Dokumente - Teil 3: Deutsches Reich und Protektorat September 1939 – September 1941
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Die Quellen sprechen
Katalogzettel
| Titel | Dokumente - Teil 3: Deutsches Reich und Protektorat September 1939 – September 1941 |
| Titelzusatz |
Die Quellen sprechen - CD 5 und 6 |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Bayerischer Rundfunk [Produzent]
Der Hörverlag [Label] |
| Schlagworte | Gesellschaft ; Politik ; Wissenschaft und Forschung ; Politische Verfolgung ; Völkermord und Holocaust ; Dokumentation ; Publizierte und vervielfältigte Aufnahme |
| Typ | audio |
| Format |
CD [Compact Disc] |
| Nummern |
9783844518306 [Patentnummer] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | 8-42712, 8-42711 |
| Gesamtwerk/Reihe | Die Quellen sprechen |
Information
Inhalt
Teil 3 dokumentiert die Judenverfolgung im Deutschen Reich nach Kriegsbeginn und in dem im März 1939 geschaffenen sogenannten Protektorat Böhmen und Mähren bis September 1941.
Mit Kriegsbeginn am 1. September 1939 verschlechterte sich die Lage der Juden drastisch. Die ausgewählten Quellen dokumentieren die frühen Versuche der deutschen Behörden, die Juden an die Randzonen ihres Machtgebietes zu deportieren und belegen die antijüdische Politik im sogenannten Protektorat Böhmen und Mähren. Dort wurden vor allem Maßnahmen ergriffen, die bereits im Altreich und in Österreich erprobt waren. Die Regierung des besetzten Landes kooperierte. Seit Juni 1939 galten auch hier die „Nürnberger Gesetze”. Von Oktober 1939 an wurden in fünf Transporten etwa 5 000 Juden aus Wien, Mährisch-Ostrau und Kattowitz in das Gebiet um Nisko am San bei Lublin im deutsch besetzten Teil Polens verschleppt. Doch sowohl der Plan, die Juden ins polnische Generalgouvernement abzuschieben, als auch das Projekt, die europäischen Juden nach Madagaskar zu deportieren, scheiterten. Vorerst blieben die Diskussionen in der deutschen Führung über eine „territoriale Lösung der Judenfrage” noch vage. Nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion im Sommer 1941 begannen Einsatzgruppen und Polizeieinheiten dort mit Massenerschießungen von Juden. Im Herbst folgten die systematischen Deportationen aus dem Deutschen Reich.
Mit Kriegsbeginn am 1. September 1939 verschlechterte sich die Lage der Juden drastisch. Die ausgewählten Quellen dokumentieren die frühen Versuche der deutschen Behörden, die Juden an die Randzonen ihres Machtgebietes zu deportieren und belegen die antijüdische Politik im sogenannten Protektorat Böhmen und Mähren. Dort wurden vor allem Maßnahmen ergriffen, die bereits im Altreich und in Österreich erprobt waren. Die Regierung des besetzten Landes kooperierte. Seit Juni 1939 galten auch hier die „Nürnberger Gesetze”. Von Oktober 1939 an wurden in fünf Transporten etwa 5 000 Juden aus Wien, Mährisch-Ostrau und Kattowitz in das Gebiet um Nisko am San bei Lublin im deutsch besetzten Teil Polens verschleppt. Doch sowohl der Plan, die Juden ins polnische Generalgouvernement abzuschieben, als auch das Projekt, die europäischen Juden nach Madagaskar zu deportieren, scheiterten. Vorerst blieben die Diskussionen in der deutschen Führung über eine „territoriale Lösung der Judenfrage” noch vage. Nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion im Sommer 1941 begannen Einsatzgruppen und Polizeieinheiten dort mit Massenerschießungen von Juden. Im Herbst folgten die systematischen Deportationen aus dem Deutschen Reich.