Thema [2018.04.30]
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Thema
Katalogzettel
| Titel | Thema [2018.04.30] |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Feurstein, Christoph [Präsentator/in]
[GND
]
ORF 2 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2018.04.30 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Medien und Kommunikation ; Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt |
| Typ | video |
| Format |
DFMPG [Dateiformat: MPG] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | E52-09077 |
| Gesamtwerk/Reihe | Thema |
Information
Inhalt
Keine Hilfe für Georg? Der Kampf um ein Medikament
Claudia Polic fürchtet um das Leben ihres Sohnes Georg. Sie ist fassungslos darüber, dass der 12-Jährige ein Medikament, das ihm helfen könnte, nicht bekommt. Georg leidet an spinaler Muskelatrophie. Diese seltene Krankheit führt zu Muskelschwäche und später zu Muskelschwund. Das Medikament „Spinraza“ kann helfen, doch eine einzige Spritze kostet 77.000 Euro.
Aus medizinischen Gründen würde Georg das Medikament nicht bekommen, heißt es an der Grazer Kinderklinik. Die beiden Kinder der Familie Rötzer haben ebenfalls den Gendefekt, der zu Muskelatrophie führt. Raffael, zwei Jahre, und Mirabell, sieben Monate alt, bekommen „Spinraza“. Sein Zustand ist stabil und es werden kleine Fortschritte erzielt, bei Mirabell sind die Symptome gar nicht aufgetreten. Warum bekommen manche Patienten das teure Medikament und andere nicht? Liegt es am Geld? Markus Stachl und Benedict Feichtner haben recherchiert.
Claudia Polic fürchtet um das Leben ihres Sohnes Georg. Sie ist fassungslos darüber, dass der 12-Jährige ein Medikament, das ihm helfen könnte, nicht bekommt. Georg leidet an spinaler Muskelatrophie. Diese seltene Krankheit führt zu Muskelschwäche und später zu Muskelschwund. Das Medikament „Spinraza“ kann helfen, doch eine einzige Spritze kostet 77.000 Euro.
Aus medizinischen Gründen würde Georg das Medikament nicht bekommen, heißt es an der Grazer Kinderklinik. Die beiden Kinder der Familie Rötzer haben ebenfalls den Gendefekt, der zu Muskelatrophie führt. Raffael, zwei Jahre, und Mirabell, sieben Monate alt, bekommen „Spinraza“. Sein Zustand ist stabil und es werden kleine Fortschritte erzielt, bei Mirabell sind die Symptome gar nicht aufgetreten. Warum bekommen manche Patienten das teure Medikament und andere nicht? Liegt es am Geld? Markus Stachl und Benedict Feichtner haben recherchiert.
Golan-Video - Österreichische Soldaten im Zwielicht
Ein Video zeigt österreichische Blauhelme, die im September 2012 einen Kleintransporter mit syrischen Geheimpolizisten einen Checkpoint passieren lassen. Die Österreicher wissen, dass Schmuggler oder Banditen hinter dem Grenzposten einen Hinterhalt gelegt haben. Die Syrer sterben. Die Österreicher kommentieren die Szenen in zynischer Form.
„Im schlimmsten Fall ist das Beihilfe zum Mord, weil sie nichts gesagt haben", sagt Völkerrechtsexperte Manfred Nowak. Hat der Vorfall zum Abzug der österreichischen Truppen 2013 geführt? Der Autor und Soldat Franz Hammerbacher glaubt das nicht. Er war selbst 2009 am Golan stationiert: „Ein UN-Mandat heißt eigentlich, nicht einzugreifen. Solche Szenen gab es am Golan in der Spätphase viele. Von den Soldaten zu verlangen, neutral zu bleiben, war irgendwann nicht mehr möglich.“ Christoph Bendas berichtet.
Ein Video zeigt österreichische Blauhelme, die im September 2012 einen Kleintransporter mit syrischen Geheimpolizisten einen Checkpoint passieren lassen. Die Österreicher wissen, dass Schmuggler oder Banditen hinter dem Grenzposten einen Hinterhalt gelegt haben. Die Syrer sterben. Die Österreicher kommentieren die Szenen in zynischer Form.
„Im schlimmsten Fall ist das Beihilfe zum Mord, weil sie nichts gesagt haben", sagt Völkerrechtsexperte Manfred Nowak. Hat der Vorfall zum Abzug der österreichischen Truppen 2013 geführt? Der Autor und Soldat Franz Hammerbacher glaubt das nicht. Er war selbst 2009 am Golan stationiert: „Ein UN-Mandat heißt eigentlich, nicht einzugreifen. Solche Szenen gab es am Golan in der Spätphase viele. Von den Soldaten zu verlangen, neutral zu bleiben, war irgendwann nicht mehr möglich.“ Christoph Bendas berichtet.
Das Kreuz mit der Mobilität – Ländliche Fahrtendienste vor dem Aus
„Ohne den Fahrtendienst wäre ich völlig isoliert. Ich würde tagein, tagaus zu Hause sitzen und wahrscheinlich vereinsamen, “ sagt die 79jährige Edith Kornberger. Auch Adele Miehl echauffiert sich: „Da sollen sie einmal kommen, die Politiker aus Wien und hier drei Wochen ohne Auto leben!“ Beide Damen nutzen den Fahrtendienst „BIS-Mobil“ im oberösterreichischen Ebensee häufig.
Doch am 30. April wird er eingestellt. Der Grund: Die Fahrerinnen und Fahrer waren mit Geld aus dem AMS für ältere Arbeitslose finanziert. Das wurde gestrichen. Ohne eigenes Auto ist das Leben auf dem Land kaum mehr möglich. Geschäfte, Supermärkte, Banken und andere Einrichtungen wandern ab. Vor allem ältere Menschen bleiben buchstäblich auf der Strecke, berichtet Andrea Poschmaier.
„Ohne den Fahrtendienst wäre ich völlig isoliert. Ich würde tagein, tagaus zu Hause sitzen und wahrscheinlich vereinsamen, “ sagt die 79jährige Edith Kornberger. Auch Adele Miehl echauffiert sich: „Da sollen sie einmal kommen, die Politiker aus Wien und hier drei Wochen ohne Auto leben!“ Beide Damen nutzen den Fahrtendienst „BIS-Mobil“ im oberösterreichischen Ebensee häufig.
Doch am 30. April wird er eingestellt. Der Grund: Die Fahrerinnen und Fahrer waren mit Geld aus dem AMS für ältere Arbeitslose finanziert. Das wurde gestrichen. Ohne eigenes Auto ist das Leben auf dem Land kaum mehr möglich. Geschäfte, Supermärkte, Banken und andere Einrichtungen wandern ab. Vor allem ältere Menschen bleiben buchstäblich auf der Strecke, berichtet Andrea Poschmaier.
Ausgezwitschert? Vogelsterben in Österreich
„Als ich ein Bub war, war es nichts Besonderes, ein Rebhuhn auf einem Feld zu sehen. Heute ist das schon eine Seltenheit!“ Die Statistik bestätigt den Hobby-Ornithologen Rainer Praschak: Der Bestand der Rebhühner ist in Österreich um achtzig Prozent zurückgegangen.
Bei den 22 häufigsten Feldvogelarten ist in den letzten zwei Jahrzehnten ein Minus von vierzig Prozent zu verzeichnen. Die intensive Landwirtschaft zerstört Lebensräume, Pestizide vernichten Insekten, die Nahrung der Vögel - für Feldlerche, Kiebitz oder Braunkehlchen wird es eng. Markus Stachl berichtet.
„Als ich ein Bub war, war es nichts Besonderes, ein Rebhuhn auf einem Feld zu sehen. Heute ist das schon eine Seltenheit!“ Die Statistik bestätigt den Hobby-Ornithologen Rainer Praschak: Der Bestand der Rebhühner ist in Österreich um achtzig Prozent zurückgegangen.
Bei den 22 häufigsten Feldvogelarten ist in den letzten zwei Jahrzehnten ein Minus von vierzig Prozent zu verzeichnen. Die intensive Landwirtschaft zerstört Lebensräume, Pestizide vernichten Insekten, die Nahrung der Vögel - für Feldlerche, Kiebitz oder Braunkehlchen wird es eng. Markus Stachl berichtet.