Thema [2018.03.26]
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Thema
Katalogzettel
| Titel | Thema [2018.03.26] |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Feurstein, Christoph [Präsentator/in]
[GND
]
ORF 2 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2018.03.26 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Medien und Kommunikation ; Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt |
| Typ | video |
| Format |
DFMPG [Dateiformat: MPG] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | E52-08848 |
| Gesamtwerk/Reihe | Thema |
Information
Inhalt
Energieschirm und Grander-Wasser – Esoterik auf Steuerkosten
Ein „Energieschirm“ im Wert von 95.000 Euro soll seit Jänner das Krankenhaus Wien-Nord schützen. Seit einigen Tagen ist klar – der Schirm funktioniert nicht. Denn der öffentliche Ärger trifft das skandalgebeutelte Krankenhaus seit dem Auffliegen des ungewöhnlichen Auftrags ungebremst.
Dabei findet die Esoterik bereits seit Jahrzehnten öffentliche Auftraggeber: Ein Wellblech für tausende Euro soll Strahlungen in Krankenhäusern „harmonisieren“, im Schulunterricht tauchen Bildungsangebote von Sekten auf, und die Lipizzaner in der Hofburg trinken Grander-Wasser.
18.000 Energetikerinnen und Energetiker haben einen Gewerbeschein bei der Wrtschaftskammer.
„Konsequenterweise müsste man dort auch einen Gewerbeschein für Trickbetrüger einführen“, empört sich der Physiker Werner Gruber über den Vormarsch der Metaphysik in Österreich. Martin Steiner und Christoph Bendas haben recherchiert, wo Energiearbeit mit Steuergeld finanziert wird und wie die Anbieter versuchen, ihren Angeboten die Aura der Wissenschaftlichkeit zu verleihen.
Ein „Energieschirm“ im Wert von 95.000 Euro soll seit Jänner das Krankenhaus Wien-Nord schützen. Seit einigen Tagen ist klar – der Schirm funktioniert nicht. Denn der öffentliche Ärger trifft das skandalgebeutelte Krankenhaus seit dem Auffliegen des ungewöhnlichen Auftrags ungebremst.
Dabei findet die Esoterik bereits seit Jahrzehnten öffentliche Auftraggeber: Ein Wellblech für tausende Euro soll Strahlungen in Krankenhäusern „harmonisieren“, im Schulunterricht tauchen Bildungsangebote von Sekten auf, und die Lipizzaner in der Hofburg trinken Grander-Wasser.
18.000 Energetikerinnen und Energetiker haben einen Gewerbeschein bei der Wrtschaftskammer.
„Konsequenterweise müsste man dort auch einen Gewerbeschein für Trickbetrüger einführen“, empört sich der Physiker Werner Gruber über den Vormarsch der Metaphysik in Österreich. Martin Steiner und Christoph Bendas haben recherchiert, wo Energiearbeit mit Steuergeld finanziert wird und wie die Anbieter versuchen, ihren Angeboten die Aura der Wissenschaftlichkeit zu verleihen.
Später Erfolg - Entführung nach 23 Jahren geklärt
Im April 1995 wird in Wien-Hietzing die Ehefrau des Filialleiters einer Bank entführt. Ihr Ehemann zahlt eine Million Schilling Lösegeld, die Täter entkommen. Nach 23 Jahren hat die Polizei diesen Fall nun gelöst – bei Vernehmungen zu einem Überfall auf ein Postamt in Breitenfurt.
Der mutmaßliche Täter erzählt der Polizei Details der Entführung 1995, die nur er wissen kann. Was er offenbar nicht wusste: erpresserische Entführung verjährt nicht. Der mittlerweile 54-Jährige hat bereits 15 Jahre Haft wegen einer anderen Entführung abgesessen. Im Sommer 1995, nur drei Monate nach der Entführung der Ehefrau des Bank-Filialleiters, nimmt er ein Juwelier-Ehepaar zuhause in Wien-Meidling als Geiseln. "Es hat an der Tür geläutet, der Mann hat eine silberne Waffe gezogen. Ich konnte meiner Frau noch zurufen: das ist ein Überfall, mach' alles was der Herr sagt!" Im Thema-Interview mit Markus Stachl schildert das Ehepaar Uhlir die bangen Stunden, 23 Jahre nach der Tat.
Im April 1995 wird in Wien-Hietzing die Ehefrau des Filialleiters einer Bank entführt. Ihr Ehemann zahlt eine Million Schilling Lösegeld, die Täter entkommen. Nach 23 Jahren hat die Polizei diesen Fall nun gelöst – bei Vernehmungen zu einem Überfall auf ein Postamt in Breitenfurt.
Der mutmaßliche Täter erzählt der Polizei Details der Entführung 1995, die nur er wissen kann. Was er offenbar nicht wusste: erpresserische Entführung verjährt nicht. Der mittlerweile 54-Jährige hat bereits 15 Jahre Haft wegen einer anderen Entführung abgesessen. Im Sommer 1995, nur drei Monate nach der Entführung der Ehefrau des Bank-Filialleiters, nimmt er ein Juwelier-Ehepaar zuhause in Wien-Meidling als Geiseln. "Es hat an der Tür geläutet, der Mann hat eine silberne Waffe gezogen. Ich konnte meiner Frau noch zurufen: das ist ein Überfall, mach' alles was der Herr sagt!" Im Thema-Interview mit Markus Stachl schildert das Ehepaar Uhlir die bangen Stunden, 23 Jahre nach der Tat.
Besatzungskinder – die lange Suche nach den eigenen Wurzeln
Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen in Österreich mindestens 30.000 Besatzungskinder auf die Welt: als Folge von Liebesbeziehungen, kurzen Affären, „Überlebensprostitution“, aber auch nach Vergewaltigungen. Sie galten als „Kinder des Feindes“, obwohl ihre Väter offiziell keine Feinde mehr waren. Häufig waren sie - gemeinsam mit ihren Müttern - Diskriminierung und Stigmatisierung ausgesetzt.
Jahrzehntelang waren viele dieser „Kinder des Krieges“ von einer Mauer des Schweigens umgeben, die erst in den letzten Jahren einzubrechen begann. Die Suche nach den eigenen Wurzeln, der eigenen Identität, beschäftigt die Familien bis heute. Auch die zweite und dritte Generation stellt vermehrt die Frage nach ihrer Herkunft. Andrea Poschmaier hat ehemalige Besatzungskinder getroffen, die sich heute „Befreiungskinder“ nennen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen in Österreich mindestens 30.000 Besatzungskinder auf die Welt: als Folge von Liebesbeziehungen, kurzen Affären, „Überlebensprostitution“, aber auch nach Vergewaltigungen. Sie galten als „Kinder des Feindes“, obwohl ihre Väter offiziell keine Feinde mehr waren. Häufig waren sie - gemeinsam mit ihren Müttern - Diskriminierung und Stigmatisierung ausgesetzt.
Jahrzehntelang waren viele dieser „Kinder des Krieges“ von einer Mauer des Schweigens umgeben, die erst in den letzten Jahren einzubrechen begann. Die Suche nach den eigenen Wurzeln, der eigenen Identität, beschäftigt die Familien bis heute. Auch die zweite und dritte Generation stellt vermehrt die Frage nach ihrer Herkunft. Andrea Poschmaier hat ehemalige Besatzungskinder getroffen, die sich heute „Befreiungskinder“ nennen.