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kultur.montag [2016.05.02]

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Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks kultur.montag

Katalogzettel

Titel kultur.montag [2016.05.02]
Spieldauer
Urheber/innen und Mitwirkende Traxl, Martin [Moderation] [GND ]
Stadler, Clarissa [Moderation] [GND ]
ORF 2 [Sendeanstalt]
Datum 2016.05.02 [Sendedatum]
Schlagworte Kultur ; Reportage ; Dokumentation ; TV-Mitschnitt
Typ video
Format DVD [DVD]
Sprache Deutsch
Signatur 12-12051_01
Gesamtwerk/Reihe kultur.montag

Information

Inhalt

Gartenmanie der Habsburger | Landesausstellung Salzburg | Alfred Goubran | Nachruf Gunter Damisch |
Der Glanz von San Sebastián | Versöhnungs-Projekt: Kulturhauptstadtjahr | Ausflug nach Gernika
Kultur.Doku: SAN SEBASTIÁN - KOCHEN FÜR DEN WIDERSTAND
Die Küche von Donostia/San Sebastián, der Europäischen Kulturhauptstadt 2016, gilt als eine der besten der Welt. Und die Geschichte wie es dazu kam, hat nicht nur mit Kochen zu tun. Es ist die Geschichte des politischen und kulturellen Selbstbehauptungskampfes der Menschen in dieser Region. Hansjürgen Schmölzer begibt sich in seinem Film auf die Spuren dieser einzigartigen Kochkunst und ihrer Hintergründe, die uns einen kulinarisch humorvollen Eindruck in die Kultur der Basken bietet.

In der Franco-Zeit wurde den Basken die Verwendung der baskischen Sprache in der Öffentlichkeit, den Schulen und Behörden verboten. Den Menschen der Region blieben nur mehr wenige Rückzugszonen übrig, in denen sie ihre Kultur pflegen konnten. Eine davon waren die zahlreichen Kochkooperativen, die sogenannten Txokos oder Sociedades Gastronomicas. Eine Tradition, die es weltweit in dieser Form nur in dieser Region gab und gibt. Allein in Donostia/San Sebastián existieren mehr als hundert davon. Die Mitglieder – die meisten Kooperativen waren bis vor kurzem nur Männern vorbehalten – treffen sich dort regelmäßig zum gemeinsamen Kochen und Essen. Und zum Reden. Sie wurden Orte der trotzigen Selbstbehauptung der baskischen Kultur und trieben so auch die Qualität der Küche der Region in einzigartige Höhen. Und sie waren auch gleichzeitig informeller Umschlagplatz für Informationen und Verabredungen der Basken zur Organisation ihres zivilen Widerstandes. Und zwar abseits des militanten ETA-Terrorismus, der sich im Laufe der Jahrzehnte immer weiter von der baskischen Zivilgesellschaft entfernt und isoliert hat. Dieses regelmäßige, weit verbreitete und quer durch die gesellschaftlichen Schichten und auch nationalen Lager gehende gemeinsame Kochen der Basken schweißt die Gesellschaft in einer eigentümlichen Weise zusammen, die für Außenstehende kaum zu verstehen ist. Der Film durchdringt die Eigentümlichkeiten dieser seltsamen baskischen Gesellschaft, die stets in Feierlaune, humorvoll und über die Maßen gastfreundlich ist und gleichzeitig zu jedem Moment über Alles streiten kann. Vom Selbstbestimmungsrecht der Völker bis zur einzig wahren und richtigen Zubereitung des Thunfisch-Kartoffel-Eintopfs Marmitako.

Fast könnte man meinen: "Die spinnen, die Basken …".

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