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kultur.montag [2017.05.29]

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Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks kultur.montag

Katalogzettel

Titel kultur.montag [2017.05.29]
Spieldauer
Urheber/innen und Mitwirkende Stadler, Clarissa [Moderation] [GND ]
ORF 2 [Sendeanstalt]
Datum 2017.05.29 [Sendedatum]
Schlagworte Kultur ; Reportage ; Dokumentation ; TV-Mitschnitt
Typ video
Format DVD [DVD]
Sprache Deutsch
Signatur 12-12893_01
Gesamtwerk/Reihe kultur.montag

Information

Inhalt

Klimaschutz-Architektur | Wertewandel-Architektur | Kunst gegen Grenzen | Karl Ove Knausgård | Kolonovits rockt Vivaldi | Die toten Hosen
Kultur.Doku: Ich bin eine Art König - Claus Peymann zum 80. Geburtstag
Lange war er das Enfant terrible der Wiener Theaterszene. Und Claus Peymann ist ja Zeit seines Lebens einem Konflikt nie aus dem Weg gegangen. Doch aus dem Hass ist irgendwann so etwas wie echte Zuneigung geworden. Zumindest wenn man Claus Peymann Glauben schenkt.
In dem einstündigen anekdotenhaften Gespräch mit Christian Ankowitsch erzählt Peymann über diese Metamorphose. Der einst meistgehasste Künstler wird beim Spaziergang in der Wiener Innenstadt nicht mehr angespuckt, sondern muss seinen Fans Autogramme geben. Peymann selbst fühlt sich mittlerweile als halber Österreicher, der sich in die Sprachmelodie und Klangfarbe des Landes verliebt hat. Und niemand will ihn mehr aus Wien jagen.
1988 war das anders. Da spaltet die Premiere des "Heldenplatz" von Thomas Bernhard in der ehrwürdigen Burg das Land. Ein Stück, das für die Ära Peymann steht, wie kein zweites. Spätestens damit gelang es Peymann Theatergeschichte zu schreiben. Es kam zu wüsten Protesten, Schauspieler verweigerten die Zusammenarbeit, Misthaufen wurden ausgeleert, der Boulevard lief Sturm. Politiker vom damaligen Bundespräsidenten Kurt Waldheim über den ehemaligen Bundeskanzler Bruno Kreisky bis hin zum damaligen FPÖ-Obmann Jörg Haider heizten die Stimmung zusätzlich an.
Jahrzehnte danach ist aus dem größten Theaterskandal der zweiten Republik so etwas wie ein Klassiker der Theatergeschichte geworden, aus dem einstigen Enfant terrible ein nahezu allseits geachteter Theaterdirektor, der noch immer die gepflegte Provokation schätzt. Die Ära Peymann gilt mittlerweile (fast unbestritten) als äußerst notwendige, weil damals schon mehr als überfällige Durchlüftung der antiquierten Wiener Theaterszene.
Am 7. Juni feiert Peymann seinen achtzigsten Geburtstag. Aus diesem Anlass sendet ORF 2 im Rahmen des kulturMontags ein Gespräch, das vor fünf Jahren aufgezeichnet wurde. Ein Gespräch über Mottenplagen im Burgtheater, missglückte Urlaube mit Thomas Bernhard, den "Heldenplatz", seine Spende für eine RAF-Terroristin und seine private Fuchs-Zucht.

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