Am Schauplatz [2019.09.12]
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Am Schauplatz
Katalogzettel
| Titel | Am Schauplatz [2019.09.12] |
| Titelzusatz |
Sklaven für die Alten? |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
ORF 2 [Sendeanstalt]
|
| Datum |
2019.09.12 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Gesellschaft ; Reportage ; Senioren ; TV-Mitschnitt |
| Typ | video |
| Format |
DFMPG [Dateiformat: MPG] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | E52-14756 |
| Gesamtwerk/Reihe | Am Schauplatz |
Information
Inhalt
Sylvia S. weiß, wie belastend es sein kann, wenn man eine Demenzkranke pflegt: Jahrelang hat die 57jährige Steirerin ihre 84jährige Mutter betreut – neben ihrem eigenen Beruf. Erst, als sie nervlich am Rande ihrer Kräfte war, hat sie getan, was immer mehr Österreicherinnen tun: Sie hat sich eine Agentur gesucht, die sogenannte 24h-Pflegekräfte aus dem Ausland vermittelt.
Der Markt boomt, denn Österreich profitiert vom niedrigen Lohnniveau der Länder aus Süd- und Südosteuropa.
Thomas B., 29, Agenturchef einer steirischen Pflegebörse, vermittelt günstige Frauen aus Rumänien.
Fritz B., 61, aus dem steirischen Hausmannstätten, organisiert für seine demenzkranke 87-jährige Mutter die Pflege.
In den letzten beiden Jahren hatte er bereits 16 Betreuerinnen aus Osteuropa engagiert. Die meisten seien schon nach 14 Tagen wieder abgereist. „Wegen der schlechten Deutschkenntnissen“, erklärt Fritz B. Sehr zufrieden ist er aber mit der Neuen. Gefunden hat er seine „Perle“, Elena, nicht über Agentur, sondern im Internet.
Dass Elena das abgelegene Haus für vier Wochen kaum verlassen kann, störe sie nicht. Hier bekomme sie wenigstens ausreichend zu essen.
Bei ihrer vorigen Stelle hätten nur die Familienmitglieder fürstlich gespeist. Oft genug habe sie dort Hunger gelitten. „Zu Mittag nur zwei kleine Kartoffeln und ein bisschen Wasser, das war schlimm“, erzählt Elena: „Sklaven sind wir für die.“
Reporter Ed Moschitz stellt in SKLAVEN FÜR DIE ALTEN die Frage, wie fair unser Pflegewesen mit den privat organisierten 24h Betreuerinnen aus Osteuropa funktioniert
Der Markt boomt, denn Österreich profitiert vom niedrigen Lohnniveau der Länder aus Süd- und Südosteuropa.
Thomas B., 29, Agenturchef einer steirischen Pflegebörse, vermittelt günstige Frauen aus Rumänien.
Fritz B., 61, aus dem steirischen Hausmannstätten, organisiert für seine demenzkranke 87-jährige Mutter die Pflege.
In den letzten beiden Jahren hatte er bereits 16 Betreuerinnen aus Osteuropa engagiert. Die meisten seien schon nach 14 Tagen wieder abgereist. „Wegen der schlechten Deutschkenntnissen“, erklärt Fritz B. Sehr zufrieden ist er aber mit der Neuen. Gefunden hat er seine „Perle“, Elena, nicht über Agentur, sondern im Internet.
Dass Elena das abgelegene Haus für vier Wochen kaum verlassen kann, störe sie nicht. Hier bekomme sie wenigstens ausreichend zu essen.
Bei ihrer vorigen Stelle hätten nur die Familienmitglieder fürstlich gespeist. Oft genug habe sie dort Hunger gelitten. „Zu Mittag nur zwei kleine Kartoffeln und ein bisschen Wasser, das war schlimm“, erzählt Elena: „Sklaven sind wir für die.“
Reporter Ed Moschitz stellt in SKLAVEN FÜR DIE ALTEN die Frage, wie fair unser Pflegewesen mit den privat organisierten 24h Betreuerinnen aus Osteuropa funktioniert