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kultur.montag [2019.06.03]

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Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks kultur.montag

Katalogzettel

Titel kultur.montag [2019.06.03]
Urheber/innen und Mitwirkende Stadler, Clarissa [Moderation] [GND ]
ORF 2 [Sendeanstalt]
Datum 2019.06.03 [Sendedatum]
Schlagworte Kultur ; Reportage ; Dokumentation ; TV-Mitschnitt
Typ video
Format DFMPG [Dateiformat: MPG]
Sprache Deutsch
Signatur E52-13471
Gesamtwerk/Reihe kultur.montag

Information

Inhalt

'Camp' im MET | Das Queer-ABC | Studiogast: Christina von Braun | Queer in der Kunst | vom Orgasmus
Kultur.Doku:
Körper-Gefühle: Gaga Dance in St. Pölten

Es gibt die Lady – die fleischbehangene Chef-Exzentrikerin, die jüngst Oscar - gekrönte Frau Gaga. Und dann gibt es "Mr. Gaga", der auf dem Feld des zeitgenössischen Tanzes nicht minder berühmt ist: Ohad Naharin ist so etwas wie ein Wunderknabe – wenngleich ein spätberufener.

Erst im Alter von 22 Jahren, nach seinem Militärdienst in Israel, entschloss er sich zu einer professionellen Ausbildung, wurde von der großen Martha Graham entdeckt und nach New York engagiert. Zurück in Israel, übernahm er die Leitung der legendären Batsheva Dance Company - und entwickelte seine ganz eigene tänzerische Sprache: Gaga, ein Schlüssel zu dem, was uns der Körper unbewusst zu sagen hat – es ist dies eine Art künstlerisch weiterentwickelte Pflege des Körpers.

Das Festspielhaus St. Pölten widmet dem Phänomen Gaga einen dreiteiligen Abend, bei dem es auch zu einer Uraufführung kommt. Regisseur Florian Gebauer hat den kreativen Entstehungsprozess begleitet.

"Man muss auf den Körper hören, bevor man ihm sagt, was er zu tun hat", lautet ein Credo von Ohad Naharin. "Decadance" heißt sein Beitrag an diesem Abend – ein Format, in dem er eine Vielzahl seiner Kreationen immer wieder neu zusammenstellt und in einen unerwarteten Kontext stellt.

Ein ausgewiesener Gaga-Spezialist und langjähriges Mitglied der Batsheva Dance Company ist Shahar Binyami. Er erarbeitet als Artist in Residence eine Uraufführung: "Ballroom" verweist nicht auf einen Ballsaal, sondern auf die Bälle, die das Tanzstück dominieren. Ganz bewusst werden da Assoziationen an unser Planetensystem geweckt. Binyami verzichtet bei den Tänzer*innen seiner Choreographie auf jede Geschlechter- bzw. Genderzuschreibung. In Aussehen und Bewegungen sind sie weder weiblich noch männlich.

Den Auftakt des Abends bestreiten elf lokal gecastete Lai*innen, die veranschaulichen, dass Gaga allen einen Weg zu neuem Körperbewusstsein eröffnen kann.

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