Am Schauplatz [2020.11.05]
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Am Schauplatz
Katalogzettel
| Titel | Am Schauplatz [2020.11.05] |
| Titelzusatz |
Enteignet |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Resetarits, Peter [Moderation]
[GND
]
ORF 2 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2020.11.05 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt |
| Typ | video |
| Format |
DFMPG [Dateiformat: MPG] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | E52-20659 |
| Gesamtwerk/Reihe | Am Schauplatz |
Information
Inhalt
[Senderinformation] Derzeit gäbe es in Österreich so viele Enteignungen, wie schon seit den 1930er Jahren nicht mehr, das behauptet ein Salzburger Verein. Auf Basis von oft historischen Gesetzen, werden im öffentlichen Interesse unzählige Großprojekte realisiert. Das Recht des Einzelnen ist oft weniger wert, als das Interesse der Allgemeinheit.
Zum Beispiel beim Bau der 380 KV Leitung in Salzburg und der 110 KV Leitung in Oberösterreich.
Hunderte Grundeigentümer werden dort enteignet, über ihre Wälder und Wiesen Zwangsservitute für die Freileitungen von Energiekonzernen eingeräumt. Die Bauern wehren sich mit gerichtlichen Einsprüchen, Gutachten, Demonstrationen und sogar mit Hungerstreik. Die Grundbesitzer finden, dass Freileitungen im 21. Jahrhundert nicht mehr zeitgemäß sind und fordern, dass die Leitungen als Erdkabel vergraben werden. Das sei auch umweltverträglicher.
Einen anderen Fall gibt es in Golling. Dort haben die österreichischen Bundesbahnen die Enteignung der Liegenschaft von Adolf Gründl eingeleitet.
Der Garten und das Haus des 85jährigen Pensionisten sollen einer Unterführung weichen. Der gefährliche, verkehrsbehindernde Bahnübergang könnte nur so beseitigt werden. Der 85jährige glaubt, dass es einen anderen Weg gäbe und wehrt sich dagegen, sein Wohnhaus zu verlieren.
Am Schauplatz Reporterin Gudrun Kampelmüller war in ganz Österreich unterwegs und hat die oft verzweifelten Kämpfe um Wälder, Wiesen und Privathäuser beobachtet.
Am wichtigsten sei den meisten Menschen, dass sie keine Schmerzen haben und warmherzig behandelt werden. Herbert aus Kottingbrunn, 57 und krebskrank, erlebt genau das im Hospiz am Rennweg. Dort durfte er den ganzen August auf der Terrasse schlafen und in den Sternenhimmel schauen. „Mehr brauche ich nicht“, lächelt Herbert, „das ist paradiesisch.“
Zum Beispiel beim Bau der 380 KV Leitung in Salzburg und der 110 KV Leitung in Oberösterreich.
Hunderte Grundeigentümer werden dort enteignet, über ihre Wälder und Wiesen Zwangsservitute für die Freileitungen von Energiekonzernen eingeräumt. Die Bauern wehren sich mit gerichtlichen Einsprüchen, Gutachten, Demonstrationen und sogar mit Hungerstreik. Die Grundbesitzer finden, dass Freileitungen im 21. Jahrhundert nicht mehr zeitgemäß sind und fordern, dass die Leitungen als Erdkabel vergraben werden. Das sei auch umweltverträglicher.
Einen anderen Fall gibt es in Golling. Dort haben die österreichischen Bundesbahnen die Enteignung der Liegenschaft von Adolf Gründl eingeleitet.
Der Garten und das Haus des 85jährigen Pensionisten sollen einer Unterführung weichen. Der gefährliche, verkehrsbehindernde Bahnübergang könnte nur so beseitigt werden. Der 85jährige glaubt, dass es einen anderen Weg gäbe und wehrt sich dagegen, sein Wohnhaus zu verlieren.
Am Schauplatz Reporterin Gudrun Kampelmüller war in ganz Österreich unterwegs und hat die oft verzweifelten Kämpfe um Wälder, Wiesen und Privathäuser beobachtet.
Am wichtigsten sei den meisten Menschen, dass sie keine Schmerzen haben und warmherzig behandelt werden. Herbert aus Kottingbrunn, 57 und krebskrank, erlebt genau das im Hospiz am Rennweg. Dort durfte er den ganzen August auf der Terrasse schlafen und in den Sternenhimmel schauen. „Mehr brauche ich nicht“, lächelt Herbert, „das ist paradiesisch.“