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Am Schauplatz [2016.10.27]

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Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Am Schauplatz

Katalogzettel

Titel Am Schauplatz [2016.10.27]
Titelzusatz Arbeiten um jeden Preis
Spieldauer
Urheber/innen und Mitwirkende Grabner, Christine [Reporter/in]
Pawlowsky, Katharina [Reporter/in]
ORF 2 [Sendeanstalt]
Datum 2016.10.27 [Sendedatum]
Schlagworte Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ video
Format DVD [DVD]
Sprache Deutsch
Signatur 12-12443_02
Gesamtwerk/Reihe Am Schauplatz

Information

Inhalt

„Jeder, der arbeiten will, findet etwas.“ Das behaupten manche Arbeitgeber und ziehen den Zorn jener auf sich, die schon lange Arbeit suchen.

Die Arbeitswelt hat sich stark verändert. Arbeitsuchende sollen flexibel sein, lange Arbeitswege und geringen Lohn in Kauf nehmen. „Man kann sich ja hocharbeiten und dann mehr Geld verdienen“, sagt die Friseurin Margit Bleich. Für ihren Frisiersalon im burgenländischen Pamhagen sucht sie seit mehr als einem Jahr eine dritte Teilzeitkraft. Viele ÖsterreicherInnen kritisieren, dass es für Arbeitslose zu umfangreiche staatliche Leistungen gebe. Die sechsköpfige Familie Heimeder aus Wien etwa lebt von Notstandshilfe, Mindestsicherung und anderen staatlichen Zuschüssen. Sie sagt: „Das steht uns auch zu“. Trotzdem hofft Vater Markus Heimeder bald Arbeit zu finden. Dann hätte die Familie mit seinem Verdienst zwar monatlich genauso viel Geld zur Verfügung, aber das 13. und 14. Gehalt wären eine finanzielle Erleichterung. Der gelernte Einzelhandelskaufmann sucht einen Job als Botenfahrer. Auch höhere Bildung schützt nicht zwingend vor Armut. Die Akademikerin Sabine Prokop verdient als Universitätslektorin für eine Vorlesung 410 Euro monatlich. Früher war es noch einfacher, mehr Aufträge an Land zu ziehen, um davon leben zu können, sagt sie. Sie hofft, dass sich doch noch was auftut, ansonsten muss sie von Freunden und Familie Geld ausborgen. Ihre finanzielle Situation zwingt sie bei Essen und Kleidung massiv zu sparen. Aber es gibt auch Jobs, für die sich offenbar keine ÖsterreicherInnen finden. Den Zuschlag bekommen dann andere. Der anerkannte syrische Flüchtling Wahid arbeitet jetzt als Küchenhilfe in einem Thalgauer Lokal in Salzburg. Er hat Glück, sein Chef Martin Greisberger zahlt gut. Greisberger glaubt, dass manche arbeitssuchenden ÖsterreicherInnen für gewisse Arbeiten zu bequem sind und lieber in der sozialen Hängematte liegen.

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