Österreichs Wahrzeichen - Geschichten vom Heurigen
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Erbe Österreich
Katalogzettel
| Titel | Österreichs Wahrzeichen - Geschichten vom Heurigen |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Nowak, Reinhard [Präsentator/in]
[GND
]
Doppler, Judith [Regie] Lang, Angelika [Sprecher/in] [GND ] Mayer, Kurt [Drehbuch] [GND ] ORF 3 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2017.06.21 [Sendedatum] 2017 [Jahr des Copyright] |
| Schlagworte | Kultur ; Volksmusik - Wiener Lied ; Dokumentation ; TV-Mitschnitt |
| Typ | video |
| Format |
DFMPG [Dateiformat: MPG] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | E52-14381 |
| Gesamtwerk/Reihe | Erbe Österreich |
Information
Inhalt
Einst gab es eine - selbst den Wienern unverständliche - „Heurigensprache“, mit der sich Musikanten, Sänger und Personal frei und unzensuriert unterhalten konnten. Der Film ist eine amüsante Zeitreise und ein Ausflug in die Weinlandschaft Österreich - mit Reinhard Nowak als Karl Rebhandl.
Der Wiener Heurige ist eine verklärte Institution, spätestens seit der Mär, wonach der damalige Außenminister Leopold Figl die Alliierten dort „unter den Tisch getrunken“ und dann „über denselben zum Staatsvertrag gezogen“ haben soll. Ein weiteres tat Anton Karas mit seinem legendären „Dritte Mann“-Motiv, das eine unschuldige Heurigenmelodie war, bevor sie ersatzweise zum Leitmotiv des wahrscheinlich berühmtesten Nachkriegsfilms wurde. In der ORF III-Doku-Reihe „Österreichische Wahrzeichen“ portraitiert Judith Doppler diesmal den Heurigen und versteht es dabei, Klischee von Wirklichkeit zu trennen.
Reinhard Nowak führt als Karl Rebhandl, Prototyp des österreichischen Winzers, durch seinen Weinviertler Keller und die verwinkelten Gassen der Heurigengeschichte. Dabei bleiben pikante Details vom legendären Weinskandal und die Aufregung über Promillegrenzen für Autofahrer ebenso wenig unerwähnt, wie Hintergründe zum wiederentdeckten „Gemischten Satz“ als neuem Verkaufsschlager.
Der Heurige ist bis heute ein inneres Gesamtkunstwerk der österreichischen Seele - trotz Breitenwirkung und Massentourismus. Schrammeln und Dudlerinnen, Mozart, Andre Heller und sogar die Beatles haben Anleihen an der unverwechselbaren Heurigenmusik genommen.
Als Wein hat er ein kurzes Leben, der „Heurige“ - reicht es doch kaum länger als von seiner Gärung bis zur nächsten Martinifeier. Als Tempel des geselligen Rückzugs, um den uns viele Länder beneiden, ist dem Heurigen eine lange Zukunft gewiss.
In aufwändiger Recherche fördert Judith Doppler Juwelen aus dem Fernseharchiv zutage. Ein Interview mit Anton Karas, einen forschen Alois Mock, der zu Zeiten des Weinskandals als Außenminister seine Gastgeschenke wieder einpacken musste, oder Hans Jörg Schelling, der als noch amtierender Finanzminister seine robuste Leber beim Heurigen unter Beweis stellt. Und es gab eine eigene - selbst Wienern unverständliche - „Heurigensprache“, mit der sich Musikanten, Sänger und Personal frei und unzensuriert unterhalten konnten.
Der Wiener Heurige ist eine verklärte Institution, spätestens seit der Mär, wonach der damalige Außenminister Leopold Figl die Alliierten dort „unter den Tisch getrunken“ und dann „über denselben zum Staatsvertrag gezogen“ haben soll. Ein weiteres tat Anton Karas mit seinem legendären „Dritte Mann“-Motiv, das eine unschuldige Heurigenmelodie war, bevor sie ersatzweise zum Leitmotiv des wahrscheinlich berühmtesten Nachkriegsfilms wurde. In der ORF III-Doku-Reihe „Österreichische Wahrzeichen“ portraitiert Judith Doppler diesmal den Heurigen und versteht es dabei, Klischee von Wirklichkeit zu trennen.
Reinhard Nowak führt als Karl Rebhandl, Prototyp des österreichischen Winzers, durch seinen Weinviertler Keller und die verwinkelten Gassen der Heurigengeschichte. Dabei bleiben pikante Details vom legendären Weinskandal und die Aufregung über Promillegrenzen für Autofahrer ebenso wenig unerwähnt, wie Hintergründe zum wiederentdeckten „Gemischten Satz“ als neuem Verkaufsschlager.
Der Heurige ist bis heute ein inneres Gesamtkunstwerk der österreichischen Seele - trotz Breitenwirkung und Massentourismus. Schrammeln und Dudlerinnen, Mozart, Andre Heller und sogar die Beatles haben Anleihen an der unverwechselbaren Heurigenmusik genommen.
Als Wein hat er ein kurzes Leben, der „Heurige“ - reicht es doch kaum länger als von seiner Gärung bis zur nächsten Martinifeier. Als Tempel des geselligen Rückzugs, um den uns viele Länder beneiden, ist dem Heurigen eine lange Zukunft gewiss.
In aufwändiger Recherche fördert Judith Doppler Juwelen aus dem Fernseharchiv zutage. Ein Interview mit Anton Karas, einen forschen Alois Mock, der zu Zeiten des Weinskandals als Außenminister seine Gastgeschenke wieder einpacken musste, oder Hans Jörg Schelling, der als noch amtierender Finanzminister seine robuste Leber beim Heurigen unter Beweis stellt. Und es gab eine eigene - selbst Wienern unverständliche - „Heurigensprache“, mit der sich Musikanten, Sänger und Personal frei und unzensuriert unterhalten konnten.