Wien 1918 - Tagebücher des Umbruchs
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Erbe Österreich
Katalogzettel
| Titel | Wien 1918 - Tagebücher des Umbruchs |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Beringer, Peter [Regie]
Lang, Angelika [Sprecher/in] [GND ] Echerer, Mercedes [Sprecher/in] [GND ] Strehlein, Nina [Sprecher/in] [GND ] Faerber, Peter [Sprecher/in] [GND ] Hutter, Xaver [Sprecher/in] [GND ] ORF 3 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2018.05.01 [Sendedatum] 2018 [Jahr des Copyright] |
| Schlagworte | Gesellschaft ; Dokumentation ; Österreichisch-Ungarische Monarchie ; Erste Republik ; Rückblick ; TV-Mitschnitt |
| Typ | video |
| Format |
DFMPG [Dateiformat: MPG] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | E52-14396 |
| Gesamtwerk/Reihe | Erbe Österreich |
Information
Inhalt
Am 12. November 1918, einen Tag nach der Unterzeichnung des Waffenstillstands in Compiègne und dem Ende des 1. Weltkriegs, wird in Wien die Republik ausgerufen. Es ist das Ende eines Vielvölkerstaates, der bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht. Wien war bis dahin strahlende Metropole einer Großmacht, eine Stadt, die an kultureller Bedeutung Paris, Berlin, London erreichte und sogar übertraf. All das geht nun unter. Mit dem 12. November 1918 wird die Trennung vom Kronland Böhmen vollzogen, die Union mit Ungarn ist beendet. Die Kriegsfeinde Italien und Serbien halten den Süden der Donaumonarchie besetzt.
Der folgende wirtschaftliche Zusammenbruch trifft die Hauptstadt hart: die Bevölkerung hungert und friert, galoppierende Inflation führt zu massenhafter Verarmung - Tod und Not überall, jahrelang. Wenige Jahre später organisiert sich das „Rote Wien“ - die Stadt wird mit ehrgeizigen Schul-, Sozial- und Wohnprojekten zu einerr Modellmetropole des frühen 20. Jahrhunderts. Und Wien ist jetzt eine Stadt der Bälle, Vergnügungen, Musik und des Theaters, der Kunst und Wissenschaft. Wien bleibt Stadt der Kunst, Kultur und Wissenschaft mit klingenden Namen wie Sigmund Freud, Ludwig Wittgenstein, Rudolf Carnap und Ernst Mach, der neuen Wiener Schule der Musik mit Schönberg, Berg und Webern und Literaten wie Hofmannsthal, Musil, Zweig und Kraus.
Wie aber erleben Dienstmädchen, Arbeiter, ehemalige K.u.K Offiziere, jetzt mittellose ehemalige Fabrikbesitzer, junge Naturbewegte, Mitglieder des nun (theoretisch) bedeutungslos gewordenen Hochadels, katholische Priester oder sozialistische Aktivisten diese Brüche und Widersprüche?
Das Österreichische Filmarchiv und das Filmmuseum in Wien besitzen zahlreiche - zum Teil noch nie gezeigte - Filmdokumente, die Glanz und Elend dieser Zeit zeigen.
Lebende Zeitzeugen gibt es nicht mehr. Doch Nachfahren haben Geschichten ihrer Eltern und Großeltern gesammelt, zeigen alte Fotos, Besitztümer, Häuser und Fabrikhallen, und vor allem Lebensaufzeichnungen und Briefe. In ihnen spiegeln sich die Not und die Hoffnung, das gebrochene Selbstverständnis, die radikalen und aggressiven Reaktionen und idealistischen Ideen dieser Zeit.
Der folgende wirtschaftliche Zusammenbruch trifft die Hauptstadt hart: die Bevölkerung hungert und friert, galoppierende Inflation führt zu massenhafter Verarmung - Tod und Not überall, jahrelang. Wenige Jahre später organisiert sich das „Rote Wien“ - die Stadt wird mit ehrgeizigen Schul-, Sozial- und Wohnprojekten zu einerr Modellmetropole des frühen 20. Jahrhunderts. Und Wien ist jetzt eine Stadt der Bälle, Vergnügungen, Musik und des Theaters, der Kunst und Wissenschaft. Wien bleibt Stadt der Kunst, Kultur und Wissenschaft mit klingenden Namen wie Sigmund Freud, Ludwig Wittgenstein, Rudolf Carnap und Ernst Mach, der neuen Wiener Schule der Musik mit Schönberg, Berg und Webern und Literaten wie Hofmannsthal, Musil, Zweig und Kraus.
Wie aber erleben Dienstmädchen, Arbeiter, ehemalige K.u.K Offiziere, jetzt mittellose ehemalige Fabrikbesitzer, junge Naturbewegte, Mitglieder des nun (theoretisch) bedeutungslos gewordenen Hochadels, katholische Priester oder sozialistische Aktivisten diese Brüche und Widersprüche?
Das Österreichische Filmarchiv und das Filmmuseum in Wien besitzen zahlreiche - zum Teil noch nie gezeigte - Filmdokumente, die Glanz und Elend dieser Zeit zeigen.
Lebende Zeitzeugen gibt es nicht mehr. Doch Nachfahren haben Geschichten ihrer Eltern und Großeltern gesammelt, zeigen alte Fotos, Besitztümer, Häuser und Fabrikhallen, und vor allem Lebensaufzeichnungen und Briefe. In ihnen spiegeln sich die Not und die Hoffnung, das gebrochene Selbstverständnis, die radikalen und aggressiven Reaktionen und idealistischen Ideen dieser Zeit.