Mitwirkende:
Zoglauer, Franz [Moderation]
Datum:
2014.08.11 [Sendedatum]
2014.08.10 [Erst-Sendedatum]
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Schlagworte:
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Kultur
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Theater
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TV-Mitschnitt
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Typ:
video
Signatur:
12-10492_02
Inhalt:
Der Glanz ist in Gefahr
Noch glänzen die Salzburger Festspiele wie in alten Zeiten.
Mit Stars und Glamour, mit Netrebko und Domingo und mit einem unvergleichlich schönen „Rosenkavalier“. Nach dem von der Politik erwünschten vorzeitigen Abgang von Alexander Pereira beginnt nächstes Jahr ein zweijähriges Interregnum und erst 2017 die neue Intendanz von Markus Hinterhäuser. Sorgen um Finanzen, Sponsoren und die künftige Ausrichtung des Festivals, werden vom Kulturexperten Franz Zoglauer in Interviews ebenso angesprochen wie die Haltung der Politik gegenüber den Festspielen.
Intendant Alexander Pereira etwa kritisiert „die Unverantwortlichkeit, dass die Politik über 14 Jahre es den Festspielen überlassen habe, für die Tariflohnerhöhung das Geld aufzutreiben. Über die heuer beschlossene Erhöhung der Subvention von 2,5 Millionen Euro meint Pereira: „Die ist spätestens, wenn Markus Hinterhäuser antritt, aufgefressen.“ Der neue interimistische Leiter Sven Eric Bechtolf schlägt, um ein künftiges Desaster a la Burgtheater zu vermeiden, eine perspektivische Neuregelung nach dem Vorbild der Universitäten vor, „dass man einen Rahmenvertrag über drei Jahre hat, in dem die Lohnerhöhungen mit bedacht sind. Dann ist es für alle eine überschaubare Sache. Wir brauchen Handlungsspielraum.“
Pultstar Franz Welser-Möst warnt vor den steigenden Produktionskosten. „Mir kommt manchmal vor, dass es einen Wettbewerb gibt; was teurer ist, ist besser und das stimmt eben nicht.“ Der Wiener Generalmusikdirektor wünscht sich „ein unverwechselbares Festival, bei dem nicht auf Grund finanzieller Schwierigkeiten der leichte, gefällige Weg gesucht wird, um Karten zu verkaufen.“
Der langjährige Kenner der Festspiele, ATV-Eigentümer Dr. Herbert G. Kloiber meint, die Festspiele wären ein Kulturbetrieb geworden, der sich in Routine festgefressen habe. „ Wenn ich an nächstes Jahr denke und bei dem Zyklus von Mozarts da Ponte Opern der Einspringer des Einspringers dirigiert, dann ist das nicht Festspielniveau. Das braucht man sich in Salzburg weder für 420 noch für 240 Euro anschauen.“ In weiteren Interviews sprechen die Schauspieler Elisabeth Orth und Peter Matic und die Sänger Anna Prohaska und Günther Groissböck.
Eine Glanzrolle für Anna Netrebko
Die russische Diva lässt derzeit in Salzburg ihre Fans, Fotografen und Journalisten aus aller Welt außer Atem kommen. Als Leonore hat sie in „Il Trovatore“ schon in Berlin mit Placido Domingo als sie umwerbender Bariton Publikum und Presse begeistert. Ihr Tenor ist diesmal der kultivierte 37 jährige Italiener Francesco Meli. Regisseur Alvis Hermanis lässt die Oper in einem Museum spielen. Ein Bericht von der mit Spannung erwarteten Produktion.