Das Röcheln der Mona Lisa ; Der Gigant
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Das Röcheln der Mona Lisa
Mitwirkende:
Jandl, Ernst [Text]
Datum: 1970 [Produktionsdatum] 1970.04.28 [Erst-Sendedatum]
Schlagworte:
Literatur
;
Hörspiel
;
Radiosendung-Mitschnitt
Typ: audio
Inhalt: Ein Gedicht vor dem Verstummen hat Jandl das von ihm selbst gesprochene Stück genannt. Gleich zu Beginn verheißt er mit drohendem Unterton "Halsüberraschung, Farbüberraschung, Temperaturüberraschung, Sprachüberraschung". Er rollt einen Sprachteppich auf, um ihn im nächsten Moment dem Hörer unter den Füßen wegzuziehen. So erreicht er mit einem Minimum an sprachlichem Aufwand ein Maximum an abgründigem Wortwitz. Was immer das Hörspiel sonst noch bringt, in jedem Falle sollte dieses geschehen: dass Dinge eintreten, die noch nicht erwartet wurden, und womöglich in ununterbrochener Folge; und dass der Hörer allmählich in eine Haltung des Fragens gerät, ohne dass er vorerst tatsächlich fragt, denn das würde sein Hören, und damit sein Spiel, unterbrechen; sondern so, dass er fragen wollte, und schließlich erkennt, dass er nur sich selbst fragen kann (Ernst Jandl). In 'Fünf Mann Menschen' und 'Das Röcheln der Mona Lisa' (...) interpretierte er das Material und die Technik in Richtung Kargheit und Strenge der Kammermusik; er ist mehr für Minimal Art, für den Solo-Vortrag oder fürs barbarisch karg und jazzig besetzte Strawinsky-Orchester als fürs pastos Großorchestrale.
Datum: 1970 [Produktionsdatum] 1970.04.28 [Erst-Sendedatum]
Typ: audio
Inhalt: Ein Gedicht vor dem Verstummen hat Jandl das von ihm selbst gesprochene Stück genannt. Gleich zu Beginn verheißt er mit drohendem Unterton "Halsüberraschung, Farbüberraschung, Temperaturüberraschung, Sprachüberraschung". Er rollt einen Sprachteppich auf, um ihn im nächsten Moment dem Hörer unter den Füßen wegzuziehen. So erreicht er mit einem Minimum an sprachlichem Aufwand ein Maximum an abgründigem Wortwitz. Was immer das Hörspiel sonst noch bringt, in jedem Falle sollte dieses geschehen: dass Dinge eintreten, die noch nicht erwartet wurden, und womöglich in ununterbrochener Folge; und dass der Hörer allmählich in eine Haltung des Fragens gerät, ohne dass er vorerst tatsächlich fragt, denn das würde sein Hören, und damit sein Spiel, unterbrechen; sondern so, dass er fragen wollte, und schließlich erkennt, dass er nur sich selbst fragen kann (Ernst Jandl). In 'Fünf Mann Menschen' und 'Das Röcheln der Mona Lisa' (...) interpretierte er das Material und die Technik in Richtung Kargheit und Strenge der Kammermusik; er ist mehr für Minimal Art, für den Solo-Vortrag oder fürs barbarisch karg und jazzig besetzte Strawinsky-Orchester als fürs pastos Großorchestrale.
Der Gigant
Mitwirkende:
Jandl, Ernst [Text]
, Mayröcker, Friederike [Text]
, Cramer, Heinz von [Regie]
, Frank, Horst [Darsteller/in]
, Kleinfeld-Keller, Rudolf [Darsteller/in]
, Wurm, Grete [Darsteller/in]
, Rundshagen, Werner [Darsteller/in]
, Barring, Maria [Darsteller/in]
, Clairmont, Berni [Darsteller/in]
, Fischer, Wiltrud [Darsteller/in]
, Keiner, Gisela [Darsteller/in]
, Krasna, Maria [Darsteller/in]
, Piltz, Ingrid [Darsteller/in]
, Rückert, Elfriede [Darsteller/in]
, Schlaebitz, Annemarie [Darsteller/in]
, Bong, Harry J. [Darsteller/in]
, Hoppe, Edgar [Darsteller/in]
, Lampe, Günther [Darsteller/in]
, Schacht, Heinz [Darsteller/in]
, Thomas, Michael [Darsteller/in]
Datum: 1969 [Produktionsdatum] 1969.04.24 [Erst-Sendedatum]
Schlagworte:
Literatur
;
Hörspiel
;
Radiosendung-Mitschnitt
Typ: audio
Inhalt: Ebenso wie in dem Hörspiel „Fünf Mann Menschen „ist auch das Stereohörspiel "Der Gigant" eine Gemeinschaftsarbeit der beiden Wiener Autoren Friederike Mayröcker und Ernst Jandl. Auch hier äußerste Reduktion des sprachlichen Materials, oft bis auf rein lautliches; eine punktuelle Sprache. Die Autoren charakterisieren ihren Text "als eine Art Oper, allerdings im Sinne überschwemmender Totalmusik, etwa eines Otis Redding (dessen Nummer "Scratch My Back" hier unmittelbar wirksam war), bester Beatles-Produktionen, oder "Mothers of Invention“. Verwendet werden in dem Stereohörspiel "Der Gigant" pastorale, folkloristische, mythische, historische, aktuelle und utopische Motive, um in magisch-plakativer Technik eine berauschende Menschheitskomödie zu entwerfen, die nicht bestimmt ist durch Idylle, Folklore, Mythos, Geschichte, Aktualität und Utopie, sondern durch Lust an Geräuschen, Lauten, Worten, Rhythmen, Knalligem, akustisch Fühlbarem, solchem, das den Hörer einhüllt und durchdringt".
Datum: 1969 [Produktionsdatum] 1969.04.24 [Erst-Sendedatum]
Typ: audio
Inhalt: Ebenso wie in dem Hörspiel „Fünf Mann Menschen „ist auch das Stereohörspiel "Der Gigant" eine Gemeinschaftsarbeit der beiden Wiener Autoren Friederike Mayröcker und Ernst Jandl. Auch hier äußerste Reduktion des sprachlichen Materials, oft bis auf rein lautliches; eine punktuelle Sprache. Die Autoren charakterisieren ihren Text "als eine Art Oper, allerdings im Sinne überschwemmender Totalmusik, etwa eines Otis Redding (dessen Nummer "Scratch My Back" hier unmittelbar wirksam war), bester Beatles-Produktionen, oder "Mothers of Invention“. Verwendet werden in dem Stereohörspiel "Der Gigant" pastorale, folkloristische, mythische, historische, aktuelle und utopische Motive, um in magisch-plakativer Technik eine berauschende Menschheitskomödie zu entwerfen, die nicht bestimmt ist durch Idylle, Folklore, Mythos, Geschichte, Aktualität und Utopie, sondern durch Lust an Geräuschen, Lauten, Worten, Rhythmen, Knalligem, akustisch Fühlbarem, solchem, das den Hörer einhüllt und durchdringt".
Katalogzettel
| Titel | Das Röcheln der Mona Lisa ; Der Gigant |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Bayerischer Rundfunk [Produzent]
Hessischer Rundfunk [Produzent] WDR [Produzent] |
| Datum |
1970 [Produktionsdatum] 1969 [Produktionsdatum] |
| Schlagworte | Literatur ; Hörspiel ; Radiosendung-Mitschnitt |
| Typ | audio |
| Format |
TSO18 [Tonband auf Spule (ohne Angabe der Spuren); 18 cm] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | 10-21278 |