Thema [2020.09.14]
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Thema
Katalogzettel
| Titel | Thema [2020.09.14] |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Feurstein, Christoph [Präsentator/in]
[GND
]
ORF 2 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2020.09.14 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Medien und Kommunikation ; Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt |
| Typ | video |
| Format |
DFMPG [Dateiformat: MPG] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | E52-19350 |
| Gesamtwerk/Reihe | Thema |
Information
Inhalt
Corona - der Schulbeginn als Nervenkrieg
Ein Schulbeginn, wie es ihn noch nie gab: Masken, Sicherheitsabstände, kein Umarmen nach den großen Ferien. Trotzdem steigen die Coronazahlen wieder, vor allem in Wien nimmt die Zahl der Infizierten dramatisch zu. Auch die Schulen sind nicht verschont. „Dass wir gleich in der ersten Woche so ausfassen, hätte ich mir nicht gedacht“, sagt Eva Mersits, Direktorin am Gymnasium Geblergasse in Wien. Gleich zwei Klassen mussten dort nach Verdachtsfällen inklusive Lehrpersonal nach Hause geschickt werden – und dortbleiben, bis die Testergebnisse da sind.
Jetzt möchte die Direktorin „Pionierarbeit“ für andere Schulen leisten, die mit ähnlichen Situationen konfrontiert sind. Ein betroffener Lehrer aus dem Gymnasium Astgasse muss nach Auskunft der Hotline 1450 sieben Tage auf den Test warten. Wie gut wird die neue Situation zu Herbstbeginn von den Behörden und von uns allen bewältigt? Wie sehr leiden Schülerinnen und Schüler unter der fehlenden Unbeschwertheit? Sabina Riedl und Christoph Bendas berichten.
Ein Schulbeginn, wie es ihn noch nie gab: Masken, Sicherheitsabstände, kein Umarmen nach den großen Ferien. Trotzdem steigen die Coronazahlen wieder, vor allem in Wien nimmt die Zahl der Infizierten dramatisch zu. Auch die Schulen sind nicht verschont. „Dass wir gleich in der ersten Woche so ausfassen, hätte ich mir nicht gedacht“, sagt Eva Mersits, Direktorin am Gymnasium Geblergasse in Wien. Gleich zwei Klassen mussten dort nach Verdachtsfällen inklusive Lehrpersonal nach Hause geschickt werden – und dortbleiben, bis die Testergebnisse da sind.
Jetzt möchte die Direktorin „Pionierarbeit“ für andere Schulen leisten, die mit ähnlichen Situationen konfrontiert sind. Ein betroffener Lehrer aus dem Gymnasium Astgasse muss nach Auskunft der Hotline 1450 sieben Tage auf den Test warten. Wie gut wird die neue Situation zu Herbstbeginn von den Behörden und von uns allen bewältigt? Wie sehr leiden Schülerinnen und Schüler unter der fehlenden Unbeschwertheit? Sabina Riedl und Christoph Bendas berichten.
Bub stirbt nach OP – Warten auf Gerechtigkeit
17 Monate war David alt, als er auf dem Operationstisch im Uniklinikum Salzburg an seinem Erbrochenen erstickte. Die Operation an einem Blutschwämmchen war kein Notfall, soviel steht fest, die Ärzte hätten abwarten können, bis der Bub wieder nüchtern ist. Ein Gerichtsgutachten sagt, dass darüber hinaus bei der Narkose Fehler passiert seien.
Vor wenigen Tagen hätte im Landesgericht Salzburg das Urteil gefällt werden sollen – doch dann der Knalleffekt: in der mündlichen Erläuterung widersprach der Gutachter seinem eigenen Gutachten. „Er ist einfach umgefallen“, fasst der Anwalt von Davids Eltern die überraschende Wende im Gerichtssaal zusammen. Ein neues Gutachten ist notwendig. Davids Eltern hoffen nun, dass ein unabhängiger, nicht in Österreich vernetzter Sachverständiger nominiert wird: „Nur so kann die Wahrheit, die ohnedies schon am Licht ist, bei Gericht durchgesetzt werden“. Sonja Hochecker hat den Fall von Beginn an begleitet.
17 Monate war David alt, als er auf dem Operationstisch im Uniklinikum Salzburg an seinem Erbrochenen erstickte. Die Operation an einem Blutschwämmchen war kein Notfall, soviel steht fest, die Ärzte hätten abwarten können, bis der Bub wieder nüchtern ist. Ein Gerichtsgutachten sagt, dass darüber hinaus bei der Narkose Fehler passiert seien.
Vor wenigen Tagen hätte im Landesgericht Salzburg das Urteil gefällt werden sollen – doch dann der Knalleffekt: in der mündlichen Erläuterung widersprach der Gutachter seinem eigenen Gutachten. „Er ist einfach umgefallen“, fasst der Anwalt von Davids Eltern die überraschende Wende im Gerichtssaal zusammen. Ein neues Gutachten ist notwendig. Davids Eltern hoffen nun, dass ein unabhängiger, nicht in Österreich vernetzter Sachverständiger nominiert wird: „Nur so kann die Wahrheit, die ohnedies schon am Licht ist, bei Gericht durchgesetzt werden“. Sonja Hochecker hat den Fall von Beginn an begleitet.
Zurück in die Zukunft – ein Segelfrachtschiff gegen die Klimakrise
Ein verrosteter Segelfrachter aus dem Jahr 1911 soll 110 Jahre später zum größten Segelfrachtschiff der Welt werden. Die „Brigantes“ wird in Trapani in Sizilien mit zahlreichen Helfern aus aller Welt wieder flott gemacht. Zwei Brüder betreiben das Projekt. Der eine hat eine Bootsbauhütte im Friaul, der andere verkauft in Wien bereits den „First Sail-shipped Coffee“, der von befreundeten Segelfrachtschiff-Betreibern nach Europa gebracht wird.
In einem Jahr soll die „Brigantes“ selbst Richtung Südamerika in See stechen. Die Investitionen sind enorm. Kann Segelfrachtschifffahrt zwischen den Kontinenten im 21.Jahrhundert funktionieren? Was beflügelt die Menschen für ein solches Projekt? Markus Stachl und Kameramann Gerd Fellner sind umweltschonend mit dem Zug nach Sizilien gereist und zeigen, wie aus einer für viele „verrückten Idee“ Wirklichkeit wird.
Ein verrosteter Segelfrachter aus dem Jahr 1911 soll 110 Jahre später zum größten Segelfrachtschiff der Welt werden. Die „Brigantes“ wird in Trapani in Sizilien mit zahlreichen Helfern aus aller Welt wieder flott gemacht. Zwei Brüder betreiben das Projekt. Der eine hat eine Bootsbauhütte im Friaul, der andere verkauft in Wien bereits den „First Sail-shipped Coffee“, der von befreundeten Segelfrachtschiff-Betreibern nach Europa gebracht wird.
In einem Jahr soll die „Brigantes“ selbst Richtung Südamerika in See stechen. Die Investitionen sind enorm. Kann Segelfrachtschifffahrt zwischen den Kontinenten im 21.Jahrhundert funktionieren? Was beflügelt die Menschen für ein solches Projekt? Markus Stachl und Kameramann Gerd Fellner sind umweltschonend mit dem Zug nach Sizilien gereist und zeigen, wie aus einer für viele „verrückten Idee“ Wirklichkeit wird.