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Unser Österreich: Salzburg - Ein Land für sich

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Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Universum History

Katalogzettel

Titel Unser Österreich: Salzburg - Ein Land für sich
Urheber/innen und Mitwirkende Baum, Thomas [Drehbuch] [GND ]
Hollósi, Eszter [Sprecher/in]
ORF 2 [Sendeanstalt]
Datum 2018.11.02 [Sendedatum]
2016 [Jahr des Copyright]
Schlagworte Bildung ; Dokumentation ; TV-Mitschnitt
Örtliche Einordnung Salzburg
Typ video
Format DFMPG [Dateiformat: MPG]
Sprache Deutsch
Signatur E52-16383
Gesamtwerk/Reihe Universum History

Information

Inhalt

Salzburg hat seit jeher eine besondere Stellung im Herzen Europas. 1816 kam es zu Österreich. Diese Folge der „Universum History“-Reihe „Unser Österreich“ widmet sich der ereignisreichen Geschichte dieses Bundeslands vom Trauma des Ersten Weltkriegs bis zum Beitritt Österreichs in die Europäische Union.

Salzburg blickt auf mehr als 1.000 Jahre Geschichte als kirchliches Fürstentum zurück –ein mächtiges heiliges Land. Mehr als 500 Jahre war es zudem Teil Bayerns und gehörte damit länger zu unserem Nachbarland als zu Österreich. Salzburg hat eine ganz besondere Geschichte –es ist „ein Land für sich“, das stets versucht hat, seine Eigenständigkeit aus einer glanzvollen Vergangenheit in die Gegenwart zu transferieren. Kultur –mit dem Bezug auf Mozart –und Bauten –im Stil des 17.Jahrhunderts – sind ein wesentlicher Teil bei der Bewahrung dieser Identität.

Erst nach dem Wiener Kongress kam es zu Österreich, war jüngstes Kronland der Habsburgermonarchie. Bis auf den Verlust des fruchtbaren Rupertiwinkels nördlich des Walserbergs blieb die über 1.000 Jahre gewachsene Einheit erhalten. Sogar nach dem Ersten Weltkrieg, als Österreich an sämtlichen Grenzen Gebietsverluste hinnehmen musste, wurde das Territorium Salzburgs nicht angetastet. Dafür prägte im 20. Jahrhundert die Frage nach der eigenen Position das Land: Nach dem Ende der Monarchie, in den Krisenjahren der Ersten Republik, im Nationalsozialismus oder in den Aufbaujahren der Zweiten Republik galt es für die Salzburger vor allem ihren Platz zu finden –gesellschaftlich, politisch, wirtschaftlich.

Im Mittelpunkt dieses „Universum History“-Doku-Dramas steht die Geschichte der Baumeisterfamilie Wagner –über fünf Generationen (Franz, Franz jr., Peter, Thomas und Lukas Wagner). Ursprünglich aus Oberösterreich, siedelte sie wegen eines Auftrags der Kirche nach Salzburg und arbeitete dort seit 1902 an zahlreichen Bauten und Renovierungen der Altstadt mit. Die Baumeisterfamilie Wagner hat das Gesicht der Bischofs-und Festspielstadt Salzburg über mehrere Generationen mitgestaltet und ihre Veränderungen erlebt –von einer scheinbar abgeschlossen Welt bis zu einem mondänen Zentrum Europas.

Seit jeher liegt Salzburg im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne, zwischen Bewahrung und Erneuerung, zwischen Stadt und Land, sei es in der Politik, der gesellschaftlichen Entwicklung, in der Kultur oder im Tourismus. Vor allem die markante Architektur, die an die Größe vergangener Jahrhunderte gemahnt, spielt eine wesentliche Rolle. Die Geschicke der Wagners, die rund die Hälfte der Altstadthäuser im Lauf des Jahrhunderts bauten oder renovierten, waren von Beginn an mit der katholischen Kirche und den politischen Entscheidungsträgern verknüpft. So erlebten sie hautnah die Versuche des legendären Langzeit-Landeshauptmanns Franz Rehrl, Salzburg nach dem Ersten Weltkrieg und den Jahren der Not neu aufzustellen – durch große Wirtschaftsprojekte, durch Investitionen in den Tourismus, aber auch durch die Etablierung der Salzburger Festspiele. Als gläubige Katholiken waren sie besonders betroffen durch den Nationalsozialismus, der versuchte, die kirchliche Tradition Salzburgs mit allen Mitteln umzukrempeln – auch durch eine neue Architektur und militärische Monsterbauten. Franz Wagner jr. war wegen seiner Haltung sogar in Gestapo -Haft und in einem 19.12.2019 Nebenlager des KZ Mauthausen interniert. Mit dem Wiederaufbau der Republik nach 1945 erlebten sie den kulturellen Einfluss der amerikanischen Besatzung ebenso wie deren Bedeutung als Wirtschaftsfaktor. Und mit dem Schengener Abkommen waren sie als Bauunternehmer, die auch in Bayern operierten, damit konfrontiert, dass es auch in einem Europa der Regionen nicht ohne Nachbarschaftskonflikte geht

Nach dem Treatment von Thomas Baum („Die Rosenheim-Cops“) stellen die Regisseure Chris Weisz (Dokumentation) und Ernst Gossner (Spielszenen) die bewegte Geschichte Salzburgs von 1918 bis in die Gegenwart anhand der Erlebnisse und Eindrücke der Baumeisterfamilie Wagner dar.

Prägende Episoden in der Familiengeschichte der Wagners wurden mit Spielszenen umgesetzt. Der Cast setzt sich aus bekannten Schauspielern wie Karl Merkatz (als Abt Hauthaler), Fritz Egger (als Franz Wagner) und Charly Rabanser (als Hausbesitzer) zusammen. Einen besonderen Schatz hob die produzierende Degn-Film mit den Amateurfilmen aus dem Besitz der Familie Wagner. Diese 16-mm-Materialien geben einen sehr persönlichen Einblick sowohl in das Familienleben als 6auchdas Bauschaffen der Wagners in den verschiedenen Jahrzehnten –für Zeitgeschichte-Dokumentaristen ein Fund, von dem man sonst nur träumen kann.

Zu Spielszenen, Amateur-und Archivfilmen sowie aufwendigen Flugaufnahmen von Stadt und Land Salzburg führen die Historiker Dr. Ingrid Holzschuh und Dr. Robert Kriechbaumer als Experten durch den Film. Die ORF-Auftragsproduktion wurde von der Degn-Film in Zusammenarbeit mit dem Bildungsministerium durchgeführt und wird von Land Salzburg und dem Zukunftsfonds der Republik Österreichgefördert.

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