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kultur.montag [2019.04.01]

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Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks kultur.montag

Katalogzettel

Titel kultur.montag [2019.04.01]
Urheber/innen und Mitwirkende Stadler, Clarissa [Moderation] [GND ]
ORF 2 [Sendeanstalt]
Datum 2019.04.01 [Sendedatum]
Schlagworte Kultur ; Reportage ; Dokumentation ; TV-Mitschnitt
Typ video
Format DFMPG [Dateiformat: MPG]
Sprache Deutsch
Signatur E52-12697
Gesamtwerk/Reihe kultur.montag

Information

Inhalt

Alison Jackson | Little Britain in Vienna | Auf Tour mit den Toten Hosen | Im Gespräch: Campino | Kunst & Klima | Fashion 4 Future | Oskar Kokoschka | Agnès Varda
Dorfer spricht mit Friedrich Achleitner

Als Mitglied der legendären Wiener Gruppe zertrümmerte er Klaviere und konventionelle Vorstellungen von Poesie. Sprachmächtig vermaß er Gebäude von Vorarlberg bis Wien in seinem mehrbändigen Opus Magnum "Österreichische Architektur im 20 Jahrhundert". Mehrere Jahrzehnte arbeitete er daran. Am Mittwoch ist der Schriftsteller und Architekt 89-jährig in Wien gestorben. In Gedenken an den Doppelbegabten zeigt der ORF "Alfred Dorfer spricht mit Friedrich Achleitner" aus dem Jahr 2008.

Als Bauernbuben war ihm der intensive Umgang mit der Sprache nicht in die Wiege gelegt: "Wenn man in einem bäuerlichen Milieu aufwächst, da geht es meistens um ganz konkrete Dinge. Es wird wenig geredet, und wenn man etwas sagt, dann Konkretes: Hol mir die Milch! – Aus. Das versteht natürlich ein jeder."

In dem Gespräch, das Filmemacher Peter Payer in Szene setzte, geht es vor allem um die Vereinbarkeit von Doppelbegabungen, wie Achleitner sie mehr als ein halbes Jahrhundert lang zu praktizieren versuchte. Dabei haben das Bauen und das Schreiben auch auf den zweiten Blick miteinander recht wenig zu tun, sagte Achleitner.

Und wie steht es um das Verhältnis von Architektur und Humor? Achleitner dazu: "Ich glaube, dass Architektur sehr humorlos ist. Es geht meistens schief, wenn sie lustig sein will. Einen Witz kann man öfter erzählen, aber einen Witz kann man nicht bauen. Denn beim zweiten Mal Hinschauen ist er fad. Also insofern schließt die Architektur den Humor eigentlich aus – es sei denn man macht ein Portal zum Wiener Prater. Da könnte es sein, dass es mit Humor etwas zu tun hat, aber unfreiwillig."

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