kultur.montag [2017.03.06]
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks kultur.montag
Katalogzettel
| Titel | kultur.montag [2017.03.06] |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Stadler, Clarissa [Moderation]
[GND
]
ORF 2 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2017.03.06 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Kultur ; Reportage ; Dokumentation ; TV-Mitschnitt |
| Typ | video |
| Format |
DVD [DVD] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | 12-12868_02 |
| Gesamtwerk/Reihe | kultur.montag |
Information
Inhalt
Frauenwut | Zana Ramadani versus Nina Käsehage | Frauen in der Kunst | "Ganymed Fe male" | Studiogast: Jacqueline Kornmüller | Martin Luther | Miljenko Jergović
Kultur Doku: Katzen für Millionen. Die Welt der Rosina Wachtmeister
Als junge, mittellose Marionettenspielerin und Mutter eines kleinen Kindes kommt die gebürtige Wienerin Rosina Wachtmeister Anfang der 1970er Jahre nach Rom. Sie steht vor dem Nichts. In der Not beginnt sie zu malen – und trifft mit ihren goldenen Katzenbildern den Geschmack von Millionen.
Vom Erlös ihrer Werke kauft sie große Teile des italienischen Städtchens Capena und gestaltet dort fernab der Öffentlichkeit eine eigene Welt, die herrenlosen Tieren und gestrandeten Künstlern ein Zuhause bietet. Miriam Jakobs & Gerhard Schick zeigen in ihrem Film das Bild einer eigenwilligen, kantigen und sehr erfolgreichen Frau von anarchischem Humor, die sich mit allen denkbaren gesellschaftlichen Konventionen anlegt, um ihr Leben und ihre Umgebung nach ihrer ganz persönlichen Vision zu gestalten.
Anfang der 1970er Jahre ist das Leben in Rom für mittellose Künstler mit einem unehelichen Kind wenig romantisch. Die Winter sind kalt, und es fehlt das Geld. Die Marionettenspielerin Rosina Wachtmeister kann ihrer Arbeit nicht nachgehen, denn sie spricht kein Italienisch, und die römischen Kinder verstehen sie nicht. Zutiefst unglücklich vertreibt sie sich die Zeit damit, von ihrem Freund Paolo Rissone das Malen zu lernen. Sie beginnt, ihre Marionetten abzubilden, darunter eine Katze. Und dann geschieht, womit niemand gerechnet hatte: Die Touristen auf der Piazza Navona reißen ihr die Bilder förmlich aus der Hand. Insbesondere die Katze mit ihrem entrückten Lächeln ist ein Verkaufsschlager.
Eine holländische Firma wird auf Rosina Wachtmeister aufmerksam und druckt ihre Bilder als Poster. Damit beginnt der Siegeszug ihrer Motive rund um die Welt. Der Porzellanhersteller Goebel bringt 1990 die erste Rosina-Wachtmeister-Katze heraus. Heute hat Rosina Wachtmeister Millionen von Fans. Ihre Motive zieren Handtücher und Bettwäsche, Regenschirme und Radiergummis, es gibt Puzzle mit ihren Bildern und Briefpapier – vom Topflappen bis zum Türvorleger haben ihre Katzen weltweit die Haushalte erobert.
Rosina ist plötzlich reich. Von ihrem Geld kauft sie nach und nach mehrere Häuser und einen riesigen Garten in Capena, einem kleinen mittelalterlichen Städtchen in der Nähe von Rom. Dort entwirft sie ihre eigene Welt – eine Welt, von der ihre Anhänger nichts ahnen. Diese Welt wird nicht von romantischen Katzenbildern geprägt, sondern von unerzogenen Hunden, wilden Pelikanen, halblegalen Spukhäusern und allerlei Menschen, die auf eine klassische bürgerliche Existenz nicht allzuviel Wert legen.
Der Film taucht in das abenteuerliche Universum von Rosina Wachtmeister ein und schildert ihre Entwicklung von der unbekannten jungen Marionettenspielerin zur weltweit agierenden Künstlerin und streitbaren Schutzpatronin einen ganzen Dorfes.
Die Rosina Wachtmeister, die wir im Film kennenlernen, ist das Gegenteil des Bildes, das von ihr und ihren Werken kursiert: Statt bürgerlicher Betulichkeit erleben wir in Capena fröhliche Anarchie und eine große Offenheit gegenüber abweichenden Lebensläufen.
Als junge, mittellose Marionettenspielerin und Mutter eines kleinen Kindes kommt die gebürtige Wienerin Rosina Wachtmeister Anfang der 1970er Jahre nach Rom. Sie steht vor dem Nichts. In der Not beginnt sie zu malen – und trifft mit ihren goldenen Katzenbildern den Geschmack von Millionen.
Vom Erlös ihrer Werke kauft sie große Teile des italienischen Städtchens Capena und gestaltet dort fernab der Öffentlichkeit eine eigene Welt, die herrenlosen Tieren und gestrandeten Künstlern ein Zuhause bietet. Miriam Jakobs & Gerhard Schick zeigen in ihrem Film das Bild einer eigenwilligen, kantigen und sehr erfolgreichen Frau von anarchischem Humor, die sich mit allen denkbaren gesellschaftlichen Konventionen anlegt, um ihr Leben und ihre Umgebung nach ihrer ganz persönlichen Vision zu gestalten.
Anfang der 1970er Jahre ist das Leben in Rom für mittellose Künstler mit einem unehelichen Kind wenig romantisch. Die Winter sind kalt, und es fehlt das Geld. Die Marionettenspielerin Rosina Wachtmeister kann ihrer Arbeit nicht nachgehen, denn sie spricht kein Italienisch, und die römischen Kinder verstehen sie nicht. Zutiefst unglücklich vertreibt sie sich die Zeit damit, von ihrem Freund Paolo Rissone das Malen zu lernen. Sie beginnt, ihre Marionetten abzubilden, darunter eine Katze. Und dann geschieht, womit niemand gerechnet hatte: Die Touristen auf der Piazza Navona reißen ihr die Bilder förmlich aus der Hand. Insbesondere die Katze mit ihrem entrückten Lächeln ist ein Verkaufsschlager.
Eine holländische Firma wird auf Rosina Wachtmeister aufmerksam und druckt ihre Bilder als Poster. Damit beginnt der Siegeszug ihrer Motive rund um die Welt. Der Porzellanhersteller Goebel bringt 1990 die erste Rosina-Wachtmeister-Katze heraus. Heute hat Rosina Wachtmeister Millionen von Fans. Ihre Motive zieren Handtücher und Bettwäsche, Regenschirme und Radiergummis, es gibt Puzzle mit ihren Bildern und Briefpapier – vom Topflappen bis zum Türvorleger haben ihre Katzen weltweit die Haushalte erobert.
Rosina ist plötzlich reich. Von ihrem Geld kauft sie nach und nach mehrere Häuser und einen riesigen Garten in Capena, einem kleinen mittelalterlichen Städtchen in der Nähe von Rom. Dort entwirft sie ihre eigene Welt – eine Welt, von der ihre Anhänger nichts ahnen. Diese Welt wird nicht von romantischen Katzenbildern geprägt, sondern von unerzogenen Hunden, wilden Pelikanen, halblegalen Spukhäusern und allerlei Menschen, die auf eine klassische bürgerliche Existenz nicht allzuviel Wert legen.
Der Film taucht in das abenteuerliche Universum von Rosina Wachtmeister ein und schildert ihre Entwicklung von der unbekannten jungen Marionettenspielerin zur weltweit agierenden Künstlerin und streitbaren Schutzpatronin einen ganzen Dorfes.
Die Rosina Wachtmeister, die wir im Film kennenlernen, ist das Gegenteil des Bildes, das von ihr und ihren Werken kursiert: Statt bürgerlicher Betulichkeit erleben wir in Capena fröhliche Anarchie und eine große Offenheit gegenüber abweichenden Lebensläufen.