Am Schauplatz [2018.01.25]
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Am Schauplatz
Katalogzettel
| Titel | Am Schauplatz [2018.01.25] |
| Titelzusatz |
Vor dem Nichts - Wenn die Delogierung droht |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
ORF 2 [Sendeanstalt]
|
| Datum |
2018.01.25 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt |
| Typ | video |
| Format |
DFMPG [Dateiformat: MPG] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | E52-08419 |
| Gesamtwerk/Reihe | Am Schauplatz |
Information
Inhalt
Mietrückstand, drohende Delogierung bis zur endgültigen Räumung sind die Themen der nächsten Sendung.
Rund 30.000 Haushalte waren im vergangenen Jahr vom Verlust der Wohnung bedroht. Meist deshalb, weil die Bewohner nicht mehr in der Lage waren, ihre Miete zu bezahlen. Wer wenig Erspartes hat und dann noch in eine persönliche Krise gerät, kann schnell von Delogierung betroffen sein.
Im Jahr 2017 gab es laut Justizministerium über 4.300 durchgeführte Räumungen. Eine davon hätte fast Natasa S. getroffen. Der Gerichtsvollzieher stand bereits vor ihrer Tür: „Sie wollten uns noch am selben Tag aus der Wohnung schmeißen. Ich habe den Herrn dann gebeten, dass ich noch eine Chance bekomme und versprochen, die fehlenden Mieten in Raten zurückzuzahlen“, erzählt die Alleinerzieherin. Weil sie nun wieder finanzielle Probleme hat und keine Geldreserven ansparen konnte, droht der 28-Jährigen und ihren drei Kindern nun endgültig der Verlust der Wohnung.
Heimo Hausberger führt mit seiner Räumungsfirma seit 35 Jahren Delogierungen durch. Er sagt: „Ab und zu muss man den Leuten schon erklären, dass sie selbst Schuld sind an ihrer Misere. Die meisten Delogierten haben schon monatelang ihre Miete nicht bezahlt und öffnen nicht einmal mehr ihre Post.“ Seiner Erfahrung nach würden die meisten Mieter erst dann den Ernst der Lage erkennen, wenn es zu spät ist.
Wie kommt es überhaupt so weit, dass man seine Miete nicht mehr zahlen kann? Wie lebt man mit der Angst, seine Wohnung zu verlieren? Und wo kann man hingehen, wenn man tatsächlich delogiert wird und auf der Straße steht? Am Schauplatz-Reporterin Kim Kadlec hat versucht Antworten zu finden und dafür Menschen besucht, die kurz davor stehen, ihre Wohnung zu verlieren.
Rund 30.000 Haushalte waren im vergangenen Jahr vom Verlust der Wohnung bedroht. Meist deshalb, weil die Bewohner nicht mehr in der Lage waren, ihre Miete zu bezahlen. Wer wenig Erspartes hat und dann noch in eine persönliche Krise gerät, kann schnell von Delogierung betroffen sein.
Im Jahr 2017 gab es laut Justizministerium über 4.300 durchgeführte Räumungen. Eine davon hätte fast Natasa S. getroffen. Der Gerichtsvollzieher stand bereits vor ihrer Tür: „Sie wollten uns noch am selben Tag aus der Wohnung schmeißen. Ich habe den Herrn dann gebeten, dass ich noch eine Chance bekomme und versprochen, die fehlenden Mieten in Raten zurückzuzahlen“, erzählt die Alleinerzieherin. Weil sie nun wieder finanzielle Probleme hat und keine Geldreserven ansparen konnte, droht der 28-Jährigen und ihren drei Kindern nun endgültig der Verlust der Wohnung.
Heimo Hausberger führt mit seiner Räumungsfirma seit 35 Jahren Delogierungen durch. Er sagt: „Ab und zu muss man den Leuten schon erklären, dass sie selbst Schuld sind an ihrer Misere. Die meisten Delogierten haben schon monatelang ihre Miete nicht bezahlt und öffnen nicht einmal mehr ihre Post.“ Seiner Erfahrung nach würden die meisten Mieter erst dann den Ernst der Lage erkennen, wenn es zu spät ist.
Wie kommt es überhaupt so weit, dass man seine Miete nicht mehr zahlen kann? Wie lebt man mit der Angst, seine Wohnung zu verlieren? Und wo kann man hingehen, wenn man tatsächlich delogiert wird und auf der Straße steht? Am Schauplatz-Reporterin Kim Kadlec hat versucht Antworten zu finden und dafür Menschen besucht, die kurz davor stehen, ihre Wohnung zu verlieren.