Die Rache ist mein [Teil 4]
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Katalogzettel
| Titel | Die Rache ist mein [Teil 4] |
| Titelzusatz |
Amokläufe, Psychoterror, kleine Nadelstiche |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Koch, Alfred [Gestaltung]
[GND
]
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| Datum |
1999.08.12 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Bildung ; Gesellschaft ; Philosophie ; Radiosendung-Sendematerial |
| Typ | audio |
| Format |
TKA [Tonband auf Kern (AEG)] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | 9-28138 |
| Gesamtwerk/Reihe | Radiokolleg |
Information
Inhalt
Rache mag falsch und egoistisch sein, doch langweilig ist sie nie. So ist es auch kein Zufall, dass die Vorstellung, es jemandem heimzuzahlen, die menschliche Kulturgeschichte seit ihren Anfängen beschäftigt. Von Medea, die das Leben ihres Ex-Gatten zerstört bis zu Thelma und Louise, die in dem gleichnamigen Film jenen Lkw, der sie auf dem Highway schikaniert hatte, in die Luft jagen. Oft nennt man es nicht Rache, oder es geschieht unbewusst, doch die Vorstellung, eine erlittene Schmach zurückzuzahlen, beschäftigt die Phantasie von uns allen. Es ist ein "menschliches Grundbedürfnis und gehört zu den wenigen Dingen, die der Mensch dem Tier voraus hat", meint der Philosoph John Elster. Wobei Experten gerne eine Unterteilung in "gute" und "schlechte" Rache vornehmen: In eine zwanghafte Vergeltungssehnsucht, die selbstzerstörerisch werden kann und gesellschaftlich verpönt ist. Und in eine "domestizierte", kontrollierte Rache die im besten Fall eine Möglichkeit ist, etwas richtig zu stellen und der Gerechtigkeit zum Sieg zu verhelfen. Im Radiokolleg berichten freundliche, mitfühlende Wesen, wie sie in der Rolle des Rächers ihre Vergeltungsmaßnahmen sorgfältig planten und es wird versucht, eine Antwort zu finden auf die zentrale Frage: "Warum haben Sie Lust, auf den Wagen aufzufahren, der Sie gerade geschnitten hat?"