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kultur.montag [2017.02.06]

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Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks kultur.montag

Katalogzettel

Titel kultur.montag [2017.02.06]
Spieldauer
Urheber/innen und Mitwirkende Traxl, Martin [Moderation] [GND ]
ORF 2 [Sendeanstalt]
Datum 2017.02.06 [Sendedatum]
Schlagworte Kultur ; Reportage ; Dokumentation ; TV-Mitschnitt
Typ video
Format DVD [DVD]
Sprache Deutsch
Signatur 12-12827_02
Gesamtwerk/Reihe kultur.montag

Information

Inhalt

Falco | Wutbürger | Studiogäste: Sibylle Hamann & Konrad Paul Liessmann | Paul Auster | Milo Rau | Daniel Richter
Kultur.Doku: Falco, der Poet
Er war das missing link zwischen Pop und Avantgarde, zwischen Schlager und Experiment, zwischen lokalem Slang und Esperanto. Hofrats- und Gaunerslang, Manhattan-Schönbrunnerisch und die Geste als sprachliches Material: Falco erneuerte die deutschsprachige Poesie und verknüpfte ihre Elemente völlig neu.

Rudolf Dolezal erkundet den Sprachkünstler Falco nach den Erkenntnissen von Christian Ide Hintze, der ein Buch über Falcos Sprachwelt herausgegeben hat.

14 Jahre nach seinem Tod stöberten Wissenschaft, Feuilleton und Literaturszene den Dichter Hans Hölzel alias Falco auf. In diesem Film analysieren eine Dialektforscherin, AutorInnen sowie Sprach- und LiteraturwissenschaftlerInnen Falcos Liedtexte und entdecken große Literatur. Die Vergleiche reichen von Walther von der Vogelweide über Robert Musil bis zu Charles Bukowski, Ernst Jandl oder Heinrich Heine.

Einen speziellen Part im Film nimmt David Baum ein, der Falco-Texte in der Anmutung von Oscar Werner vorträgt – Oscar Werner war bekanntlich eines der großen Idole von Falco. Für Dialektdichter H. C. Artmann war Falco schlicht "der große Edle der Wiener Lässigkeit und ganz klar ein Dichter".

"Er ist mehr als Literatur. Er ist ein Sprachkünstler, der auch seine Bewegungen beim Vortrag als Teil seines Werkes verstanden hat", erinnert sich Christian Ide Hintze, Leiter der "schule für dichtung", an der auch der "Jeanny"-Star zu Lebzeiten unterrichtete.

Am 6. Februar 1998 starb Falco bei einem Autounfall in der Dominikanischen Republik. Am 19. Februar diesen Jahres wäre er 60 Jahre alt geworden. Schauspieler und Regisseur Paulus Manker resümiert: "Falco starb zum richtigen Zeitpunkt. Das mag sehr pharisäisch klingen oder geschmacklos. Aber das, was im Popgeschäft das Wichtigste ist, das Unsterbliche, das Unnahbare, das Heldenhafte, erreicht man halt nur so."

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