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Thema [2020.06.08]

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Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Thema

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Titel Thema [2020.06.08]
Urheber/innen und Mitwirkende Feurstein, Christoph [Präsentator/in] [GND ]
ORF 2 [Sendeanstalt]
Datum 2020.06.08 [Sendedatum]
Schlagworte Medien und Kommunikation ; Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ video
Format DFMPG [Dateiformat: MPG]
Sprache Deutsch
Signatur E52-18086
Gesamtwerk/Reihe Thema

Information

Inhalt

Das Virus und die Angst

„Ich höre es nicht, ich rieche es nicht, ich kann es nicht angreifen. Es ist wie ein giftiges Gas“. So beschreibt Elfriede L. ihre Angst vor dem Coronavirus. Sie ist nicht allein. 15,8 Prozent der Befragten in Österreich haben während des Lockdowns Angstsymptome entwickelt, sagt eine aktuelle Studie. In Großbritannien sind es sogar doppelt so viele. Dort habe der Zick-Zack-Kurs der Regierung Ängste befeuert, während die österreichische Politik den Menschen mit strengen Richtlinien ein Gefühl der Sicherheit gegeben habe, sagen Experten. Tatsächlich steht Österreich im Vergleich zu anderen Ländern gut da, was Covid-19-Infektionen und Todesfälle betrifft. Doch Kritiker werfen der Regierung ein Spiel mit der Angst vor.

Angst ist ein scharfes Messer, das man sehr sensibel verwenden muss. Es besteht die Gefahr der Verführung, wenn etwas gut funktioniert, mehr vom Gleichen zu machen, auch wenn man es in der Schärfe gar nicht mehr braucht“, sagt Peter Stippl, Präsident des Österreichischen Bundesverbandes für Psychotherapie. Wenn Menschen Angst haben, wenn sie Orientierung suchen und die Realität zu kompliziert ist, dann schlägt die Stunde der Verschwörungstheorien. Ihre einfachen Erklärungen geben Halt. Auf Demonstrationen treffen sich Wissenschaftsfeinde, rechte und linke Populisten, Esoteriker und Impfgegner und besorgte Bürgerinnen und Bürger. Unter dem Slogan „Gegen die Corona Diktatur“ machen sie mobil gegen den gemeinsamen Feind: das System. Eine Reportage von Christoph Feurstein und Oliver Rubenthaler.
St. Corona – ein Ortsname als Fluch oder Segen?

„Wir tragen unseren Namen weiter mit Stolz und nutzen das Medieninteresse als Werbung“, sagt Michael Gruber, Bürgermeister des 390-Einwohner-Ortes St. Corona am Wechsel. Tatsächlich benannt nach der Schutzpatronin gegen Seuchen, der heiligen Corona, wurde St. Corona vor 500 Jahren als Wallfahrtsort gegründet. Von den 1920er-Jahren bis in die 70er-Jahre war es ein beliebter Sommerfrischeort für die nicht ganz reichen Wienerinnen und Wiener.

Die Skilifte mussten 2014 mangels Schnee zusperren, heute ziehen Biker dort ihre Bahnen und ein mondänes Design- und Hochzeitshotel wirbt um neue Gäste. Etwas bescheidener präsentiert sich das zweite St. Corona in Niederösterreich, jenes am Schöpfl. Beide Gemeinden hoffen, krisenbedingt zu profitieren, mit ihrer Nähe zu Wien, unberührter Natur und dem Kick des berühmten Namens, berichten Sabina Riedl und Katharina Krutisch.

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