Maria Theresias Vampirjäger - Habsburgs Kampf gegen den Aberglauben
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Erbe Österreich
Katalogzettel
| Titel | Maria Theresias Vampirjäger - Habsburgs Kampf gegen den Aberglauben |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Neunteufel, Gigga [Gestaltung]
ORF 3 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2020.11.10 [Sendedatum] 2020 [Jahr des Copyright] |
| Schlagworte | Gesellschaft ; Dokumentation ; Österreichisch-Ungarische Monarchie ; TV-Mitschnitt |
| Typ | video |
| Format |
DFMPG [Dateiformat: MPG] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | E52-20794 |
| Gesamtwerk/Reihe | Erbe Österreich |
Information
Inhalt
[Senderinformation] Erstmals wird in dieser TV-Dokumentation der Kampf des Kaiserhauses Habsburg gegen den Aberglauben im Allgemeinen und dem Vampirismus im Speziellen behandelt. Das Publikum erfährt von Bram Stokers Vorbildfigur für seinen Helden, Vampirjäger Van Helsing.
1731 wurden neun „Vampire“ bei Olmütz am Scheiterhaufen verbrannt, darunter sieben Kinder. Im Banat, das die Habsburger erst kürzlich den Türken abgetrotzt hatten, hatten sich Berichte über blutleer gesaugte Menschen gehäuft. Kaiserin Maria Theresia (1717-1780), die aufgeklärte Monarchin, will dem Treiben ein Ende setzen und beauftragt ihren Leibarzt Gerard van Swieten (1700-1772), Licht in die Sache zu bringen. Der Reformer und Verfechter der Aufklärung wird vor allem wegen seines Auftretens gegen den Vampirismus und anderen Aberglauben weit über die Grenzen des Reiches bekannt.
Doch sogenannte „Kaffeehauszeitungen“ und Untergrundblätter verbreiteten den Spuk weiter, obgleich Maria Theresia sie alle verbieten ließ; die Seuche namens „Vampyrismus“ schaffte es im 18. Jahrhundert sogar in medizinische Fachjournale.
Angeblich lancierte Preußens Friedrich II. (1712-1786) bewusst Vampir-Gerüchte in Österreich, um seiner Wiener Erzgegnerin zu schaden. So überdauerte die Vampir-Legende eineinhalb Jahrhunderte, bevor sie unauslöschlich in die Weltliteratur einsickerte. Die Entstehungsgeschichte des berühmtesten Vampir-Romans führt nach Österreich: „Carmilla“, die 1872 entstandene Novelle des irischen Autors Sheridan Le Fanu (1814-1873), spielt in der Steiermark. Erst der irische Autor Bram Stoker (1847-1912) verpflanzte 1897 mit seinem Welthit „Dracula“ die Vampire ins ferne Transsylvanien.
Als tragende Rolle durch die Dokumentation und als erzählende Figur dient Gerard Van Swieten, der in Re-Enactments seinen Kampf gegen Vampirismus und Aberglauben schildert. Der Film stützt sich dabei auf Archiv-Dokumente, Memoiren und schriftliche Nachlässe, Zeitungsmeldungen und Berichte von Zeitzeugen.
Mit Experten und Expertinnen aus den Fachgebieten Gerichtsmedizin und Geschichte werden die verschiedenen Aspekte und Facetten des Vampirismus und seines Ursprungs betrachtet.
1731 wurden neun „Vampire“ bei Olmütz am Scheiterhaufen verbrannt, darunter sieben Kinder. Im Banat, das die Habsburger erst kürzlich den Türken abgetrotzt hatten, hatten sich Berichte über blutleer gesaugte Menschen gehäuft. Kaiserin Maria Theresia (1717-1780), die aufgeklärte Monarchin, will dem Treiben ein Ende setzen und beauftragt ihren Leibarzt Gerard van Swieten (1700-1772), Licht in die Sache zu bringen. Der Reformer und Verfechter der Aufklärung wird vor allem wegen seines Auftretens gegen den Vampirismus und anderen Aberglauben weit über die Grenzen des Reiches bekannt.
Doch sogenannte „Kaffeehauszeitungen“ und Untergrundblätter verbreiteten den Spuk weiter, obgleich Maria Theresia sie alle verbieten ließ; die Seuche namens „Vampyrismus“ schaffte es im 18. Jahrhundert sogar in medizinische Fachjournale.
Angeblich lancierte Preußens Friedrich II. (1712-1786) bewusst Vampir-Gerüchte in Österreich, um seiner Wiener Erzgegnerin zu schaden. So überdauerte die Vampir-Legende eineinhalb Jahrhunderte, bevor sie unauslöschlich in die Weltliteratur einsickerte. Die Entstehungsgeschichte des berühmtesten Vampir-Romans führt nach Österreich: „Carmilla“, die 1872 entstandene Novelle des irischen Autors Sheridan Le Fanu (1814-1873), spielt in der Steiermark. Erst der irische Autor Bram Stoker (1847-1912) verpflanzte 1897 mit seinem Welthit „Dracula“ die Vampire ins ferne Transsylvanien.
Als tragende Rolle durch die Dokumentation und als erzählende Figur dient Gerard Van Swieten, der in Re-Enactments seinen Kampf gegen Vampirismus und Aberglauben schildert. Der Film stützt sich dabei auf Archiv-Dokumente, Memoiren und schriftliche Nachlässe, Zeitungsmeldungen und Berichte von Zeitzeugen.
Mit Experten und Expertinnen aus den Fachgebieten Gerichtsmedizin und Geschichte werden die verschiedenen Aspekte und Facetten des Vampirismus und seines Ursprungs betrachtet.