Zeichnen gegen das Vergessen
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks kultur.montag
Katalogzettel
| Titel | Zeichnen gegen das Vergessen |
| Titelzusatz |
Kulturmontag Dokumentation |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Stadler, Clarissa [Moderation]
[GND
]
Jacks, Bärbel [Regie] ORF 2 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2015.04.20 [Sendedatum] 2014 [Produktionsdatum] |
| Schlagworte | Kultur ; Dokumentation ; TV-Mitschnitt |
| Typ | video |
| Format |
DVD [DVD] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | 12-11259_03 |
| Medienart | DVD |
| Gesamtwerk/Reihe | kultur.montag |
Information
Inhalt
Am New York Filmfestival mit drei "Gold World Medals" ausgezeichnet spielt der ORF die Dokumentation als TV-Weltpremiere.
Mit Kohlestift auf grober Juteleinwand zeichnet der Maler Manfred Bockelmann die Porträts getöteter Kinder. Auf den Bildern blicken sie den Betrachter verängstigt und völlig entwurzelt an.
"Warum ich?", fragen sie. Die Kinder waren zwischen zwei und achtzehn Jahre alt und wurden in den Konzentrationslagern Auschwitz-Birkenau, Mauthausen und Theresienstadt sowie an anderen Orten ermordet.
Zwei Jahre lang begleitete das Filmteam um Regisseurin Bärbel Jacks den Künstler Bockelmann, der in den Fotobüchern der Nazis stöberte und die Bilder der getöteten Kinder mit Kohlestift auf metergroße Leinwände bringt.
Bockelmann, selbst 1943 geboren, beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Schicksal der unzähligen Kinder und Jugendlichen, die vom NS-Regime ermordet wurden.
Der Film zeigt die Reise des Malers zu Archiven in den USA und in das Konzentrationslager Auschwitz. Der Künstler begegnet dabei einigen wenigen überlebenden Kindern von damals, die ihm ihre Leidens- und Lebensgeschichten erzählen. So entstand ein Film mit leisen und eindringlichen Bildern und starken Emotionen, die unmittelbar auf den Zuschauer wirken.
Gleichzeitig lebt die Dokumentation von der Intensität des Künstlers, der an den erschütternden Geschichten der Getöteten und Überlebenden nahezu verzweifelt. Er findet aber immer wieder die Kraft, seine künstlerischen Ideen konsequent umzusetzen.
Der Film sucht keine Schuldigen, sondern zeigt, wie wichtig es ist, immer und überall hinzusehen, damit so etwas Furchtbares nicht noch einmal passiert. Er gibt ein Zeichen, sich nicht allein mit der Vergangenheit zu beschäftigen – gerade die Entwicklungen heute und das Leid der Kinder in Kriegen und Gewaltherrschaft verdeutlicht das. "Zeichnen gegen das Vergessen" ist ein Aufruf zu mehr Toleranz und Menschlichkeit.
Der Film verfolgt keinerlei finanzielle Interessen, ebenso wie die Porträts der Opfer, die nicht verkauft werden, sondern nur auf Ausstellungen, wie etwa im Wiener Leopold Museum oder im Deutschen Bundestag, zu sehen sind.
Er wurde nicht als Auftragsproduktion für TV-Sender umgesetzt, sondern ausschließlich mit Spenden finanziert. "Zeichnen gegen das Vergessen" gewinnt auf seiner eben begonnenen internationalen Festival Tour einen Hauptpreis nach dem anderen.
Mit Kohlestift auf grober Juteleinwand zeichnet der Maler Manfred Bockelmann die Porträts getöteter Kinder. Auf den Bildern blicken sie den Betrachter verängstigt und völlig entwurzelt an.
"Warum ich?", fragen sie. Die Kinder waren zwischen zwei und achtzehn Jahre alt und wurden in den Konzentrationslagern Auschwitz-Birkenau, Mauthausen und Theresienstadt sowie an anderen Orten ermordet.
Zwei Jahre lang begleitete das Filmteam um Regisseurin Bärbel Jacks den Künstler Bockelmann, der in den Fotobüchern der Nazis stöberte und die Bilder der getöteten Kinder mit Kohlestift auf metergroße Leinwände bringt.
Bockelmann, selbst 1943 geboren, beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Schicksal der unzähligen Kinder und Jugendlichen, die vom NS-Regime ermordet wurden.
Der Film zeigt die Reise des Malers zu Archiven in den USA und in das Konzentrationslager Auschwitz. Der Künstler begegnet dabei einigen wenigen überlebenden Kindern von damals, die ihm ihre Leidens- und Lebensgeschichten erzählen. So entstand ein Film mit leisen und eindringlichen Bildern und starken Emotionen, die unmittelbar auf den Zuschauer wirken.
Gleichzeitig lebt die Dokumentation von der Intensität des Künstlers, der an den erschütternden Geschichten der Getöteten und Überlebenden nahezu verzweifelt. Er findet aber immer wieder die Kraft, seine künstlerischen Ideen konsequent umzusetzen.
Der Film sucht keine Schuldigen, sondern zeigt, wie wichtig es ist, immer und überall hinzusehen, damit so etwas Furchtbares nicht noch einmal passiert. Er gibt ein Zeichen, sich nicht allein mit der Vergangenheit zu beschäftigen – gerade die Entwicklungen heute und das Leid der Kinder in Kriegen und Gewaltherrschaft verdeutlicht das. "Zeichnen gegen das Vergessen" ist ein Aufruf zu mehr Toleranz und Menschlichkeit.
Der Film verfolgt keinerlei finanzielle Interessen, ebenso wie die Porträts der Opfer, die nicht verkauft werden, sondern nur auf Ausstellungen, wie etwa im Wiener Leopold Museum oder im Deutschen Bundestag, zu sehen sind.
Er wurde nicht als Auftragsproduktion für TV-Sender umgesetzt, sondern ausschließlich mit Spenden finanziert. "Zeichnen gegen das Vergessen" gewinnt auf seiner eben begonnenen internationalen Festival Tour einen Hauptpreis nach dem anderen.