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Der seltsame Herr Gurlitt

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Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks kultur.montag

Katalogzettel

Titel Der seltsame Herr Gurlitt
Titelzusatz Kulturmontag Dokumentation
Spieldauer
Urheber/innen und Mitwirkende Stadler, Clarissa [Moderation] [GND ]
Remy, Maurice Philip [Regie]
ORF 2 [Sendeanstalt]
Datum 2014.03.24 [Sendedatum]
Schlagworte Kultur ; Portrait ; Dokumentation ; TV-Mitschnitt
Typ video
Format DVD [DVD]
Sprache Deutsch
Signatur 12-10197_02
Medienart DVD
Gesamtwerk/Reihe kultur.montag

Information

Inhalt

Jahrzehntelang hütete Cornelius Gurlitt in seinem Salzburger Haus und in seiner Münchner Wohnung einen einzigartigen Kunstschatz, den sein Vater, ein Kunsthändler, unter zweifelhaften Umständen in der Nazi-Zeit zusammengetragen hatte.
Regisseur Maurice Philip Remy, begibt sich auf eine spannende, investigative Reise nach den Spuren von Herrn Gurlitt und seinen Kunstschätzen.
Fragen von Besitz und Eigentum, Recht und Moral stehen im Zentrum der Dokumentation um den Fall Gurlitt, der seit Monaten die internationalen Medien beschäftigt.

Anfangs erscheint der "seltsame" Herr Gurlitt zunächst als Täter - erst später kommen Stimmen auf, die ihn als Opfer des Systems sehen.

Er versteht nicht, warum sich die Menschen so für "sein Privateigentum" interessieren. Er wirkt zurückgeblieben in einer anderen Zeit: Vor Jahrzehnten scheint er alle Kontakte mit der modernen Welt abgeschlossen zu haben. Er kennt kein Handy, schaut seit Jahrzehnten nicht fern und lebt sehr zurückgezogen.

Im November 2013 kommt der 81-jährige Cornelius Gurlitt in die Schlagzeilen: Plötzlich beginnen sich die Medien für seine Geschichte zu interessieren. Die bei Gurlitt bereits 2012 gefundenen und von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmten Werke sind ein beispielloser Kunstschatz: Bilder von Marc Chagall, Max Beckmann, Franz Marc, Pablo Picasso und Henri Matisse sind nur die klingendsten Namen unter zirka 1500 Werken.

Die rätselhafte Sammlung stammt aus dem Erbe seines Vaters, Hildebrand Gurlitt. Dieser war Kunstkritiker, Museumsdirektor und Händler und starb 1956. Nach 1933 machte er Geschäfte mit den Nazis. Nach dem Tod des Vaters gingen die Werke in den Besitz seines Sohnes Cornelius über.

Hat Hildebrand Gurlitt Unrecht getan, um an die Bilder zu kommen? Wusste der Erbe von der Herkunft der Bilder? Das wissen zurzeit weder Staatsanwaltschaft und Wissenschaftler noch die Politik. Cornelius Gurlitt, der nur weg will von diesem Ort, an dem er der Verfolgte ist, weiß es auch nicht.

Im Februar 2014 ein Knalleffekt: in Gurlitts Salzburger Haus, in dem er jahrzehntelang lebte, wird der wohl wertvollste Teil seiner Kunstsammlung entdeckt.

Viele Bilder, viele Rätsel. Ist es wirklich "Raubkunst"? Wem gehören die Bilder? Und wie geht man mit dem Unrecht an den möglichen Erben der Werke und dem Unrecht, das womöglich heute Cornelius Gurlitt geschieht, um?

In dieser packenden, investigativ angelegten Dokumentation stehen führende Experten und Beteiligte – Cornelius Gurlitt kommt selbst zu Wort – Rede und Antwort. Anhand von teilweise unveröffentlichtem Material wird die Geschichte des "seltsamen Herr Gurlitt" erzählt, die auch die Grenzen von Recht und Moral aufzeigt, erzählt.

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