titel Oral History Interview mit Peter Haumer, 3. Termin
Titelzusatz Geboren 1956 in Wien: Orgelbauer, Metallfacharbeiter, Industriefacharbeiter, Trotzkist, Gründungsmitglied der „Internationalen kommunistischen Liga“, Betriebsrat, Lehrlingsausbilder, Betreuer für Menschen mit Behinderung, Autor, Vater, Pensionist
Urheber/innen und Mitwirkende Haumer, Peter [Interviewte/r]
Engels, Isabelle [Interviewer/in]
Österreichische Mediathek [Produzent]
Datum 2026.07.28 [Aufnahmedatum]
Ort Wien [Aufnahmeort]
Schlagworte Gesellschaft ; Interview ; Alltag ; Familie ; Arbeitsbedingungen ; Handwerk und Gewerbe ; Industrie ; Faschismus und Nationalsozialismus ; Soziales ; Bildung und Schulwesen ; Marxismus und Kommunismus ; Parteien / KPÖ ; Sozialismus und Sozialdemokratie ; Demonstration ; Streik ; Reise ; Krieg ; Erster Weltkrieg ; Zweiter Weltkrieg ; Arbeitnehmerverbände ; autoritärer Ständestaat ; Republikanischer Schutzbund ; Revolution ; Bergbau ; Bundesheer ; Diktaturen und totalitäre Regime ; Diskussion ; Hilfe ; Instrumente - Trompete ; Instrumente - Orgel ; Linksextremismus ; Menschen mit Behinderungen ; Interessensvertretungen ; Soziales ; Widerstand
20. Jahrhundert - 30er Jahre
20. Jahrhundert - 40er Jahre
20. Jahrhundert - 50er Jahre
20. Jahrhundert - 60er Jahre
20. Jahrhundert - 70er Jahre
20. Jahrhundert - 80er Jahre
20. Jahrhundert - 90er Jahre
21. Jahrhundert - Nullerjahre
21. Jahrhundert - 10er Jahre
21. Jahrhundert - 20er Jahre
Typ audio
Format DANSA [Digitale Ansichtskopie Audio]
DARCHA [Digitale Archivkopie Audio]
Gesamtwerk/Reihe Oral History Interview mit Peter Haumer an vier Terminen

Information

Inhalt

Gesprächsthemen: Mähren – Schlosser – Schlosserei – Wien – Floridsdorf – Leopoldau – Deutsch-Wagram – Strasshof an der Nordbahn – Eisenbahn – Eisenbahner – Widerstand Großmutter – Großvater – Ehe – Heirat – Heiratsverbot - Beziehung – Selbstmordversuch – Suizidversuch - uneheliches Kind – Arbeit – Arbeiter/ Arbeiterin – Arbeiterklasse / Arbeiterinnenklasse – Klassenbewusstsein – soziale Schicht – Metallarbeiter – Schlosserlehre – Lehre – Onkel - Wirtschaftskrise – Nazi – Partei - Sozialdemokratie – Sozialdemokrat / Sozialdemokratin – Kommunismus – Kommunist / Kommunistin - NSDAP – Nazi – illegaler Nationalsozialist – Zweiter Weltkrieg – Mutter - Dienstmädchen – Nachkriegszeit – Sowjetische Besatzungssoldaten – Bruder – Politik – politisch – Gewalt – Gewalt in der Familie – Schule – Volkschule - Lehrerin – Gymnasium – Lesen – Sprache – Dialekt – Instrument – Blasinstrument - Trompete – Musik – Orgel – Orgelbau – Orgelbauer - Politisierung - Verband Sozialistischer Mittelschüler“ (VSM) – radikal – linksradikal - revolutionär – Revolution – revolutionäre Sozialisten – Trotzkist – Trotzkismus – Leo Trotzki –„Internationale kommunistische Liga“ - Selbstorganisierung – Selbstorganisation – „General Motors“ – Industrie – Betrieb – Industriebetrieb – Arbeitsplatz – Linke – Bundesheer – Zivildienst – Marxist – marxistisch – Wohngemeinschaft – WG – proletarisch – Proletariat – Flugblätter – Gewerkschaft – Betriebsrat – klandestin - Streik – Kontrolle – Überwachung – Maschine – Maschinenbau - Britischer Bergarbeiterstreik – Großbritannien - Bergarbeiter – Bergbau – Polizei – Kündigung – Freistellung – Arbeitslosigkeit - Arbeitssuche – Bewerbung – Arbeitgeber - Gerechtigkeit – Ungerechtigkeit – Solidarität – „Cincinetti Milacrom“ – „Ingram Cactus“ – Verhandlung – Krieg in Ex-Jugoslawien – Organisation – Räte - Rätebewegung - Rätekommunismus – Anarchismus – Bolschewiken – Bolschewismus – Anarchosyndikalismus – Spanien – Vaterrolle – Vaterschaft - Frau – Ehefrau – Kinder - Vereinbarkeit von Familie und Beruf - Gemeindebau – „Paul-Speiser-Hof“ – Schutzbund – 1934 – Sohn – Konflikt – Wendepunkt – Jobwechsel – Jugend am Werk (JaW) – Arbeitsmarkt – Menschen mit Behinderung – Behinderung - Lehrlingsausbilder –Werkstätten – Lehrwerkstätten- Pädagogik – Bildungskarenz – Gewalt – Sexualität – Puff – Bordell - Tabu – Arbeitskonflikt – Pension – Autor – Buch – Schreiben - Julius Dickmann – Anna Buchsbaum (geb. Anna Fried) – jüdisch - Oral History – Recherche - Postkarten – Harvard University – Publikation – Mandelbaum-Verlag – Faschismus - Nationalsozialismus – DÖW (Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands) –
Gabriella Hauch – Theaterspielen – Theatergruppe - Papiertheater – Geld - Reisen –
Internationalistische Linke - „permanente Revolution“ – Karl Marx – russische Revolution – bürgerlich – Sozialismus – Bewegung – Lissabon – Genosse / Genossin – Maoismus - antistalinistisch – Solidarność – Ägypten – Spenden – Hilfe – Telefon – Margaret Thatcher – Kohlebergwerk – Sri Lanka - Edmund Samarakkody – Jugoslawien – Serbien – Zerfall Jugoslawiens - Betriebsschließung - Betriebsbesetzung – Fabrik – Selbstverwaltung –MAN (Fahrzeug- und Maschinenbau) - ÖAF (Österreichische Automobilfabrik) – Ernst Schmidt – Rheinmetall – Flugblatt – 68er-Bewegung – Ökologiebewegung – Besetzung der Hainburger Au – Die Grünen – Günther Nenning – Ökologie – Natur - Kapitalismus – Anti-Apartheid-Bewegung – Zerfall der Sowjetunion - Wende 1989 – „Bruckhaufen“ – Floridsdorf – Erster Weltkrieg - Arbeiterräte / Arbeiterinnenräte – Schwiegervater – Garten – Feldpostbrief – Krieg – Donau - Besiedelung – Bretteldorf - Pacht – Siedlerbewegung – Deserteur
ZUSAMMENFASSUNG DES INTERVIEWS / KURZBIOGRAFIE

Peter Haumer wurde 1956 in Wien geboren. Der Schlosserei im Familienbetrieb prägte den Alltag seiner Kindheit. Einen roten Faden der Erzählung bilden die Herkunft aus einer Arbeiterfamilie, von der politischen Orientierung her vorwiegend Kommunisten und Sozialdemokraten. Er erzählt von der Widerständigkeit einzelner Familienmitglieder, deren Aufstehen gegen Ungerechtigkeiten aller Art. Dies trifft auch auf den Interviewpartner zu. Seine politische Sozialisation führte ihn vom VSM (Verband sozialistischer Mittelschüler), zu den Revolutionären Sozialisten und Trotzkisten. Er begründete mit anderen die „Internationale kommunistische Liga“. PH beschreibt seine politischen Tätigkeiten in biografischer Weise, und reflektiert die marxistischen Denkrichtungen und Anliegen gleichzeitig in kritischer Weise. Reisen führten ihn bereits als unter 20jährigen in Länder, in denen Revolutionen in Gang waren oder zu Streikenden und Betriebsbesetzungen, um Solidarität zu zeigen.
PH macht die Lehre zum Orgelbauer und übte diesen Beruf einige Jahre aus. In der Hoffnung auf die permanente Revolution, die von den Werktätigen in den großen Betrieben ausgehen sollte, wechselte er zum General Motors Werk und war in weiteren Industriebetrieben als Facharbeiter tätig. Stets war er auch arbeitspolitisch engagiert, großteils klandestin, er erzählt von Streiks, die er (mit)organisiert hat. PH engagierte sich in den Betriebsräten und war einmal Betriebsratsvorsitzender. Kündigungen erfolgten aufgrund seiner politischen Ausrichtung. Ein Wendepunkt in seinem Berufsleben erfolgte aufgrund der hohen zeitlichen Beanspruchung, die zulasten seiner Frau und Kinder ging. Ab dem 40. Lebensjahr bis zur Pensionierung war Peter Haumer bei „Jugend am Werk“ tätig – als Lehrlingsausbilder und in den Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Daneben begann er sein erstes Buch zu schreiben (über Julius Dickmann), weitere folgten. Der Interviewpartner beschäftigte sich bereits auch mit der eigenen Familiengeschichte und weiß über seine Wohngegend zu berichten – den „Bruckhaufen“ in Wien-Floridsdorf, ein ehemaliges „Bretteldorf“ von Flüchtlingen des Ersten Weltkriegs.

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