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Der rätselhafte Kopf des Kara Mustafa

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Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Erbe Österreich

Katalogzettel

Titel Der rätselhafte Kopf des Kara Mustafa
Titelzusatz Habsburgs letzte Geheimnisse
Urheber/innen und Mitwirkende ORF 3 [Sendeanstalt]
Datum 2020.11.10 [Sendedatum]
2019 [Jahr des Copyright]
Schlagworte Gesellschaft ; Dokumentation ; Österreichisch-Ungarische Monarchie ; TV-Mitschnitt
Typ video
Format DFMPG [Dateiformat: MPG]
Sprache Deutsch
Signatur E52-20796
Gesamtwerk/Reihe Erbe Österreich

Information

Inhalt

[Senderinformation] Wer meint, dass die zweite Wiener Türkenbelagerung ein historisch entrücktes Ereignis ist, sollte sich den Fall von Kara Mustafas (1634/35-1683) Kopf näher ansehen. Einst von den eigenen Leuten erdrosselt und geköpft, landete der Schädel des türkischen Heerführers auf Umwegen in Wien. Als man sich im Wien-Museum mit dem menschlichen Artefakt unwohl zu fühlen begann, bestattete man es still und heimlich. Wo, das wird gehütet wie ein Staatsgeheimnis: man hat Angst, dort eine Wallfahrtsstätte für Anhänger und vor allem für die Gegner des Osmanen zu schaffen, der einst Wien für den Islam gewinnen wollte.

Und auch so manch anderes Rätsel beschäftigt Regisseur Christian Papke in dieser ersten Folge der ORF-III-Doku-Reihe: Wieso kämpften 1683 bei den Türken hauptsächlich christliche Soldaten? Und warum ließ sich Wien wenige Jahre davor von einer türkischen Delegation regelrecht ausspionieren? Zwar ist sich die Forschung bis heute in dem Punkt noch nicht ganz einig, aber es scheint, dass Kara Mustafa auf eigene Faust entschied, gegen Wien zu ziehen. Vom Sultan hatte er nur den Auftrag, die ungarische Tiefebene zu dominieren. Aber Kara Mustafa zog gegen den „Goldenen Apfel“ Wien, der als Zugangstor zum christlichen Abendland galt. Was hatte ihn zu dieser gefährlichen Mission inspiriert? Etwa der Bericht des Reiseschriftstellers Evliya Celebi (1611-1683), der Wien bei einem Besuch einige Jahre zuvor in den schillerndsten Farben geschildert und damit die Lust der Osmanen an der Eroberung dieser Stadt möglicherweise neu entfacht hat. Beim Zug nach Wien blieben allerdings die schweren Geschütze Kara Mustafas im ungarischen Schlamm stecken und er musste das Wiener Bollwerk mit leichter Artillerie beschießen, was schon der erste Schritt zum Scheitern der Mission war. Nach seiner Ermordung gingen Kopf- und Gesichtshaut als Beleg für den Mord an den Sultan. Der Schädel mit dem Körper wurde zunächst am Balkan bestattet, der Schädel später wieder ausgegraben und nach Wien gesandt.

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