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Unser Österreich: Steiermark - Verbunden über alle Grenzen

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Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Universum History

Katalogzettel

Titel Unser Österreich: Steiermark - Verbunden über alle Grenzen
Titelzusatz 1918 - Die Geburt der Republik
Urheber/innen und Mitwirkende ORF 2 [Sendeanstalt]
Datum 2018.11.01 [Sendedatum]
Schlagworte Gesellschaft ; Kultur ; Dokumentarfilm ; Geschichtswissenschaft ; TV-Mitschnitt
Örtliche Einordnung Steiermark
Typ video
Format DFMPG [Dateiformat: MPG]
Sprache Deutsch
Signatur E52-11072
Gesamtwerk/Reihe Universum History

Information

Inhalt

Diese Folge der „Universum History“ Zeitgeschichteserie „Unser Österreich“, richtet den Fokus auf das Grenzland zwischen der Südsteiermark und der (ehemaligen) Untersteiermark, der sogenannten „Štajerska“. Es ist ein besonderer Lebensraum, der seine „steirische“ Identität grenzüberschreitend bewahrt hat. Und das, obwohl dramatische Ereignisse der Geschichte das Gegenteil forciert haben und sich die Region fast ein Jahrhundert lang in einem Zustand gefährlicher Spannung befunden hat. Nirgendwo lässt sich das besser sehen und spüren als auf dem Serschenhof der Familie Tertinjek. Ihre außergewöhnliche Geschichte erzählt Gernot Lercher in seiner Dokumentation.

Eine Familie zwischen den Fronten
Die Familie Tertinjek lebt seit Generationen auf einem besonderen Flecken Erde. Genau genommen seit 1911, als die Untersteiermark noch Teil der k. u. k. Monarchie war. Die Grenze zwischen Österreich und Slowenien verläuft seit mehr als hundert Jahren direkt hinter ihrem Haus und durchschneidet die Grundfläche in zwei gleiche Teile. Der grenzübergreifende Doppelbesitz verbindet die Südsteiermark mit der ehemaligen Untersteiermark. Die Menschen am Serschenhof hoch oben über dem kleinen Leutschach in den Hügeln des Remschnigg standen immer wieder zwischen den Fronten. In den zwei Weltkriegen ebenso wie danach, an der scharfen Trennlinie zwischen dem demokratischen Österreich und dem totalitären, kommunistischen Jugoslawien oder schließlich während Sloweniens Kampf um Unabhängigkeit.

Berührende Schicksale
Richtungsweisende Erlebnisse der Familie werden in dieser Produktion deshalb auch durch emotionale, historische Spielszenen (Reenactments) lebendig gemacht. Die Grenzziehung am Hof im Jahr 1920, die Angst der Familie vor Überfällen zum Ende des Zweiten Weltkriegs, das Leben und die Liebe während des Kalten Krieges und die grenzüberschreitende Nachbarschaftshilfe im Slowenienkrieg 1991 – es sind Szenen, die berühren und immer wieder zeigen, wie schnell Weltgeschichte und Familiengeschichte miteinander verschmelzen können.

Steirer und Steiererinnen
„Die Tertinjeks sind ein wahrer Glücksfall für unsere Produktion. Sie gewähren uns nicht nur tiefe und persönliche Einblicke in ein ebenso ereignisreiches wie dramatisches Leben, sondern beweisen uns, dass trotz aller Bedrohungen und Hindernisse Familiengeschichte tatsächlich völkerverbindend sein kann“, schildert Regisseur Gernot Lercher seine Dreharbeiten am Serschenhof.

„Ich bin eine doppelte Steirerin“, sagt deshalb auch Biserka Tertinjek, die in Ožbalt an der Drau im früheren Jugoslawien aufgewachsen ist, bevor sie ihren südsteirischen Hans vom Serschenhof bei der Erntehilfe kennen- und lieben gelernt hat. Kaum jemand kann die turbulente Geschichte der Region besser schildern als die beiden, ihre Kinder und die 87-jährige Großmutter. Hier bündeln sich unterschiedliche Blickrichtungen zu einer gemeinsamen Sichtweise, wonach sich die Menschen zu beiden Seiten der Grenze bis heute als „Steirer und Steirerinnen“ fühlen, ganz gleich welchen Reisepass sie haben.

Steiermark - Štajerska
Darüber hinaus gibt der Film anhand der „Štajerska“, der slowenischen Steiermark, einen spannenden Einblick in die Geschichte Jugoslawiens. Eines Landes, das die Österreicher über Jahrzehnte als ebenso romantische wie günstige und nicht nur deshalb beliebte Urlaubsdestination wahrgenommen haben, ohne wirklich hinter die Kulissen blicken zu wollen und zu müssen. Bisher unveröffentlichtes historisches Filmmaterial aus slowenischen Archiven lässt die spannungsgeladene Zeitgeschichte entlang der Grenze ebenso aufleben wie die Spurensuche im Heute – z. B. in einer verfallenen Grenzkaserne der jugoslawischen Volksarmee oder einem ehemaligen Partisanenlazarett.

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