Thema [2019.11.04]
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Thema
Katalogzettel
| Titel | Thema [2019.11.04] |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Feurstein, Christoph [Präsentator/in]
[GND
]
ORF 2 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2019.11.04 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Medien und Kommunikation ; Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt |
| Typ | video |
| Format |
DFMPG [Dateiformat: MPG] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | E52-15611 |
| Gesamtwerk/Reihe | Thema |
Information
Inhalt
Tödliche Gewalt in der Beziehung – wieder ein Frauenmord
Ein schmuckes Einfamilienhaus im niederösterreichischen Kottingbrunn. Am Sonntagmorgen ersticht der Ehemann seine Frau und seine kleine Tochter, den einjährigen Sohn erstickt er. Die Frau wollte sich trennen - wieder wusste ein Mann nicht, wie er damit umgehen soll. Der Konflikt zwischen den Eheleuten ist seit Monaten eskaliert. Warum konnte sich die Frau nicht rechtzeitig Hilfe holen? Warum hat der Mann keinen anderen Ausweg gesehen?
Fragen, die immer nach solchen Taten gestellt werden. In Kottingbrunn ebenso wie in Kitzbühel, egal ob der Täter Migrationshintergrund hat oder nicht. Die Frauenhäuser und Hilfsorganisationen fordern mehr Präventionsarbeit. „Ich habe mit meinem Verein Yetis Bacim mehr als 400 Frauen aus Gewaltbeziehungen befreit,“ sagt Hanife Ada. Sie selbst ist vor Jahren von ihrem Mann so geschlagen worden, dass sie drei Jahre im Rollstuhl war. Markus Stachl und Christoph Bendas berichten.
Ein schmuckes Einfamilienhaus im niederösterreichischen Kottingbrunn. Am Sonntagmorgen ersticht der Ehemann seine Frau und seine kleine Tochter, den einjährigen Sohn erstickt er. Die Frau wollte sich trennen - wieder wusste ein Mann nicht, wie er damit umgehen soll. Der Konflikt zwischen den Eheleuten ist seit Monaten eskaliert. Warum konnte sich die Frau nicht rechtzeitig Hilfe holen? Warum hat der Mann keinen anderen Ausweg gesehen?
Fragen, die immer nach solchen Taten gestellt werden. In Kottingbrunn ebenso wie in Kitzbühel, egal ob der Täter Migrationshintergrund hat oder nicht. Die Frauenhäuser und Hilfsorganisationen fordern mehr Präventionsarbeit. „Ich habe mit meinem Verein Yetis Bacim mehr als 400 Frauen aus Gewaltbeziehungen befreit,“ sagt Hanife Ada. Sie selbst ist vor Jahren von ihrem Mann so geschlagen worden, dass sie drei Jahre im Rollstuhl war. Markus Stachl und Christoph Bendas berichten.
Zentralfriedhof, Gruppe 40 - Erinnern an den Widerstand
„Wir sind auch während des Kriegs jeden Sonntag zum Grab unseres Vaters gegangen – aus Protest eigentlich“, erinnert sich Grete Machalek. Sie sitzt in jenem Raum, in dem 1943 ihr Vater von den Nationalsozialisten geköpft wurde. Damals war sie 11 Jahre alt.
Die Briefe, die er ihr aus dem Gefängnis geschickt hat, wühlen sie heute noch genauso auf wie damals. Die „Gruppe 40“ am Wiener Zentralfriedhof erinnert an die Opfer des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus. In der ehemaligen Todeszelle des Wiener Landesgerichts hat Martin Steiner mit Nachfahren der Hingerichteten gesprochen.
„Wir sind auch während des Kriegs jeden Sonntag zum Grab unseres Vaters gegangen – aus Protest eigentlich“, erinnert sich Grete Machalek. Sie sitzt in jenem Raum, in dem 1943 ihr Vater von den Nationalsozialisten geköpft wurde. Damals war sie 11 Jahre alt.
Die Briefe, die er ihr aus dem Gefängnis geschickt hat, wühlen sie heute noch genauso auf wie damals. Die „Gruppe 40“ am Wiener Zentralfriedhof erinnert an die Opfer des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus. In der ehemaligen Todeszelle des Wiener Landesgerichts hat Martin Steiner mit Nachfahren der Hingerichteten gesprochen.
Klein, aber fein - die letzten Landkinos
Sie sind so rar und unverwüstlich wie die großen Filmklassiker. Trotz Fernsehen, Megaplex-Konkurrenz, Digitalisierung, Netflix und Streamingdiensten haben sie überlebt: die letzten kleinen Kinos am Land. Mit fast 92 Jahren ist Hilde Diwald die älteste Kinobetreiberin Österreichs. Als ihr Mann vor 40 Jahren verstorben ist, hat sie das Kino im steirischen Frauental allein weitergeführt und vor fünf Jahren digitalisiert. "Das war ich ihm schuldig", sagt sie, "ich hab's nicht sein lassen können."
Willi Erasmus hat das bald 100 Jahre alte Kino im Waldviertler Drosendorf vor dem Aus bewahrt und dem historischen Juwel neues Leben eingehaucht. Und in Katsdorf unweit von Linz wehrt sich Norbert Dattinger mit dem Kino, das sein Vater 1947 eröffnet hat, erfolgreich gegen die Konkurrenz in der Hauptstadt. Sabina Riedl hat die Kino-Raritäten besucht.
Sie sind so rar und unverwüstlich wie die großen Filmklassiker. Trotz Fernsehen, Megaplex-Konkurrenz, Digitalisierung, Netflix und Streamingdiensten haben sie überlebt: die letzten kleinen Kinos am Land. Mit fast 92 Jahren ist Hilde Diwald die älteste Kinobetreiberin Österreichs. Als ihr Mann vor 40 Jahren verstorben ist, hat sie das Kino im steirischen Frauental allein weitergeführt und vor fünf Jahren digitalisiert. "Das war ich ihm schuldig", sagt sie, "ich hab's nicht sein lassen können."
Willi Erasmus hat das bald 100 Jahre alte Kino im Waldviertler Drosendorf vor dem Aus bewahrt und dem historischen Juwel neues Leben eingehaucht. Und in Katsdorf unweit von Linz wehrt sich Norbert Dattinger mit dem Kino, das sein Vater 1947 eröffnet hat, erfolgreich gegen die Konkurrenz in der Hauptstadt. Sabina Riedl hat die Kino-Raritäten besucht.