Oral History Interview mit Mitra (Pseudonym), 4. Termin
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Oral History Interview mit Mitra (Pseudonym) an vier Terminen
Katalogzettel
| Titel | Oral History Interview mit Mitra (Pseudonym), 4. Termin |
| Titelzusatz |
Geboren 1969 in Teheran (Iran): Aufwachsen im Iran, Miterleben der Islamischen Revolution, Emigration nach Österreich, Biomedizinische Analytikerin, zivilgesellschaftliches Engagement, Frauenrechtsaktivistin |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Mitra [Interviewte/r]
Ivancic, Dominik [Interviewer/in] Österreichische Mediathek [Produzent] |
| Datum |
2025.10.21 [Aufnahmedatum] |
| Ort |
Wien [Aufnahmeort]
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| Schlagworte | Gesellschaft ; Interview ; Alltag ; Familie ; Arbeitsbedingungen ; Demonstration ; Diktaturen und totalitäre Regime ; Fotografie ; Islam ; Krieg ; Menschenrechte ; Migration ; Sprache ; Zivilgesellschaft ; Frauen ; Medizin ; Bildung und Schulwesen |
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20. Jahrhundert - 70er Jahre
20. Jahrhundert - 80er Jahre 20. Jahrhundert - 90er Jahre 21. Jahrhundert - Nullerjahre 21. Jahrhundert - 10er Jahre 21. Jahrhundert - 20er Jahre |
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| Typ | audio |
| Gesamtwerk/Reihe | Oral History Interview mit Mitra (Pseudonym) an vier Terminen |
Information
Inhalt
Gesprächsthemen: Islam – Islamische Revolution – Iranische Revolution – Iran – Iran-Irak-Krieg –Multiple Sklerose / MS – Feminismus – Frauenrechte – Auswanderung – Auswanderungspläne – Teheran – Familie – Schwester – Großvater – Großmutter – Mutter – Vater – Europa – Deutschland – Wien – Onkel – Tante – Cousine – Cousin – Freundschaft – GIF - Gesellschaft unabhängiger Iranischer Frauen in Österreich – Abschied – Zivilgesellschaftliches Engagement – Schule – Deutschkurs – Hinrichtungen –– Brand – Denunziation – Verhaftung – Gefängnis – Demonstration – Hausdurchsuchung – Revolutionsgarde – Konfiskation – Kopftuch – Bombardierung – Israelisch-iranischer Krieg 2025 – Schwarzmarkt – Kriegsdienst – Lyrik – Tod – erste Liebe – Schah – Musik –– Popmusik – Hafis – Kindheit – katholische Schule – Bücher – Reisen – Freiheit – Beziehung – Geschwisterbeziehung – Jugend – Party – Polizeigewalt – Universität – Briefe – Türkei – Istanbul – Botschaft – Visum – Korruption – Schlepper – Heimweh – Telefonieren – Kanada – Schwangerschaft – Jugendwohnheim – Rezeptionistin – außerordentliches Studium – Kellnerin – Schwarzarbeit – Schlaganfall – Demenz – Unabhängigkeit – FPÖ – Social Media – Romanistik – Dolmetscherin – Informatik – Bürgschaft – Arbeitsbewilligung – Staatsbürgerschaft – Biologie – Arbeitsmarkt – Biomedizinische Analytikerin – AKH – Nichte – Babysitterin – Veterinärmedizinische Universität Wien – Rechtsanwalt – Kredit – Oper – Trauzeugin – MA 17 – Johanna Dohnal – Farsi – Ehemann – Amnesty International – Netzwerk Frauenrechte – Integration – Sprachbarriere – Nostrifizierung – Vorstudienlehrgang – Exil – Theater – Geschichte – Virologie – Krebstherapie – Pathologie – Diagnostik – Pessimismus – Schweden – Import – Menschlichkeit – soziale Ungleichheit – Armut – Kinderarbeit – Alexander Van der Bellen – Aktivismus – Afghanistan – Generationsunterschiede – „Persepolis“ – 9/11 – Gaza – Israel – Cello – Persisches Neujahrfest – Geburtstagsfeier – Fasching – Verkleidung – Tanz – Hochzeit – Geburt – Oriana Fallaci – Foto – Kino – Shohreh Aghdashloo – Friedrich Zawrel – Französisch
ZUSAMMENFASSUNG DES INTERVIEWS / KURZBIOGRAFIE
Mitra ist im Iran geboren und aufgewachsen. Bereits vor der Islamischen Revolution gab es einen Auswanderungsversuch der Familie nach Deutschland, der mit der Rückkehr in den Iran endete. Mitra erlebte die Islamische Revolution als Kind/Jugendliche, die gesellschaftlichen Umbrüche und die Auswirkungen des Iran-Irak-Kriegs. In dieser Zeit ist sie auch an Multiple Sklerose erkrankt, was aber erst viel später diagnostiziert wurde. Sie erzählt von ihrer ersten Liebe, dem besonderen Stellenwert von Gedichten, Musik, Familie und Freundschaften in ihrem Leben. Ihre Eltern wurden auf Grund einer Denunziation kurzzeitig verhaftet. Mitra und ihre Schwester wurden schließlich selbst auf einer Party mit anderen Jugendlichen kurzzeitig verhaftet. Bald nach dieser Erfahrung beschlossen die Geschwister, das Land zu verlassen. Die Schwestern reisten mit Nachbarn in die Türkei, erhielten ein Visum und wanderten nach Österreich aus. Ihre Schwester zog nach Kanada, Mitra blieb in Österreich zurück. Mitra berichtet von den Schwierigkeiten, in Österreich beruflich und persönlich anzukommen. Sie begann zu studieren und erhielt nach einigen Jahren eine Arbeitsbewilligung und bald darauf die österreichische Staatsbürgerschaft. Sie arbeitete zunächst für ein Forschungsprojekt an der Veterinärmedizinischen Universität Wien und später als Biomedizinische Analytikerin im AKH. Sie begann sich zivilgesellschaftlich in Wien zu engagieren und betätigt sich auch zum Zeitpunkt des Interviews noch in Vereinen, die für iranische und internationale Frauenrechte kämpfen.
Mitra ist im Iran geboren und aufgewachsen. Bereits vor der Islamischen Revolution gab es einen Auswanderungsversuch der Familie nach Deutschland, der mit der Rückkehr in den Iran endete. Mitra erlebte die Islamische Revolution als Kind/Jugendliche, die gesellschaftlichen Umbrüche und die Auswirkungen des Iran-Irak-Kriegs. In dieser Zeit ist sie auch an Multiple Sklerose erkrankt, was aber erst viel später diagnostiziert wurde. Sie erzählt von ihrer ersten Liebe, dem besonderen Stellenwert von Gedichten, Musik, Familie und Freundschaften in ihrem Leben. Ihre Eltern wurden auf Grund einer Denunziation kurzzeitig verhaftet. Mitra und ihre Schwester wurden schließlich selbst auf einer Party mit anderen Jugendlichen kurzzeitig verhaftet. Bald nach dieser Erfahrung beschlossen die Geschwister, das Land zu verlassen. Die Schwestern reisten mit Nachbarn in die Türkei, erhielten ein Visum und wanderten nach Österreich aus. Ihre Schwester zog nach Kanada, Mitra blieb in Österreich zurück. Mitra berichtet von den Schwierigkeiten, in Österreich beruflich und persönlich anzukommen. Sie begann zu studieren und erhielt nach einigen Jahren eine Arbeitsbewilligung und bald darauf die österreichische Staatsbürgerschaft. Sie arbeitete zunächst für ein Forschungsprojekt an der Veterinärmedizinischen Universität Wien und später als Biomedizinische Analytikerin im AKH. Sie begann sich zivilgesellschaftlich in Wien zu engagieren und betätigt sich auch zum Zeitpunkt des Interviews noch in Vereinen, die für iranische und internationale Frauenrechte kämpfen.