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Der Meisterfälscher. Wolfgang Beltracchi porträtiert Harald Schmidt

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Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks kultur.montag

Katalogzettel

Titel Der Meisterfälscher. Wolfgang Beltracchi porträtiert Harald Schmidt
Titelzusatz Kulturmontag Dokumentation
Spieldauer
Urheber/innen und Mitwirkende Traxl, Martin [Moderation] [GND ]
Aschwanden, Pino [Regie]
ORF 2 [Sendeanstalt]
Datum 2015.06.01 [Sendedatum]
Schlagworte Kultur ; Dokumentation ; TV-Mitschnitt
Typ video
Format DVD [DVD]
Sprache Deutsch
Signatur 12-11351_03
Medienart DVD
Gesamtwerk/Reihe kultur.montag

Information

Inhalt

Wolfgang Beltracchi ist mit Sicherheit einer der raffiniertesten Kunstfälscher unter der Sonne. 35 Jahre lang, bis zu seiner Verhaftung 2010, hat er sein außergewöhnliches Talent eingesetzt, um Bilder im Stil anderer zu malen.

Während seiner Haftzeit nutzte er den offenen Vollzug, um bekannte Persönlichkeiten im Stile seiner präferierten Künstler zu malen, diesmal allerdings mit eigener Signatur. Der Filmemacher Pino Aschwanden hat in einer außergewöhnlichen Fernsehdokumentation - sie wurde heuer für den renommierten Grimme-Preis nominiert – festgehalten, wie Beltracchi den Entertainer Harald Schmidt porträtiert.

Im legendären Studio 449, wo der Entertainer seine "Harald Schmidt Show" produzierte, sitzt Schmidt dem Meisterfälscher Modell und lässt sich im Stil des deutschen Nachexpressionisten Otto Dix porträtieren. Dix ist bekannt dafür, dass er seine Protagonisten gern überspitzt, ja kühn karikierend darstellte – so, dass das Typische des Menschen überraschend zur Geltung kommt.

Das Treffen Schmidt – Beltracchi ist eine Sternstunde der Heiterkeit. Schmidt ist während der Malsitzung bester Laune, geizt nicht mit spitzen Bemerkungen, sprüht vor Pointen, beweist Schlagfertigkeit. Und Beltracchi demonstriert sein enormes Können, indem er die stiltypischen Elemente und die Kunst eines Otto Dix geschickt ins Schmidt’sche Porträt einbringt. Wie wird Schmidt reagieren, wenn er das fertige, bis zur Kenntlichkeit überzeichnete Bild, zum ersten Mal sieht? Eine Begegnung der höchst vergnüglichen und denkwürdigen Art.

"Ich kann alle!", behauptet Wolfgang Beltracchi vollmundig – und meint damit die Malstile von Dürer über Rembrandt bis hin zu Max Ernst. Einhundert namhafte Maler will er gefälscht haben. Jahrelang narrte er mit seinen Fälschungen die Kunstwelt. Jetzt zeigt der Mann, der ebenso viel Charme wie Chuzpe besitzt, erstmals eigene Arbeiten unter dem Titel "Freiheit" in einer Münchner Galerie. Der Titel der Schau beziehe sich sowohl auf Beltracchis Haftentlassung im Januar - als auch auf die Freiheit, nunmehr seine Bilder unter dem eigenen Namen zu zeigen.

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