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Olympia 1936 - Der verratene Traum

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Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Universum History

Katalogzettel

Titel Olympia 1936 - Der verratene Traum
Urheber/innen und Mitwirkende Weber, Christoph [Regie]
Echerer, Mercedes [Sprecher/in] [GND ]
ORF 3 [Sendeanstalt]
Datum 2016.08.06 [Sendedatum]
2016 [Jahr des Copyright]
Schlagworte Gesellschaft ; Sport ; Dokumentation ; Propaganda ; TV-Mitschnitt
Typ video
Format DFMPG [Dateiformat: MPG]
Sprache Deutsch
Gesamtwerk/Reihe Universum History

Information

Inhalt

Die Olympischen Spiele von Berlin – das internationale Sportfest vor 80 Jahren – wurde zur einzigartigen Demonstration des NS-Regimes. Eine pompöse Inszenierung, die der Welt die Überlegenheit der „deutschen Herrenrasse“ klarmachen sollte.

Die Olympischen Spiele des Diktators
Neueste Forschungen zeigen ganz deutlich, wie sehr das IOC mit dem Hitler-Regime paktierte, um der Weltöffentlichkeit eine Show zu bieten, die alle bisherigen Dimensionen sprengt. Nürnberger Rassengesetze und staatlicher Terror gegen Juden, Roma und Sinti wurden verschwiegen, der Erfolg der Spiele sollte nicht durch Protest und Boykott getrübt werden.

Drei junge Schwimmerinnen vom Wiener Sportclub Hakoah aber machen nicht mit. Angeführt von Judith Deutsch – dargestellt von Antonia Moretti –, die als Sportlerin des Jahres 1935 große Medaillenchancen hat, beschließen sie trotz Drohungen des Schwimmverbands, nicht nach Berlin zu fahren und setzen damit ein Zeichen. Die Dokumentation „Olympia 1936 – Der verratene Traum“ von Christoph Weber (szenische Regie: Heinz Leger) erzählt die Geschichte von Judith Deutsch und wirft basierend auf neuen Recherchen in Archiven auf der ganzen Welt eine brisante Frage auf: Warum durfte ausgerechnet ein Diktator wie Hitler die Olympischen Spiele 1936 ausrichten?

Das Weltereignis in Berlin
Minutiös enthüllt die Dokumentation – eine Koproduktion von pre tv, ORF, täglich media, ZDF und PBS, gefördert von Fernsehfonds Austria, Filmfonds Wien und VAM und unterstützt vom Creative Europe Programme – MEDIA der Europäischen Union, wie das IOC und die Nationalsozialisten kooperierten, um die Olympischen Spiele zu dem zu machen, was sie heute sind: Ein spektakuläres Weltereignis, dessen Bilder in alle Welt übertragen werden und das die Massen in Begeisterung versetzt. Der Film räumt dabei mit der Legende auf, dass das IOC von Hitler getäuscht wurde und nicht wusste, was die Nationalsozialisten vorhatten. Wie sie die Spiele kultisch inszenierten und zu einem Ersatzkrieg der Nationen um Medaillen machten – das war dem IOC ebenso bewusst wie die eklatanten Verstöße gegen die Amateurregeln und die Diskriminierung von jüdischen Sportlerinnen und Sportlern in der NS-Diktatur. Das IOC nahm all dies in Kauf, weil es von „den größten Spielen aller Zeiten“ träumte. Und genau die lieferte Hitler.

Neben dem „teuflischen Deal“, auf den sich das IOC mit den Nationalsozialisten einließ, bildet die Geschichte der jüdischen Schwimmerin Judith Deutsch einen zweiten Erzählstrang der Dokumentation. Anders als das IOC war sie mit drei weiteren Schwimmerinnen des jüdischen Sportvereines Hakoah in Wien dazu bereit, die Olympischen Spiele von Berlin zu boykottieren – aus Protest gegen Hitlers Rassenhass und die Ausgrenzung der Juden. Judith Deutsch musste mit ihren damals 17 Jahren einen hohen Preis zahlen. Sie wurde lebenslang gesperrt und der Österreichische Schwimmverband annullierte alle ihre Rekorde.

Antonia Moretti über ihre Rolle als Judith Deutsch
Antonia Moretti zu ihrer Rolle der Judith Deutsch: „In „Olympia 1936 – der verratene Traum“ habe ich das erste Mal richtige Filmluft schnuppern dürfen. Das Team war sehr nett und verständnisvoll zu mir als Anfängerin, und ich habe versucht, mich schnell auf die Figur und die filmischen wie sportlichen Herausforderungen einzustellen. Was mich an Judith Deutsch, der jungen jüdischen Schwimmerin, am meisten beeindruckt hat, sind ihre trotzige Intelligenz und ihr Mut. Für ihr Weigern, an den Olympischen Spielen teilzunehmen, wurde sie lebenslang gesperrt, und der Österreichische Schwimmverband annullierte alle ihre Rekorde. Nur knapp konnte sie ihr Leben retten. Für mich ist das schon etwas Besonderes, nicht nur darüber nachzudenken, sondern so eine Figur, also den Menschen, wie er gelebt hat, selbst zu spielen. Das habe ich bei der gesamten Produktion gespürt, und das hat mir auch geholfen. Wir haben ja in der Schule viele solcher Schicksale besprochen, aber das selbst nachzuerleben, ist etwas ganz anderes.“

Brisante Dokumente, hochwertige Spielszenen und die Aussagen weltweit führender Fachleute machen „Olympia 1936 – Der verratene Traum“ zu einem Film, der nicht nur die dunkle Geschichte des IOC enthüllt, sondern auch zeigt, wie die Spiele von Berlin zu einer Blaupause für alle folgenden Olympischen Spiele wurden.

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