Mauerhase
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks kultur.montag
Katalogzettel
| Titel | Mauerhase |
| Titelzusatz |
Kulturmontag Dokumentation |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Stadler, Clarissa [Moderation]
[GND
]
Konopka, Bartek [Regie] ORF 2 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2014.10.06 [Sendedatum] 2009 [Produktionsdatum] |
| Schlagworte | Kultur ; Dokumentation ; TV-Mitschnitt |
| Typ | video |
| Format |
DVD [DVD] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | 12-10654_03 |
| Medienart | DVD |
| Gesamtwerk/Reihe | kultur.montag |
Information
Inhalt
Ein paradiesisches Leben in der bestbewachten Graslandschaft der Welt: Tausende Wildkaninchen behaupteten sich 28 Jahre lang zwischen Mauerbau und Mauerfall auf dem Grenz-Todesstreifen in Berlin gegen die Zumutungen politischer Didaktik.
Der Oscar nominierte Film und soeben für den wichtigsten deutschen Fernsehpreis, den Grimme-Preis, vorgeschlagene Film erzählt die Geschichte der deutsch-deutschen Teilung konsequent aus der Sicht der sich sprichwörtlich vermehrenden "Karnickel".
Ohne natürliche Feinde, geschützt auch vor Jägern und Hunden durch Stacheldraht, wurden die meisten von ihnen faul und richteten sich ein in diesem Leben. Andere gruben unterirdische Fluchtwege in die Freiheit.
Als die Grenze sich 1989 plötzlich in einer kalten Novembernacht öffnete, wurden die Mauerhasen heimatlos und mussten sich im Westen der Stadt völlig neu orientieren. Eine filmische Tierparabel, begleitet von einer Erzählstimme, die mit witzig-ironischem Unterton interessante Hintergrundinformationen für den Zuschauer bereithält.
Wie ernsthaft die Groteske aber auch ist, zeigt eine Szene im Film, die beschreibt, wie die sogenannten "Republikflüchtlinge" über den 120 Kilometer langen Todesstreifen gejagt wurden wie die Hasen; auf die Kaninchen zu schießen, war den Grenzsoldaten allerdings streng verboten.
Über das Leben der Feldhasen nach der Mauer weiß ein Evolutionsbiologe im Film Erstaunliches zu berichten: "Wenn überhaupt Tiere eine gute Startchance hatten im vereinten Berlin, dann waren es die jungen Kaninchen. Die waren noch nicht so fixiert wie die Alten, die waren flexibel."
Der Oscar nominierte Film und soeben für den wichtigsten deutschen Fernsehpreis, den Grimme-Preis, vorgeschlagene Film erzählt die Geschichte der deutsch-deutschen Teilung konsequent aus der Sicht der sich sprichwörtlich vermehrenden "Karnickel".
Ohne natürliche Feinde, geschützt auch vor Jägern und Hunden durch Stacheldraht, wurden die meisten von ihnen faul und richteten sich ein in diesem Leben. Andere gruben unterirdische Fluchtwege in die Freiheit.
Als die Grenze sich 1989 plötzlich in einer kalten Novembernacht öffnete, wurden die Mauerhasen heimatlos und mussten sich im Westen der Stadt völlig neu orientieren. Eine filmische Tierparabel, begleitet von einer Erzählstimme, die mit witzig-ironischem Unterton interessante Hintergrundinformationen für den Zuschauer bereithält.
Wie ernsthaft die Groteske aber auch ist, zeigt eine Szene im Film, die beschreibt, wie die sogenannten "Republikflüchtlinge" über den 120 Kilometer langen Todesstreifen gejagt wurden wie die Hasen; auf die Kaninchen zu schießen, war den Grenzsoldaten allerdings streng verboten.
Über das Leben der Feldhasen nach der Mauer weiß ein Evolutionsbiologe im Film Erstaunliches zu berichten: "Wenn überhaupt Tiere eine gute Startchance hatten im vereinten Berlin, dann waren es die jungen Kaninchen. Die waren noch nicht so fixiert wie die Alten, die waren flexibel."