kultur.montag [2018.06.18]
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks kultur.montag
Katalogzettel
| Titel | kultur.montag [2018.06.18] |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Stadler, Clarissa [Moderation]
[GND
]
ORF 2 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2018.06.18 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Kultur ; Reportage ; Dokumentation ; TV-Mitschnitt |
| Typ | video |
| Format |
DFMPG [Dateiformat: MPG] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | E52-09391 |
| Gesamtwerk/Reihe | kultur.montag |
Information
Inhalt
Typisch Europa | Verbindendes & Trennendes | Studiogast: Martin Pollack | Demokratie in Gefahr | Kulturhauptstadt Valletta | Postkarten
Kultur.Doku:
Ich bin's am Ende immer selbst - Klaus Maria Brandauer
"Den Namen wird man sich merken müssen", lautet eine Dialogzeile aus István Szabós cineastischem Meisterwerk "Mephisto" – ein Satz, den Hauptdarsteller Klaus Maria Brandauer in ganz jungen Jahren wohl genauso hätte sagen können. Sendungs- wie Selbstbewusstsein, Charisma und das Streben nach künstlerischer Perfektion sind seine Markenzeichen.
Mit "Mephisto" begann Brandauers Aufstieg zum Weltstar, mit „Oberst Redl“ fand die Zusammenarbeit mit Szabó eine kongeniale Fortsetzung. In den 1980er-Jahren war er schier omnipräsent, dominierte als "Jedermann" jahrelang den Salzburger Domplatz und pendelte ständig zwischen Hollywood und dem Burgtheater.
Eine "Oscar"-Nominierung und der Golden Globe für seine Rolle in "Jenseits von Afrika" und seine Rolle als James Bond-Bösewicht Maximilian Largo zementierten seinen Ruf als Großmeister des Sinistren, als Schauspieler, der das Böse zum Funkeln bringen kann.
Bis heute ist Klaus Maria Brandauer jener deutschsprachige Schauspieler, der die meisten US-Kritikerpreise auf sich vereinigen konnte.
Dennoch blieb er der Bühne, blieb er Wien immer treu: Keinen Auftritt als "Hamlet" versäumte er, obwohl der damalige Burg-Direktor – so das Ondit – die Vorstellungen ungnädig ansetzte.
Auch als Regisseur schuf Brandauer mit "Mario und der Zauberer" und "Georg Elser – einer aus Deutschland" exemplarische Arbeiten. Der Erfolg hat ihm die Kanten nicht genommen – immer noch gilt er als angriffslustig, streitbar und widerständig. Im vergangenen Jahrzehnt hat er in der Zusammenarbeit mit Regie-Altmeister Peter Stein eine fulminante Alterskarriere begonnen.
Anlässlich seines 75. Geburtstages zeigt der ORF ein Porträt Brandauers von Eva Maria Klinger: Dort, wo er zutiefst verwurzelt ist, in seiner Heimatgemeinde Altaussee, hat Klinger ihn zum Gespräch gebeten. "Ich bin tiefe Provinz", hat der Weltstar einmal über sich gesagt. Das mag man ihm als Koketterie nachsehen.
Ich bin's am Ende immer selbst - Klaus Maria Brandauer
"Den Namen wird man sich merken müssen", lautet eine Dialogzeile aus István Szabós cineastischem Meisterwerk "Mephisto" – ein Satz, den Hauptdarsteller Klaus Maria Brandauer in ganz jungen Jahren wohl genauso hätte sagen können. Sendungs- wie Selbstbewusstsein, Charisma und das Streben nach künstlerischer Perfektion sind seine Markenzeichen.
Mit "Mephisto" begann Brandauers Aufstieg zum Weltstar, mit „Oberst Redl“ fand die Zusammenarbeit mit Szabó eine kongeniale Fortsetzung. In den 1980er-Jahren war er schier omnipräsent, dominierte als "Jedermann" jahrelang den Salzburger Domplatz und pendelte ständig zwischen Hollywood und dem Burgtheater.
Eine "Oscar"-Nominierung und der Golden Globe für seine Rolle in "Jenseits von Afrika" und seine Rolle als James Bond-Bösewicht Maximilian Largo zementierten seinen Ruf als Großmeister des Sinistren, als Schauspieler, der das Böse zum Funkeln bringen kann.
Bis heute ist Klaus Maria Brandauer jener deutschsprachige Schauspieler, der die meisten US-Kritikerpreise auf sich vereinigen konnte.
Dennoch blieb er der Bühne, blieb er Wien immer treu: Keinen Auftritt als "Hamlet" versäumte er, obwohl der damalige Burg-Direktor – so das Ondit – die Vorstellungen ungnädig ansetzte.
Auch als Regisseur schuf Brandauer mit "Mario und der Zauberer" und "Georg Elser – einer aus Deutschland" exemplarische Arbeiten. Der Erfolg hat ihm die Kanten nicht genommen – immer noch gilt er als angriffslustig, streitbar und widerständig. Im vergangenen Jahrzehnt hat er in der Zusammenarbeit mit Regie-Altmeister Peter Stein eine fulminante Alterskarriere begonnen.
Anlässlich seines 75. Geburtstages zeigt der ORF ein Porträt Brandauers von Eva Maria Klinger: Dort, wo er zutiefst verwurzelt ist, in seiner Heimatgemeinde Altaussee, hat Klinger ihn zum Gespräch gebeten. "Ich bin tiefe Provinz", hat der Weltstar einmal über sich gesagt. Das mag man ihm als Koketterie nachsehen.