Am Schauplatz [2015.09.17]
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Am Schauplatz
Katalogzettel
| Titel | Am Schauplatz [2015.09.17] |
| Titelzusatz |
Tagebuch einer Flucht |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
ORF 2 [Sendeanstalt]
|
| Datum |
2015.09.17 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt |
| Typ | video |
| Format |
DVD [DVD] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | 12-11614_01 |
| Medienart | DVD |
| Gesamtwerk/Reihe | Am Schauplatz |
Information
Inhalt
Flüchtlinge hat man schon viele in den Medien gesehen. Aber wie verläuft eigentlich eine Flucht? Wo findet man Essen, wo Unterschlupf? Wie verhalten sich Schlepper? Und was macht eine Flucht mit den Menschen und mit einer Familie?
Nur mehr ein Ausweg
Es war einmal ein kleiner syrischer Bub namens Abdulmajid, der wie viele Kinder gern vor dem Fernsehgerät saß. Am liebsten mochte er die Zeichentrickserie "Heidi". Zwanzig Jahre später arbeitet Abdulmajid selbst beim Fernsehen. Als Kameramann für internationale Sender filmt er den Bürgerkrieg und die Gräueltaten der IS. Sowohl das Assad-Regime als auch die Islamisten sind hinter ihm her. Als Heckenschützen seinen Vater, der ihm als Tonassistent aushilft, schwer verletzen, wird klar: Der einzige Ausweg ist die Flucht.
Aber wohin?
Da fällt ihm der Comic wieder ein. 'Heidi' lebt eigentlich in den Schweizer Bergen. Aber Abdulmajid glaubt, dass die Zeichentrickserie in Österreich spielt. Damit ist sein Ziel klar. Gemeinsam mit seinem Vater macht der 28jährige sich auf den Weg. Zurück bleiben die Mutter, der kleine Bruder und Abdulmajids Frau. Sie ist schwanger.
Trotz allem ein gutes Omen
Drei Monate lang dauert die Odyssee der beiden Männer, über die Türkei, Griechenland und den Balkan in den Westen. Sie werden verjagt, verhaftet, von zwielichtigen Schleppern durch Wälder geführt. Abdulmajid filmt alles mit. Irgendwann landen sie in Mürzzuschlag. Hier hatte der Komponist Johannes Brahms sein Sommerhaus. Das erscheint ihnen als gutes Omen: Abdulmajids Vater Mohammad liebt die Musik von Brahms. Und tatsächlich: Sie bekommen Asyl.
Noch einmal zurück ins Grenzland
Aber die restliche Familie sitzt im syrisch-türkischen Grenzland fest. Und die IS-Truppen rücken immer näher.Die Männer organisieren einen Schlepper und reisen in die Türkei. Die Frauen, das Baby und der 17jährige Bruder sollen in der Nacht über die Grenze gebracht werden. Abdulmajid und sein Vater fahren in ein staubiges Bergdorf, um sie in Empfang zu nehmen. Abdulmajid will endlich sein Baby in die Arme schließen, das er nur von Bildern kennt. Aber wird die Flucht auch klappen?
Eine Reportage von Andreas Mannsberger.
Idee und Mitarbeit: Nermin Ismail.
Nur mehr ein Ausweg
Es war einmal ein kleiner syrischer Bub namens Abdulmajid, der wie viele Kinder gern vor dem Fernsehgerät saß. Am liebsten mochte er die Zeichentrickserie "Heidi". Zwanzig Jahre später arbeitet Abdulmajid selbst beim Fernsehen. Als Kameramann für internationale Sender filmt er den Bürgerkrieg und die Gräueltaten der IS. Sowohl das Assad-Regime als auch die Islamisten sind hinter ihm her. Als Heckenschützen seinen Vater, der ihm als Tonassistent aushilft, schwer verletzen, wird klar: Der einzige Ausweg ist die Flucht.
Aber wohin?
Da fällt ihm der Comic wieder ein. 'Heidi' lebt eigentlich in den Schweizer Bergen. Aber Abdulmajid glaubt, dass die Zeichentrickserie in Österreich spielt. Damit ist sein Ziel klar. Gemeinsam mit seinem Vater macht der 28jährige sich auf den Weg. Zurück bleiben die Mutter, der kleine Bruder und Abdulmajids Frau. Sie ist schwanger.
Trotz allem ein gutes Omen
Drei Monate lang dauert die Odyssee der beiden Männer, über die Türkei, Griechenland und den Balkan in den Westen. Sie werden verjagt, verhaftet, von zwielichtigen Schleppern durch Wälder geführt. Abdulmajid filmt alles mit. Irgendwann landen sie in Mürzzuschlag. Hier hatte der Komponist Johannes Brahms sein Sommerhaus. Das erscheint ihnen als gutes Omen: Abdulmajids Vater Mohammad liebt die Musik von Brahms. Und tatsächlich: Sie bekommen Asyl.
Noch einmal zurück ins Grenzland
Aber die restliche Familie sitzt im syrisch-türkischen Grenzland fest. Und die IS-Truppen rücken immer näher.Die Männer organisieren einen Schlepper und reisen in die Türkei. Die Frauen, das Baby und der 17jährige Bruder sollen in der Nacht über die Grenze gebracht werden. Abdulmajid und sein Vater fahren in ein staubiges Bergdorf, um sie in Empfang zu nehmen. Abdulmajid will endlich sein Baby in die Arme schließen, das er nur von Bildern kennt. Aber wird die Flucht auch klappen?
Eine Reportage von Andreas Mannsberger.
Idee und Mitarbeit: Nermin Ismail.