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kultur.montag [2016.01.18]

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Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks kultur.montag

Katalogzettel

Titel kultur.montag [2016.01.18]
Spieldauer
Urheber/innen und Mitwirkende Stadler, Clarissa [Moderation] [GND ]
ORF 2 [Sendeanstalt]
Datum 2016.01.18 [Sendedatum]
Schlagworte Kultur ; Reportage ; Dokumentation ; TV-Mitschnitt
Typ video
Format DVD [DVD]
Sprache Deutsch
Signatur 12-11802_02
Gesamtwerk/Reihe kultur.montag

Information

Inhalt

Medien-Krise | Martin Walser | Studiogast: Maria Köstlinger | Salzburg-Steaming Satellites | Auto-Kult | Spotify & Streaming | Rainer Wöss
Filmrequisite - die Kunst der Illusion
Sie beeinflussen das Bild, reflektieren das Licht, erzeugen die Atmosphäre, beschreiben die Lebensumstände und den Charakter der Darsteller und lassen auf den ersten Blick die Zeit und das Milieu erkennen, in dem der Film angesiedelt ist: Requisiten.
Sie sind die heimlichen und oft unbeachteten Stars im Film, eine Fehlbesetzung kann fatal sein und einige wenige gelangen sogar zu Weltruhm und besitzen Kultstatus.
Sandra Krieger zeigt in der Dokumentation "Filmrequisite – Die Kunst der Illusion" eine vielfältige und wunderbare Welt, ohne die die Filmwelt nicht funktionieren würde. Österreichs größtes und umfangreichstes Requisitenlager befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Nordwestbahnhofs. Zwischen den verwaisten Gleisen, erstreckt sich auf 3500 Quadratmetern dieses Archiv der Illusion. Der Fundus hat eine lange Vorgeschichte. Bereits in den 1980er-Jahren haben die Mitglieder, allesamt in der Filmausstattung tätig, begonnen, Requisiten zu sammeln. Bald reichte aber die Lagerkapazität nicht mehr aus. So wurde 2005 ein Verein gegründet und die persönlichen Sammlungen einiger der erfahrensten Ausstatter Österreichs zusammengelegt. Auf die gesammelten Schätze greifen nationale und internationale Filmproduktionen zurück. Jetzt soll das Requisitenlager am Wiener Nordwestbahnhof einem Wohnbauprojekt weichen – wo man eine neue Bleibe finden wird ist ungewiss. Ein Rundgang durch die Hallen wird zur Zeitreise durch vergangene Epochen und Lebenswelten. Man taucht ein in eine Welt voller Raritäten und Gebrauchsgegenstände der österreichischen Zeit- und Alltagsgeschichte. In Regalen und Kisten lagern sie, die vielen kleinen Dinge, die alle eines gemein haben: Sie alle hatten schon ihre großen oder kleinen Auftritte - auf der Bühne oder vor der Kamera. Kaum ein österreichischer Film, in dem nicht zumindest eines dieser Teile zu sehen war. Es gibt kaum etwas, das man hier nicht findet. Sprichwörtlich alles, vom Kinderwagen bis zum Sarg, aus mehreren Jahrhunderten und aus allen Bereichen des Lebens kann man hier finden. Dieser verzauberte Ort ist mittlerweile ein fixer Bestandteil der österreichischen Filmindustrie. Für Filmschaffende ist der Fundus unabdingbare Basis und fantasiebeflügelnde Inspirationsquelle. Seine Vielfalt ermöglicht Filmsets glaubwürdig und realistisch einzurichten und ist mitverantwortlich für den Erfolg vieler Filme. Eine erhaltenswerte Schatzgrube für die ganze Filmbranche. Der Film zeigt in beeindruckenden Bildern, was den Beruf des Requisiteurs ausmacht, die Blicke hinter die Kulissen erlauben Einblicke in ihre Arbeit und eröffnen Zugänge, die sonst meist verborgen bleiben.

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