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Über die Schwelle – Die Angst des Künstlers vor dem Auftritt

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Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks kultur.montag

Katalogzettel

Titel Über die Schwelle – Die Angst des Künstlers vor dem Auftritt
Titelzusatz Kulturmontag Dokumentation
Spieldauer
Urheber/innen und Mitwirkende Traxl, Martin [Moderation] [GND ]
Thalberg, Beate [Regie]
ORF 2 [Sendeanstalt]
Datum 2014.08.11 [Sendedatum]
Schlagworte Kultur ; Dokumentation ; TV-Mitschnitt
Typ video
Format DVD [DVD]
Sprache Deutsch
Signatur 12-10545_02
Medienart DVD
Gesamtwerk/Reihe kultur.montag

Information

Inhalt

Angst, Schweißausbrüche, komplette Leere im Kopf - kurz vor dem Auftritt erleben Künstler und Künstlerinnen unerträgliche Situationen. Und das nicht nur jetzt, zur Festspielzeit in Salzburg, Bregenz oder Bayreuth.

Burgstar und Filmschauspielerin Petra Morzé kurz vorm Auftritt
Wird alles gutgehen? Wird es ein Karriere-Absturz? Wenn MusikerInnen oder SchauspielerInnen vor den Vorhang treten, dann durchschreiten sie einen undefinierten Übergang vom Dunkel ins Licht, von ihrer Privatsphäre in die Öffentlichkeit.

Einstiges "Wunderkind" und heutiger Stargeiger Julian Rachlin
Wie erleben sie den Augenblick des Auftritts, wie unterschiedlich gehen sie mit der Situation des Ausgeliefertseins um?

Regisseurin Beate Thalberg entlockt Opernstar Ferruccio Furlanetto, Schauspielerin Petra Morzé, Geigenvirtuose Julian Rachlin, Opern-Diva Annette Dasch, Schauspieler Nicholas Ofczarek oder Judith Holofernes von der Pop-Band "Wir sind Helden" erstaunliche Geständnisse.

Judith Holofernes von der Band "Wir sind Helden"
Wenn Künstlerinnen und Künstler die Schwelle zur Bühne überschreiten, dann müssen sie jedes Mal aufs Neue ihre Lebensängste bezwingen - und die vor dem Tod. Hinter der Auftrittsangst liegt oft die Furcht vor festen Bindungen, vorm Abschied oder Alleinsein.

Der Schritt über die Grenze – ein Übergangserlebnis des in der Sowjetunion geborenen Geigenstars Julian Rachlin - an der Steadyceam: Tom Pohanka
Der Umgang mit diesen Gefühlen kurz vorm Auftritt ist individuell und reicht vom Schweißausbruch bei Furlanetto, Scham bei Ofczarek bis zu Kicheranfällen bei Holofernes.

In Übergangssituationen ist man verletzlich und dem Ungewissen ausgesetzt. Sie fordern uns auf, Grenzen zu überschreiten, das Fremde zuzulassen. Die Schwelle markiert beides: ein Ende und einen Neuanfang. Sie grenzt ab und vereinigt, sie löst auf und definiert, sie bietet einen Übergang und einen Fluchtweg.

Annette Dasch berichtet von einer schmerzlichen Trennung, die sie als Kind fast nicht überwinden konnte: ein Umzug in Berlin. Dieselbe Straße. Drei Häuser weiter. Ferrucio Furlanetto erlebte den Übergang vom Studenten zum Bühnenstar mit Maestro Herbert von Karajan. Der ließ ihn kurz vor einem Vorsingen Blut und Wasser schwitzen. Neun Stunden lang. Der Meister hatte einfach keine Zeit. "Als ich dann endlich dran war, war jede Nervosität weg und mir war einfach nur mehr alles wurscht", so Furlanetto.

Petra Morzé ist sich der nahezu täglichen schmerzlichen Übergänge für sie beim Schritt auf die Bühne sehr bewusst und versucht, die Angst ins Leben zu integrieren. Mit unterschiedlichem Erfolg. Abschiede sind noch immer nicht ihre Spezial-Disziplin.
Judith Holofernes hätte durch einen schweren Unfall beinahe einen nahen Menschen verloren und stand an der Schwelle seines Todes. Seitdem habe sie die Angst vor solchen Übergängen verloren, sagt die Sängerin.

Ein Film ohne Experten, ohne erklärenden Text. Ein Film mit tiefen Einblicken in die private Gefühlswelt von Bühnenstars.

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