kultur.montag [2018.02.12]
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks kultur.montag
Katalogzettel
| Titel | kultur.montag [2018.02.12] |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Stadler, Clarissa [Moderation]
[GND
]
ORF 2 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2018.02.12 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Kultur ; Reportage ; Dokumentation ; TV-Mitschnitt |
| Typ | video |
| Format |
DFMPG [Dateiformat: MPG] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | E52-08542 |
| Gesamtwerk/Reihe | kultur.montag |
Information
Inhalt
"Arthur & Claire" - Studiogast: Josef Hader | "Folgen sie mir auffällig" - Florian Scheuba | WOW! Die Heidi Horten-Collection | Man Ray | "Shape of Water" | "Gutmenschen" - Yael Ronen | "Kein Platz mehr" - Margit Schreiner
Kultur.Doku:
Ein Kuss macht Kasse - Klimt zwischen Kunst und Kommerz
Klimt scheint, wie so manch anderer berühmter Künstler, in einer schier unendlichen Lawine von Ausstellungen, Merchandising-Produkten und Tourismus-Angeboten begraben zu werden. Klimt-Teddybär, Klimt-Hundedecke, Klimt-Porzellanfigur, Klimt-Praline, Klimt-Barbie, Klimt-Regenschirm, Klimt-Kochbuch: Hauptsache "Der Kuss" ist darauf abgebildet; davon abgesehen sind der Phantasie der Geschäftemacher keine Grenzen gesetzt. Der Film von Thomas Macho spürt von Wien über China bis nach Kanada dem Phänomen nach - denn "Klimt sells".
Zahlreiche Klimt-Ausstellungen werden gezeigt und am verschlafen-romantischen Ufer des Attersees wird ein Klimt-Zentrum in unmittelbarer Nähe zu Klimts früherer Sommerresidenz besucht.
In krassem Gegensatz zu diesem Boom steht die heftige Kritik, der Klimts Werk zu seinen Lebzeiten ausgesetzt war: Die Protagonisten des Films zitieren aus teils sehr derben Zeitungsartikeln und zeigen damit, wie schnell aus einem verachteten Künstler ein Superstar werden kann.
Thomas Macho wirft auch einen Blick in etwas stillere Ecken: Zum Beispiel auf einen Kopisten im südchinesischen Malerstädtchen Dafen, der freimütig erklärt, warum eine Klimt-Kopie viel aufwändiger herzustellen sei, als etwa ein Claude Monet.
Ein weiteres Kuriosum ist das "Haus Gustav Klimt", ein Seniorenheim im 14. Wiener Gemeindebezirk, denn seine rüstigen Bewohner entpuppen sich im Film als durchaus Klimt-affine Kunstinteressierte.
Auch der obligate Anverwandte des berühmten Vorfahren, in dem Fall ein Enkel von Gustav Klimt, darf nicht fehlen.
Allerdings ist dieser vom Rummel um den ehrwürdigen Jubilar alles andere als begeistert.
Eine Dokumentation von Thomas Macho
Ein Kuss macht Kasse - Klimt zwischen Kunst und Kommerz
Klimt scheint, wie so manch anderer berühmter Künstler, in einer schier unendlichen Lawine von Ausstellungen, Merchandising-Produkten und Tourismus-Angeboten begraben zu werden. Klimt-Teddybär, Klimt-Hundedecke, Klimt-Porzellanfigur, Klimt-Praline, Klimt-Barbie, Klimt-Regenschirm, Klimt-Kochbuch: Hauptsache "Der Kuss" ist darauf abgebildet; davon abgesehen sind der Phantasie der Geschäftemacher keine Grenzen gesetzt. Der Film von Thomas Macho spürt von Wien über China bis nach Kanada dem Phänomen nach - denn "Klimt sells".
Zahlreiche Klimt-Ausstellungen werden gezeigt und am verschlafen-romantischen Ufer des Attersees wird ein Klimt-Zentrum in unmittelbarer Nähe zu Klimts früherer Sommerresidenz besucht.
In krassem Gegensatz zu diesem Boom steht die heftige Kritik, der Klimts Werk zu seinen Lebzeiten ausgesetzt war: Die Protagonisten des Films zitieren aus teils sehr derben Zeitungsartikeln und zeigen damit, wie schnell aus einem verachteten Künstler ein Superstar werden kann.
Thomas Macho wirft auch einen Blick in etwas stillere Ecken: Zum Beispiel auf einen Kopisten im südchinesischen Malerstädtchen Dafen, der freimütig erklärt, warum eine Klimt-Kopie viel aufwändiger herzustellen sei, als etwa ein Claude Monet.
Ein weiteres Kuriosum ist das "Haus Gustav Klimt", ein Seniorenheim im 14. Wiener Gemeindebezirk, denn seine rüstigen Bewohner entpuppen sich im Film als durchaus Klimt-affine Kunstinteressierte.
Auch der obligate Anverwandte des berühmten Vorfahren, in dem Fall ein Enkel von Gustav Klimt, darf nicht fehlen.
Allerdings ist dieser vom Rummel um den ehrwürdigen Jubilar alles andere als begeistert.
Eine Dokumentation von Thomas Macho