kultur.montag [2018.03.12]
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks kultur.montag
Katalogzettel
| Titel | kultur.montag [2018.03.12] |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Traxl, Martin [Moderation]
[GND
]
ORF 2 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2018.03.12 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Kultur ; Reportage ; Dokumentation ; TV-Mitschnitt |
| Typ | video |
| Format |
DFMPG [Dateiformat: MPG] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | E52-08745 |
| Gesamtwerk/Reihe | kultur.montag |
Information
Inhalt
Martin Traxl präsentiert zum ORF Zeitgeschichteschwerpunkt 1938 - Der "Anschluss": Der private Blick | Die Nein-Sagerin | "Murer - Anatomie eines Prozesses" | Die Vertreibung | Der Balkon | Rumänien
Les.Art:
Die Leipziger Buchmesse steht vor der Tür und damit eines der wichtigsten Events der internationalen Buchbranche. Wie bei der Frankfurter Buchmesse ist es auch in Leipzig inzwischen Tradition: die Kultur, Literatur eines Landes wird in den Fokus gestellt - diesmal wird es Rumänien sein.
Die Frage, wer "wir Europäer" sind und wer "wir" in Zukunft sein wollen, wird in Leipzig eine zentrale sein. Mit dieser Frage verbunden ist auch die nach der Vergangenheit und danach, was es aus ihr für die Zukunft zu lernen gilt.
Um den Zustand unserer Gegenwart, die ahistorisch nicht zu denken ist, wird es auch in der ersten Ausgabe der lesArt im Jahr 2018 gehen.
Bei Christian Ankowitsch zu Gast: der Schweizer Autor mit rumänischen Wurzeln Catalin Dorian Florescu und die österreichische Literaturkritikerin Daniela Strigl.
Beide zeichnen sich durch ein ausgeprägtes kritisches Bewusstsein aus, beide lassen sich als widerborstige Zeitgenossen bezeichnen.
In seinem neuen Buch – erstmals ein Essay mit dem Titel "Die Freiheit ist möglich" zeichnet Catalin Dorian Florescu ein düsteres Bild unserer Gegenwart und zeigt zugleich auf, wie ein "menschengerechtes Menschenbild" gegen die Regeln des Zeitgeists durchsetzbar wäre.
Er spricht in dem Buch von der Digitalisierung als Fetisch, die die konformistischen Tendenzen in unserer Gesellschaft verstärkt und er plädiert für das Recht auf Stille, auf Ruhe, auf ungeteilte Gegenwart, die es dem Menschen erst möglich machen, seine Menschlichkeit auszuleben.
In Zeiten, in denen all überall um die Aufmerksamkeit des Menschen gebuhlt wird und alle Lebensbereiche dem Diktat der Ökonomie und der Flexibilität ausgesetzt zu sein scheinen, hat es auch die Literaturkritik nicht leicht: Daniela Strigl zeigt in ihrem Buch "Alles muss man selber machen" allerdings auf, dass die Literaturkritik seit Jahrhunderten für tot erklärt wird und es gewissermaßen zum Betriebsritual gehört, den Untergang dieses Fachs samt der dazugehörigen Zunft zu beschwören.
In ihrem Buch, in dem sie Einblicke gewährt in ihre Arbeit als Literaturkritikerin, Literaturwissenschafterin, Verfasserin von Biographien und Essayistin, zeigt sie auf, dass die Beschäftigung mit Literatur immer auch eine Beschäftigung mit dem Zustand der Welt ist. Ihre Devise: für die Literatur gilt gleiches wie für das Essen: man sollte nicht alles einfach hinnehmen, was einem vorgesetzt wird.
Darüber hinaus in der lesArt: eine weitere Ausgabe der Reihe "Kleinverlage im Portrait": diesmal ist es der in Wien ansässige Sonderzahl-Verlag, der näher vorgestellt wird.
Die Leipziger Buchmesse steht vor der Tür und damit eines der wichtigsten Events der internationalen Buchbranche. Wie bei der Frankfurter Buchmesse ist es auch in Leipzig inzwischen Tradition: die Kultur, Literatur eines Landes wird in den Fokus gestellt - diesmal wird es Rumänien sein.
Die Frage, wer "wir Europäer" sind und wer "wir" in Zukunft sein wollen, wird in Leipzig eine zentrale sein. Mit dieser Frage verbunden ist auch die nach der Vergangenheit und danach, was es aus ihr für die Zukunft zu lernen gilt.
Um den Zustand unserer Gegenwart, die ahistorisch nicht zu denken ist, wird es auch in der ersten Ausgabe der lesArt im Jahr 2018 gehen.
Bei Christian Ankowitsch zu Gast: der Schweizer Autor mit rumänischen Wurzeln Catalin Dorian Florescu und die österreichische Literaturkritikerin Daniela Strigl.
Beide zeichnen sich durch ein ausgeprägtes kritisches Bewusstsein aus, beide lassen sich als widerborstige Zeitgenossen bezeichnen.
In seinem neuen Buch – erstmals ein Essay mit dem Titel "Die Freiheit ist möglich" zeichnet Catalin Dorian Florescu ein düsteres Bild unserer Gegenwart und zeigt zugleich auf, wie ein "menschengerechtes Menschenbild" gegen die Regeln des Zeitgeists durchsetzbar wäre.
Er spricht in dem Buch von der Digitalisierung als Fetisch, die die konformistischen Tendenzen in unserer Gesellschaft verstärkt und er plädiert für das Recht auf Stille, auf Ruhe, auf ungeteilte Gegenwart, die es dem Menschen erst möglich machen, seine Menschlichkeit auszuleben.
In Zeiten, in denen all überall um die Aufmerksamkeit des Menschen gebuhlt wird und alle Lebensbereiche dem Diktat der Ökonomie und der Flexibilität ausgesetzt zu sein scheinen, hat es auch die Literaturkritik nicht leicht: Daniela Strigl zeigt in ihrem Buch "Alles muss man selber machen" allerdings auf, dass die Literaturkritik seit Jahrhunderten für tot erklärt wird und es gewissermaßen zum Betriebsritual gehört, den Untergang dieses Fachs samt der dazugehörigen Zunft zu beschwören.
In ihrem Buch, in dem sie Einblicke gewährt in ihre Arbeit als Literaturkritikerin, Literaturwissenschafterin, Verfasserin von Biographien und Essayistin, zeigt sie auf, dass die Beschäftigung mit Literatur immer auch eine Beschäftigung mit dem Zustand der Welt ist. Ihre Devise: für die Literatur gilt gleiches wie für das Essen: man sollte nicht alles einfach hinnehmen, was einem vorgesetzt wird.
Darüber hinaus in der lesArt: eine weitere Ausgabe der Reihe "Kleinverlage im Portrait": diesmal ist es der in Wien ansässige Sonderzahl-Verlag, der näher vorgestellt wird.