kultur.montag [2016.05.30]
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks kultur.montag
Katalogzettel
| Titel | kultur.montag [2016.05.30] |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Stadler, Clarissa [Moderation]
[GND
]
ORF 2 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2016.05.30 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Kultur ; Reportage ; Dokumentation ; TV-Mitschnitt |
| Typ | video |
| Format |
DVD [DVD] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | 12-12091_02 |
| Gesamtwerk/Reihe | kultur.montag |
Information
Inhalt
Bad Ischl | Kunstvermittlung | Georg-Danzer-Haus | Kinderstars | Stefan Zweig-Film | Architektur-Biennale | Unterwäsche-Ausstellung
DER SPANISCHE MEISTER - DAS SCHMUTZIGE GESCHÄFT MIT GEFÄLSCHTEN ANTIKEN
Kunstsammler wie Museen waren in den vergangenen Jahren immer wieder mit Skandalen um gefälschte Kunst konfrontiert. Jetzt soll ein begabter Betrüger jahrelang gefälschte Antiken in den Kunstmarkt eingeschleust haben. Wer ist dieser Unbekannte, den die Fachwelt den "Spanischen Meister" nennt?
Ein Bronzekopf des Augustus - eine mutmaßliche Fälschung
Sönje Storm folgt in ihrer Dokumentation der Spur des "Spanischen Meisters" und führt uns hinein in die sonst so verschlossene Welt des Antikenhandels.
Die Dokumentation folgt dem Archäologen Stefan Lehmann, der sich an die Fersen des Fälschers geheftet hat. Rund 40 seiner mutmaßlichen Werke hat er bislang entdeckt - im Handel, in Sammlungen, sogar in Museen. Nur die Spitze des Eisbergs, glaubt er, denn der globale Finanzmarkt hat antike Skulpturen als Investment entdeckt, das befeuert Betrüger. Beliebt macht sich der Wissenschaftler nicht, im Kunsthandel und auch in Museen wird zum Thema Fälschungen gerne geschwiegen.
Recherche mutmaßlicher Fälschungen an der Universität Halle
Niemand weiß, wer der Superfälscher ist oder wo er ist, man vermutet seine Werkstatt in Südeuropa, Italien oder Spanien. Eigentlich ist der Kunsthandel verschwiegen. Aber Christoph Leon, Antikenhändler aus Basel, hat sich entschlossen, etwas Ungewöhnliches zu tun. Er arbeitet mit Lehmann zusammen und redet Tacheles: Zurzeit ist Hochblüte für Fälschungen, sagt er.
Ein Schweizer Sammler, der anonym bleiben will, ist der Erste, der das Schweigen bricht: Er stellt Lehmann einen Bronzekopf von Kaiser Augustus zur Verfügung, den er für einige hunderttausend Dollar im New Yorker Kunsthandel gekauft hat. Lehmann untersucht ihn in Halle. Ein Präzedenzfall. Im Fraunhofer-Institut durchleuchtet dann der stärkste Linearbeschleuniger Europas das Kunstobjekt, denn um eine Antike vollends als Fälschung zu beurteilen, bedarf es auch der naturwissenschaftlichen Analyse.
Mit jeder belegten Fälschung lernen die Experten dabei die Methoden des "Spanischen Meisters" näher kennen und hoffen so einer Enttarnung näher zu kommen. Der Film folgt der Fälscherspur von Deutschland über die Schweiz in die USA und gibt Einblicke in die sonst so verschlossene Welt des Antikenhandels.
Kunstsammler wie Museen waren in den vergangenen Jahren immer wieder mit Skandalen um gefälschte Kunst konfrontiert. Jetzt soll ein begabter Betrüger jahrelang gefälschte Antiken in den Kunstmarkt eingeschleust haben. Wer ist dieser Unbekannte, den die Fachwelt den "Spanischen Meister" nennt?
Ein Bronzekopf des Augustus - eine mutmaßliche Fälschung
Sönje Storm folgt in ihrer Dokumentation der Spur des "Spanischen Meisters" und führt uns hinein in die sonst so verschlossene Welt des Antikenhandels.
Die Dokumentation folgt dem Archäologen Stefan Lehmann, der sich an die Fersen des Fälschers geheftet hat. Rund 40 seiner mutmaßlichen Werke hat er bislang entdeckt - im Handel, in Sammlungen, sogar in Museen. Nur die Spitze des Eisbergs, glaubt er, denn der globale Finanzmarkt hat antike Skulpturen als Investment entdeckt, das befeuert Betrüger. Beliebt macht sich der Wissenschaftler nicht, im Kunsthandel und auch in Museen wird zum Thema Fälschungen gerne geschwiegen.
Recherche mutmaßlicher Fälschungen an der Universität Halle
Niemand weiß, wer der Superfälscher ist oder wo er ist, man vermutet seine Werkstatt in Südeuropa, Italien oder Spanien. Eigentlich ist der Kunsthandel verschwiegen. Aber Christoph Leon, Antikenhändler aus Basel, hat sich entschlossen, etwas Ungewöhnliches zu tun. Er arbeitet mit Lehmann zusammen und redet Tacheles: Zurzeit ist Hochblüte für Fälschungen, sagt er.
Ein Schweizer Sammler, der anonym bleiben will, ist der Erste, der das Schweigen bricht: Er stellt Lehmann einen Bronzekopf von Kaiser Augustus zur Verfügung, den er für einige hunderttausend Dollar im New Yorker Kunsthandel gekauft hat. Lehmann untersucht ihn in Halle. Ein Präzedenzfall. Im Fraunhofer-Institut durchleuchtet dann der stärkste Linearbeschleuniger Europas das Kunstobjekt, denn um eine Antike vollends als Fälschung zu beurteilen, bedarf es auch der naturwissenschaftlichen Analyse.
Mit jeder belegten Fälschung lernen die Experten dabei die Methoden des "Spanischen Meisters" näher kennen und hoffen so einer Enttarnung näher zu kommen. Der Film folgt der Fälscherspur von Deutschland über die Schweiz in die USA und gibt Einblicke in die sonst so verschlossene Welt des Antikenhandels.