kultur.montag [2019.02.04]
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks kultur.montag
Katalogzettel
| Titel | kultur.montag [2019.02.04] |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Traxl, Martin [Moderation]
[GND
]
ORF 2 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2019.02.04 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Kultur ; Reportage ; Dokumentation ; TV-Mitschnitt |
| Typ | video |
| Format |
DFMPG [Dateiformat: MPG] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | E52-12262 |
| Gesamtwerk/Reihe | kultur.montag |
Information
Inhalt
Manfred Deix | Klaus Eckel | "Rechtswalzer" | Studiogast: Franzobel | Politische Reden in der Kunst | Claus Peymann & Peter Fabjan über Thomas Bernhard
Das war Thomas Bernhard
Zwischen Thomas Bernhard und Österreich herrschte stets ein angespanntes Verhältnis. Über keinen Dramatiker hat man sich hierzulande derart echauffiert wie über ihn. Sogar der deutsche Spiegel nannte Bernhard "Österreichs bestgehassten Dichter". Wäre es nach dem Autor selbst gegangen, in Österreich wäre wohl kein Werk von ihm aufgeführt, keines seiner Bücher wäre je ausgeliefert worden.
Thomas Bernhard galt als schwierig, war für andere nur schwer zu fassen, denn Sprache war für ihn sein liebstes Spielmaterial. Nur wenigen gelang es daher dem Dichter ganz nah zu kommen: eine von ihnen war die ORF-Kulturjournalistin Krista Fleischmann, die er als einfühlsame Gesprächspartnerin über viele Jahre schätzte.
Ihre Bernhard-Interviews sind legendär, sie hat die bedeutendsten Fernsehdokumente über Thomas Bernhards Wirken zusammengestellt. Vom ersten erhaltenen Filmmaterial aus dem Jahr 1967 bis zu seinem letzten Auftritt nach der umstrittenen "Heldenplatz"-Premiere im Jahr 1988 lässt die Dokumentation den Künstler in Bildern wieder auferstehen: streitbar, genial, mit einem starken Hang zum Monolog, unbestechlich in der Beobachtung.
Der Film führt zu den großen literarischen Stationen in Bernhards Leben und thematisiert auch das Drama seiner Krankheit und sein intensives Verhältnis zum Tod. "Am liebsten würde ich sofort wieder etwas mit Ihnen machen, meinen Nachruf vielleicht", sagte Bernhard einst zu Krista Fleischmann. Bei den Proben zu "Heldenplatz" trieb er Regisseur Claus Peymann zur Eile an – er wusste, dass ihm nicht mehr viel Zeit bleiben würde. Bereits drei Monate nach der Premiere war er tot.
Zwischen Thomas Bernhard und Österreich herrschte stets ein angespanntes Verhältnis. Über keinen Dramatiker hat man sich hierzulande derart echauffiert wie über ihn. Sogar der deutsche Spiegel nannte Bernhard "Österreichs bestgehassten Dichter". Wäre es nach dem Autor selbst gegangen, in Österreich wäre wohl kein Werk von ihm aufgeführt, keines seiner Bücher wäre je ausgeliefert worden.
Thomas Bernhard galt als schwierig, war für andere nur schwer zu fassen, denn Sprache war für ihn sein liebstes Spielmaterial. Nur wenigen gelang es daher dem Dichter ganz nah zu kommen: eine von ihnen war die ORF-Kulturjournalistin Krista Fleischmann, die er als einfühlsame Gesprächspartnerin über viele Jahre schätzte.
Ihre Bernhard-Interviews sind legendär, sie hat die bedeutendsten Fernsehdokumente über Thomas Bernhards Wirken zusammengestellt. Vom ersten erhaltenen Filmmaterial aus dem Jahr 1967 bis zu seinem letzten Auftritt nach der umstrittenen "Heldenplatz"-Premiere im Jahr 1988 lässt die Dokumentation den Künstler in Bildern wieder auferstehen: streitbar, genial, mit einem starken Hang zum Monolog, unbestechlich in der Beobachtung.
Der Film führt zu den großen literarischen Stationen in Bernhards Leben und thematisiert auch das Drama seiner Krankheit und sein intensives Verhältnis zum Tod. "Am liebsten würde ich sofort wieder etwas mit Ihnen machen, meinen Nachruf vielleicht", sagte Bernhard einst zu Krista Fleischmann. Bei den Proben zu "Heldenplatz" trieb er Regisseur Claus Peymann zur Eile an – er wusste, dass ihm nicht mehr viel Zeit bleiben würde. Bereits drei Monate nach der Premiere war er tot.