14 - Tagebücher des Ersten Weltkriegs (2/4)
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks 14 – Tagebücher des Ersten Weltkriegs (in 4 Folgen)
Katalogzettel
| Titel | 14 - Tagebücher des Ersten Weltkriegs (2/4) |
| Titelzusatz |
2. Folge - Die Front |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
ARD [Sendeanstalt]
ORF 2 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2014.05.27 [Sendedatum] 2014.05.20 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Gesellschaft ; Dokumentarfilm ; Erster Weltkrieg ; Krieg ; Geschichtswissenschaft ; TV-Mitschnitt |
| Typ | video |
| Format |
DFMPG [Dateiformat: MPG] DVD [DVD] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | E52-01304_K01, E52-01304, 12-10339_02 |
| Medienart | Mediendatei |
| Gesamtwerk/Reihe | 14 – Tagebücher des Ersten Weltkriegs (in 4 Folgen) |
Information
Inhalt
2. Folge. Die Front. Fast alle haben mit einem schnellen Ende des Kriegs gerechnet, bis Weihnachten, so ihre Überzeugung, sei alles überstanden. Stattdessen wird aus dem europäischen Konflikt ein Weltkrieg, in dem mehr als 60 Millionen Soldaten kämpfen. Aus dem Bewegungs- wird ein Stellungskrieg. Neue Artilleriegeschütze, Maschinengewehre und Giftgas fordern immer mehr Opfer. Aus Anlass des 100. Jahrestags des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs zeichnet die vierteilige Doku-Drama-Serie "14 - Tagebücher des Ersten Weltkriegs" ein neues Bild dieser "Urkatastrophe" des 20. Jahrhunderts.
Durchhalten bis Weihnachten?
Fast alle haben mit einem schnellen Ende des Kriegs gerechnet. Bis Weihnachten, so ihre Überzeugung, sei alles überstanden. Stattdessen wird aus dem europäischen Konflikt ein Weltkrieg, in dem mehr als 60 Millionen Soldaten kämpfen. Aus dem Bewegungs- wird ein Stellungskrieg. Neue Artilleriegeschütze, Maschinengewehre und Giftgas erfordern immer mehr Opfer. In aller Eile werden Hilfsschwestern und Sanitäter ausgebildet. Doch auch sie können wenig ausrichten gegen die Zerstörungskraft der neuen Waffen. Nicht mehr Tapferkeit und Mut, sondern allein der Zufall bestimmt, ob der Einzelne überlebt oder nicht. Trotzdem wird weitergekämpft. So viele Menschen sind gestorben, dass deren Opfer nicht vergeblich sein darf. Nur der Sieg kann sie rechtfertigen. Verständigung und Frieden sind vor diesem Hintergrund unmöglich geworden.
Sarah Macnaughtan stammt aus einer wohlhabenden britischen Familie und hat bereits im Südafrika-Krieg Erfahrung als Krankenschwester gesammelt. Als Helferinnen für die britische Armee in Belgien gesucht werden, meldet sie sich freiwillig. Mit einer kleinen Schar unerfahrener junger Frauen bricht sie an die Front auf und erlebt dort die Schrecken des Krieges und den ersten Einsatz von giftigem Chlorgas bei Ypern, bei dem Tausende Soldaten sterben.
Der Österreicher Karl Kasser erlebt die schweren Kämpfe an der Ostfront. Im Schützengraben leidet er unter Hunger, Ratten und Dreck und unter dem ewigen Warten auf den nächsten Angriff. Einziger Trost für ihn sind die Feldpost-Briefe aus der Heimat. Bei einem Angriff wird ein Kamerad schwer verwundet. Er fleht Kasser an, bei ihm zu bleiben. Aber um nicht selbst zu sterben, muss er ihn liegen lassen. Kurz darauf wird auch er von einer Kugel getroffen.
Nach Tagen im Zug erreicht Marina Yurlova die russische Front. Ihren Vater findet sie dort nicht, aber sie lernt Kosel kennen, einen Soldaten, der sich um sie kümmert. Sie bekommt die Aufgabe, für die Pferde zu sorgen. In der Kosaken-Einheit wird sie zur Kindersoldatin. Schließlich meldet sie sich freiwillig zu einem Stoßtruppunternehmen. Dabei kommt Kosel, ihr Beschützer, im Maschinengewehrfeuer um.
Auf einer Patrouille im Niemandsland verliert Ernst Jünger die Orientierung und wird von Soldaten seines Zuges gerettet. Doch dann gerät er in eine britische Offensive, die mit massivem Artilleriefeuer eingeleitet wird. Sieben Tage und Nächte dauert der Beschuss und zermürbt die deutschen Soldaten. Sie lernen, dass das Überleben nur noch vom Zufall abhängt: „Ich habe keine Angst zu sterben. Aber wenn es denn sein muss, dann Mann gegen Mann, nicht wie ein Insekt, das von einem Stiefel zufällig zertreten wird.“
Fast alle haben mit einem schnellen Ende des Kriegs gerechnet. Bis Weihnachten, so ihre Überzeugung, sei alles überstanden. Stattdessen wird aus dem europäischen Konflikt ein Weltkrieg, in dem mehr als 60 Millionen Soldaten kämpfen. Aus dem Bewegungs- wird ein Stellungskrieg. Neue Artilleriegeschütze, Maschinengewehre und Giftgas erfordern immer mehr Opfer. In aller Eile werden Hilfsschwestern und Sanitäter ausgebildet. Doch auch sie können wenig ausrichten gegen die Zerstörungskraft der neuen Waffen. Nicht mehr Tapferkeit und Mut, sondern allein der Zufall bestimmt, ob der Einzelne überlebt oder nicht. Trotzdem wird weitergekämpft. So viele Menschen sind gestorben, dass deren Opfer nicht vergeblich sein darf. Nur der Sieg kann sie rechtfertigen. Verständigung und Frieden sind vor diesem Hintergrund unmöglich geworden.
Sarah Macnaughtan stammt aus einer wohlhabenden britischen Familie und hat bereits im Südafrika-Krieg Erfahrung als Krankenschwester gesammelt. Als Helferinnen für die britische Armee in Belgien gesucht werden, meldet sie sich freiwillig. Mit einer kleinen Schar unerfahrener junger Frauen bricht sie an die Front auf und erlebt dort die Schrecken des Krieges und den ersten Einsatz von giftigem Chlorgas bei Ypern, bei dem Tausende Soldaten sterben.
Der Österreicher Karl Kasser erlebt die schweren Kämpfe an der Ostfront. Im Schützengraben leidet er unter Hunger, Ratten und Dreck und unter dem ewigen Warten auf den nächsten Angriff. Einziger Trost für ihn sind die Feldpost-Briefe aus der Heimat. Bei einem Angriff wird ein Kamerad schwer verwundet. Er fleht Kasser an, bei ihm zu bleiben. Aber um nicht selbst zu sterben, muss er ihn liegen lassen. Kurz darauf wird auch er von einer Kugel getroffen.
Nach Tagen im Zug erreicht Marina Yurlova die russische Front. Ihren Vater findet sie dort nicht, aber sie lernt Kosel kennen, einen Soldaten, der sich um sie kümmert. Sie bekommt die Aufgabe, für die Pferde zu sorgen. In der Kosaken-Einheit wird sie zur Kindersoldatin. Schließlich meldet sie sich freiwillig zu einem Stoßtruppunternehmen. Dabei kommt Kosel, ihr Beschützer, im Maschinengewehrfeuer um.
Auf einer Patrouille im Niemandsland verliert Ernst Jünger die Orientierung und wird von Soldaten seines Zuges gerettet. Doch dann gerät er in eine britische Offensive, die mit massivem Artilleriefeuer eingeleitet wird. Sieben Tage und Nächte dauert der Beschuss und zermürbt die deutschen Soldaten. Sie lernen, dass das Überleben nur noch vom Zufall abhängt: „Ich habe keine Angst zu sterben. Aber wenn es denn sein muss, dann Mann gegen Mann, nicht wie ein Insekt, das von einem Stiefel zufällig zertreten wird.“